Wandern in den Pyrenäen Hang zum Drama

Enno Kapitza/ADAC reisemagazin

4. Teil: Tag 3 - Bratwurst mit Dire Straits


Morgens tobt ein Schneesturm. Aufstehen um sieben, ein Frühstück, karg wie das Leben hinter der Baumgrenze: Zwieback, Kekse und ein Muffin, dazu schwarzer Kaffee. Wir beschließen, mit Ruth und Lynne zusammen weiterzugehen. Angelika müssen wir zurücklassen. Sie würde mit ihren ausgelatschten Schuhen nicht weit kommen. Als Letzter verlasse ich die warme Hütte.

Wir klettern 800 Meter über vereiste Steine und verschneite Wege ab, um dann wieder 1000 Höhenmeter aufzusteigen. Der Weg ist rutschig, Enno fühlt sich an seine Skitouren erinnert. Eiskalter Wind bläst, aber die Bewegung hält warm. Kurz vor dem Pass blockiert ein Pärchen den Weg; der Junge schleppt auch noch den Rucksack seiner etwas fülligen Freundin. Hinter den beiden hat sich eine Schlange gebildet. Schließlich überholen wir. Oben auf 2667 Metern treffen wir im Schneegestöber eine Gruppe französische Wanderer, die beschließt, umzukehren und dem Pärchen über den Berg zu helfen.

Allein würden die beiden den Weg wahrscheinlich nicht finden, denn Markierungen, wie sie der Deutsche Alpenverein setzt, sind auf dem Carros de Foc die Ausnahme. "Der Weg verläuft durch ein Naturschutzgebiet", hat Veranstalterin Stephanie Soop erklärt. Der Orientierung dienen kleine Steinhäufchen, sogenannte Steinmanderl, die jetzt unter 20 Zentimeter Schnee versteckt liegen. Der Weg ist das Ziel, frei nach Konfuzius.

Abends in der Refugi J. M. Blanc stellen wir die durchnässten Schuhe so nah ans Feuer, dass das Gummi qualmt. Dann nehme ich meine erste Dusche seit drei Tagen. Zum Abendbrot gibt es Bratwurst mit Dire Straits.



insgesamt 4 Beiträge
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Rainer Helmbrecht 22.06.2010
1. Titel verweigert!
Zitat von sysopViel Zeit und einen guten Freund: Das nahm Autor Sebastian Glubrecht in die Pyrenäen mit. Er sah Bergseen, mondgleiche Landschaften und knorrige Bäume, begegnete Südafrikanerinnen und Barbaren. Und erlebte auf seiner sechstägigen Wanderung ein klassisches Abenteuer. http://www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,695840,00.html
Ich habe da im Baskenland gelebt und in der Region Aquitaine wunderbare Landschaften und nette Menschen kennen gelern. http://www.file-upload.net/download-2618865/IratyPaysBasque-BP-.pps.html Viel Spaß beim Anschauen dieser *.PPS MfG. Rainer
2funky 22.06.2010
2.
Es erschreckt mich manchmal was man im Spiegel findet. Aber noch mehr, die Peinlichkeit vieler Leute ihre Erlebnisse, die erstens banal und zweitens von einer extremen Egozentrik zeugen, als die Grenzerfahrung schlechthin verkaufen. Auch wen man nach Bayern gezogen ist so bedeutet das nicht Automatisch den Erwerb von "skills". Karten lesen, informieren und nicht zuletzt langsam an die Sache angehen zb. Erstmal mit Tagestouren beginnen wäre hilfreich. Um es auf den Punkt zubringen: Die Selbstüberschätzung vieler Leute erstaunt mich immer wieder
Rainer Helmbrecht 23.06.2010
3. Für einen titelfreies SpOn-Forum.
Zitat von 2funkyEs erschreckt mich manchmal was man im Spiegel findet. Aber noch mehr, die Peinlichkeit vieler Leute ihre Erlebnisse, die erstens banal und zweitens von einer extremen Egozentrik zeugen, als die Grenzerfahrung schlechthin verkaufen. Auch wen man nach Bayern gezogen ist so bedeutet das nicht Automatisch den Erwerb von "skills". Karten lesen, informieren und nicht zuletzt langsam an die Sache angehen zb. Erstmal mit Tagestouren beginnen wäre hilfreich. Um es auf den Punkt zubringen: Die Selbstüberschätzung vieler Leute erstaunt mich immer wieder
Was will uns der Dichter damit sagen? MfG. Rainer
2funky 24.06.2010
4. hum
Dichter ist lieb. Habe ich mich so unklar ausgedrückt? Die gegend ist sicher Schön kein zweifel. Aber mir gefällt der Artikel nicht besonders der Schreibstil. mfg 2funky
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