Wandern in den Pyrenäen Hang zum Drama

Enno Kapitza/ADAC reisemagazin

5. Teil: Tag 4 - Laie versus Profi


Morgens erwarten uns eine große Espressomaschine, ein Fließband-Toaster und strahlend blauer Himmel. Meine Beine wollen wandern. Hinter jedem Pass liegen Seen, deren Wasser so klar ist, dass wir den Grund erkennen können, Enno sieht Fische, Ruth entdeckt auf einem Felsen ein Murmeltier. Am blauen Himmel kreisen Adler über einer Bergkuppe. Der Weg führt vorbei an malerisch verdorrten Fichten und lässt erahnen, wie traumhaft hier der Sommer sein muss.

Nach einer Stunde Wandern werden die Steinmanderl weniger und verschwinden schließlich. Enno wirkt unsicher, will vorgehen, um zu schauen, ob hinter der nächsten Bergkuppe ein Weg verläuft. Früher hätte ich mich als Laie nie in die Navigation von Profis eingemischt. Jetzt plädiere ich dafür, zur letzten Markierung zurückzukehren, auch wenn uns das wertvolle Zeit kostet. Enno hört auf mich. Wir finden den Weg wieder, und ich werde von allen Seiten für Vernunft am Berg gelobt.

Nach einem dreistündigen Abstieg durchs Geröll fährt ein stechender Schmerz durch mein rechtes Knie. Das Bein lässt sich nicht mehr durchdrücken. In der Refugi Ernest Mallafré fragt Enno, ob wir abbrechen sollen. Ich schüttele den Kopf. Es fehlen nur noch vier Stempel.



insgesamt 4 Beiträge
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Rainer Helmbrecht 22.06.2010
1. Titel verweigert!
Zitat von sysopViel Zeit und einen guten Freund: Das nahm Autor Sebastian Glubrecht in die Pyrenäen mit. Er sah Bergseen, mondgleiche Landschaften und knorrige Bäume, begegnete Südafrikanerinnen und Barbaren. Und erlebte auf seiner sechstägigen Wanderung ein klassisches Abenteuer. http://www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,695840,00.html
Ich habe da im Baskenland gelebt und in der Region Aquitaine wunderbare Landschaften und nette Menschen kennen gelern. http://www.file-upload.net/download-2618865/IratyPaysBasque-BP-.pps.html Viel Spaß beim Anschauen dieser *.PPS MfG. Rainer
2funky 22.06.2010
2.
Es erschreckt mich manchmal was man im Spiegel findet. Aber noch mehr, die Peinlichkeit vieler Leute ihre Erlebnisse, die erstens banal und zweitens von einer extremen Egozentrik zeugen, als die Grenzerfahrung schlechthin verkaufen. Auch wen man nach Bayern gezogen ist so bedeutet das nicht Automatisch den Erwerb von "skills". Karten lesen, informieren und nicht zuletzt langsam an die Sache angehen zb. Erstmal mit Tagestouren beginnen wäre hilfreich. Um es auf den Punkt zubringen: Die Selbstüberschätzung vieler Leute erstaunt mich immer wieder
Rainer Helmbrecht 23.06.2010
3. Für einen titelfreies SpOn-Forum.
Zitat von 2funkyEs erschreckt mich manchmal was man im Spiegel findet. Aber noch mehr, die Peinlichkeit vieler Leute ihre Erlebnisse, die erstens banal und zweitens von einer extremen Egozentrik zeugen, als die Grenzerfahrung schlechthin verkaufen. Auch wen man nach Bayern gezogen ist so bedeutet das nicht Automatisch den Erwerb von "skills". Karten lesen, informieren und nicht zuletzt langsam an die Sache angehen zb. Erstmal mit Tagestouren beginnen wäre hilfreich. Um es auf den Punkt zubringen: Die Selbstüberschätzung vieler Leute erstaunt mich immer wieder
Was will uns der Dichter damit sagen? MfG. Rainer
2funky 24.06.2010
4. hum
Dichter ist lieb. Habe ich mich so unklar ausgedrückt? Die gegend ist sicher Schön kein zweifel. Aber mir gefällt der Artikel nicht besonders der Schreibstil. mfg 2funky
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