Klausenpass: Die Alpenpanorama-Route ist die Nummer vier der nationalen Schweizer Velorouten
Klausenpass: Die Alpenpanorama-Route ist die Nummer vier der nationalen Schweizer Velorouten
Foto: Thorsten Broenner

Fernradtouren zum Auspowern Die Sucht nach Höhenmetern

Sie lieben weite Panoramen? Lange knackige Anstiege und rasante Abfahrten zaubern Ihnen ein Lächeln ins Gesicht? Hier sind sechs Fernradweg-Tipps zum Schwitzen und Staunen.
Von Thorsten Brönner

Radler lassen sich in zwei Gruppen einteilen - die einen hassen Anstiege, andere gieren danach. Wer bei der Tourenplanung immer wieder an den deutschen Mittelgebirgen hängen bleibt oder sich gedanklich auf eine Passstraße in den Alpen beamt, gehört der letzteren Spezies an.

Die Bergziegen unter den Radlern wissen: Mit der Schwierigkeit der Tour schaltet das Herz einen Gang höher. Das hängt oft mit den Panoramen ringsum zusammen, besonders aber mit dem eigenen Gemütszustand. Der Blick ist fokussiert. Wie von allein kreisen die Beine. Der Puls geht gleichmäßig, und alle Sorgen scheinen weit weg zu sein.

Fotostrecke

Sechs Fernradwege für Cracks: viele Höhenmeter, viele Kilometer

Foto: Philip Ruopp

Dieser Zustand des Flows überkommt einen auf ruhigen Routen im Anstieg wie auf der Abfahrt. Am Abend sind die Eindrücke der Tour noch frisch. Nur die Plackerei ist verdrängt. Und man weiß, der morgige Tag wird genauso anstrengend. Es ist eine Sucht nach Kilometern, Höhenmetern und dem Erleben der eigenen Grenzen - auf diesen sechs Routen kann man sie erfahren:

Bike-Crossing Schwarzwald: einmal quer durch den großen Wald

Nordschwarzwald: 16.000 Höhenmeter muss man wollen

Nordschwarzwald: 16.000 Höhenmeter muss man wollen

Foto: Thorsten Brönner

Da geht’s lang: Wer die Website der Bike-Crossing Schwarzwald besucht, zuckt sogleich zusammen. 16.000 Höhenmeter! Dann beginnt das Rechnen. Diese Höhenmeter verteilen sich auf 440 Kilometer. Schaffe ich diese Tour? Das Profil sieht aus wie ein Sägeblatt. Auf den Spitzen gibt es die Panoramen, dazwischen heißt es Schwitzen. Von Pforzheim nach Bad Säckingen unten am Rhein - also einmal quer durch den Schwarzwald.

Lenker gen Süden drehen und rein ins Grün. Nach wenigen Pedalumdrehungen schluckt einen der riesige Wald. Man fühlt sich frei. Egal, wie gut es zu Beginn läuft, irgendwann trifft es jeden: Die Hand fummelt am Schalthebel, sucht kleinere Gänge. Doch diese gibt es nicht mehr. Im Schneckentempo geht es den nächsten Endlosanstieg hinauf. Man war ja vorgewarnt.

Die Forstwege ziehen tiefer in den Wald hinein. Selten kann man in Deutschland länger radeln, ohne eine Siedlung, ein Haus oder Wanderer zu treffen. Einzig an den touristischen Hotspots wird es kurz lebhafter. Etwa oberhalb von Bad Wildbad am Baumwipfelpfad. Im Hochschwarzwald am Titisee und um den Feldberg. Aber da wissen Radler längst: Hauptsehenswürdigkeit ist der Wald selbst. Sie lieben die einsamen Passagen, die massigen Schwarzwaldhäuser, darüber die gestaffelten Höhenzüge.

Unbedingt besuchen: Wer diese sportliche Tour radelt, der dürfte keine Energie für Besichtigungen übrig haben. Wichtig sind GPS-Daten für das Handy und gute Offlinekarten (zum Beispiel OpenStreetMap). Sonst kann es vorkommen, dass einen der große Wald schluckt.

Radlertyp: Anders als der Routenname vermuten lässt, können auch Trekkingradler oder Bikepacker diese Tour angehen. Wichtig ist, vorab gut zu trainieren und das Reisegepäck zu reduzieren. Der Einsatz eines geländegängigen E-Bikes ist auf dieser Fahrt kein Zeichen von Schwäche.

Start und Ziel: Bahnhöfe in Pforzheim und Bad Säckingen

Länge: 440 Kilometer, 16.000 Höhenmeter; rund acht Tage

Infos: Schwarzwald-tourismus.info 

Trans Bayerwald: Nord- oder Südkurs? Beide!

Mountainbike-Strecke bei Deggendorf: Schwitzpartie in zwei Teilen

Mountainbike-Strecke bei Deggendorf: Schwitzpartie in zwei Teilen

Foto: Andreas Meyer / Tourismusverband Ostbayern

Da geht’s lang: Um Radler auf diese Fahrt zu locken, haben sich die Initiatoren der Trans Bayerwald etwas Besonderes ausgedacht: Auf der Website  werden die Finisher der Tour aufgelistet. Biker verraten ihre magischen Momente, erzählen von Pannen und speziellen Geschichten. Diese warten auf jeden Reisenden.

Trans-Bayerwald-Pioniere haken online die Punkte der MTB(=Mountainbike)-Packliste ab und steuern dann in den Osten Bayerns. Wer sich zuerst die Südroute vornimmt, startet in Furth im Wald, vor sich 344 Kilometer. Sie verlaufen über den Donaukamm, dabei sind 8300 Höhenmeter zu überwinden. Die in der Summe gleich schwere Nordroute beginnt zwischen den Barockschönheiten von Passau. Hier fordert der Grenz- und Arberkamm die Waden.

Beide Strecken laufen gegen den Uhrzeigersinn. Unterwegs überwältigt die Reisenden immer wieder die Natur mit besonderen Eindrücken: Wenn im Nationalpark Bayerischer Wald hoch oben die Kronen der alten Bäume zusammenschlagen und kaum Lichtstrahlen auf den Boden lassen. Oder bei Spiegelau. Dort springt der Fluss Große Ohe über sein felsiges Bett. Der Große Arber (1456 Meter) markiert den geografischen Höhepunkt. Das persönliche Highlight überrascht einen irgendwo auf der Tour: in den Wäldern, auf einer Wiese oder auf einer einsamen Passage.

Unbedingt besuchen: Der Südkurs zieht sich mit mehreren Schwüngen auf den 1097 Meter hohen Geißkopf. Dort finden Adrenalinjunkies den MTB Zone Bikepark : Die Strecken heißen Flow Country Trail, Jump-Trail, Kids-Parcours, Evil Eye oder Uphill Flow.

Radlertyp: Im Bayerischen Wald werden Biker zu Streckensammlern. Bestellen Sie vorab das Starterpaket. Es beinhaltet ein Etappenbooklet, Infoliste mit Radservicestationen, ein Reisetagebuch inklusive Stempelkarte. Wer alle Stempel erkämpft hat, erhält eine Geschafft-Plakette.

Start und Ziel: Nordroute: vom Bahnhof Passau nach Furth im Wald. Südroute: vom Bahnhof Furth im Wald nach Passau

Länge: 700 Kilometer unterteilt in zwei Abschnitte; rund 14 Tage

Infos: Trans-bayerwald.de 

Stoneman Miriquidi: Holen Sie sich Ihren Stein!

Stoneman Miriquidi: 4400 Höhenmeter auf 162 Bergkilometer

Stoneman Miriquidi: 4400 Höhenmeter auf 162 Bergkilometer

Foto: Philip Ruopp

Da geht’s lang: Wie sehr sich Biker hierzulande nach ausgeklügelten Routen sehnen, zeigt ein Blick ins Erzgebirge. Seit dem Mai 2014 toben sich dort MTBler auf den 4400 Höhenmetern der Stoneman Miriquidi aus. Auf der Tourenwebsite ticken in der "Wall of Fame" zwei Zähler. Einer ehrt die Finisher, der andere ist allen Startern gewidmet.

Vor der Fahrt meldet man sich online an und reserviert ein Starterpaket. Wer möchte, kann Medaillen nachjagen. Gold gibt es für Biker, die jene 162 Bergkilometer zwischen einem Sonnenauf- und einem Sonnenuntergang runterreißen - an einem Tag! Silber für zwei Etappen und Bronze für drei. Besser die hinteren Ränge anpeilen. So bleibt Zeit, um die Landschaften des Erzgebirges zu genießen.

Zuerst schwirrt einem der 1215 Meter hohe Fichtelberg im Kopf herum. Biker, die den Forstwegen folgen und über Wurzelpassagen rattern, merken schnell, da ist noch viel mehr. Etwa die Basaltsäulen am Pöhlberg und am Scheibenberg. Am TrailCenter Rabenberg  die Flowtrails und am Auersberg das Hochmoor Kleiner Kranichsee.

Die Saison reicht vom 1. Mai bis zum 31. Oktober. Auf jedem der neun Gipfel stanzt man ein Loch in die Tourenkarte und freut sich über das Geschaffte. Lust auf Zugabe? Die gewährt der Stoneman Miriquidi CZ-Loop. Nochmals 70 Kilometer Auf und Ab. Nochmals 1800 Höhenmeter und ein schöner Abstecher zu unseren tschechischen Nachbarn.

Unbedingt besuchen: Wer am Ende der Stoneman Miriquidi den Trophäenstein in die Höhe reckt, in dem wächst ein Verlangen, irgendwann die nächste Runde unter die Räder zu nehmen. Ruppig geht es auch hier zu: auf dem Ur-Stoneman "Dolomiti" in Italien (120 Kilometer, 4000 Höhenmeter), "Glachiara" in der Schweiz (127 Kilometer, 4700 Höhenmeter), "Taurista" in Österreich (123 Kilometer, 4500 Höhenmeter) und Arduenna in Belgien (176 Kilometer, 3400 Höhenmeter).

Radlertyp: Bike? Oder Rennrad? Wer sich gern eine vorgefertigte Tour servieren lässt, hat seine Freude am Menü des Stoneman. Seit Juni 2018 gibt es für Rennradfahrer eine eigene Variante. Sie bringt es auf 290 Kilometer und 4900 Höhenmeter. Auf den 13 giftigen Rampen heißt es ebenfalls Gold, Silber oder Bronze.

Start und Ziel: der Bahnhof in Annaberg-Buchholz.

Länge: 162 Kilometer, 4400 Höhenmeter; ein, zwei oder drei Tage

Infos: Stoneman Miriquidi 

Alpenpanorama-Route: zum Dahinschmelzen

Freiburg im Üechtland: Abstecher in Altstädte und zu Käsereien

Freiburg im Üechtland: Abstecher in Altstädte und zu Käsereien

Foto: Thorsten Broenner

Da geht’s lang: Ob es eine gute Idee war, vor dem Glaubenbielenpass ein signalrotes Schild mit der Aufschrift "steigt 1120 m auf 12 km" zu platzieren? Gut 1100 Höhenmeter am Stück! Da kann man schon einmal nervös auf dem Sattel herumrutschen.

Das Schweizer Tourennetz gilt als eines der besten der Welt. Die Nummer vier der nationalen Velorouten ist besonders anstrengend. Ihr Name? Alpenpanorama-Route. Ihr Lockmittel? Eine ruhige Strecke. Sie ist kurvig, bietet immerzu tolle Ausblicke, sodass sich die Speicherkarte rasend schnell mit Fotos füllt.

Los geht es am Bodensee, dann ins Appenzeller Land. Dann geht es den Urnerboden hinauf, ein von Dreitausender-Gipfeln eingefasstes Trogtal. Der Klausenpass dann ist mit seinen 1948 Metern der höchste und auch einer der schönsten Punkte der Tour.

Oben bimmeln auf der größten Alp der Schweiz die Glocken der Rinder. Der Soundtrack der Reise begleitet Radler zum Vierwaldstättersee, durch das Unesco-Biosphärenreservat Entlebuch  und das Emmental. Sprung über den Röstigraben. Rein in die Altstädte von Freiburg und Greyerz. Rauf in die Stille der Waadtländer Alpen. Viel Schweiß fließt auf dieser Tour.

Unbedingt besuchen: Diese Reise ist eine in den Käsehimmel. Auf dem Weg vom Bodensee ins Rhonetal passiert man tagein, tagaus Wiesen, Almen und Käsereien. Sie verarbeiten die Milchprodukte zu herzhaften Sorten: Appenzeller, Alpentilsiter, Emmentaler, Berner Alpkäse. In der Romandie folgen Freiburger Vacherin, Gruyère, L’Etivaz und Walliser Raclettekäse. Und wem das dann doch zu viel des Guten wird, der kann auf Schokolade ausweichen. Auch da sind die Schweizer schließlich weltweit führend.

Radlertyp: Die Tour verläuft über Radwege und Passstraßen wie den Klausenpass (1948 Meter), den Glaubenbielenpass (1611 Meter) und Les Agites (1558 Meter). Alle beinhalten einen kräftezehrenden Anstieg und eine rasante Abfahrt. Diese Reise ist also nichts für Radnovizen.

Start und Ziel: Bahnhöfe in St. Margrethen und Aigle

Länge: 480 Kilometer, knapp 8000 Höhenmeter; rund acht Tage

Infos: Veloland.ch 

Bodensee-Königssee-Radweg: Wer ist der Schönste im ganzen Land?

Ammergauer Alpen: Pause mit Kuh

Ammergauer Alpen: Pause mit Kuh

Foto: Thorsten Brönner

Da geht’s lang: Viele Radler träumen von einer Transalptour. Genauso spannend ist eine Fahrt längs der Berge. Der Bodensee-Königssee-Radweg trägt die Endpunkte im Namen und ist großartig von Anfang an. Im Hafen von Lindau ein letzter Blick zum steinernen bayerischen Löwen, Neuen Leuchtturm und über das "Schwäbische Meer". Dann führt die Tour in die Gegenrichtung - immer gen Osten.

Die ersten Kilometer geben einen Vorgeschmack auf die kommenden Tage: Immer wieder zieht der Radweg lange ansteigend durch Wiesen ins Allgäu. Hügelauf weitet sich das Panorama. Ein Dorf, in dessen Mitte ein schlanker Kirchturm in den Himmel sticht, dahinter aufgereiht die Gipfel der Alpen. Hügelab ein Badesee, ein Wäldchen oder ein Fluss.

Es sind die stündlich wechselnden Eindrücke, die diese Fahrt so lohnend machen. Etwa die einsame Waldpassage durch die Ammergauer Alpen, dann die liebliche Landschaft des Murnauer Mooses. Im Freilichtmuseum Glentleiten folgt eine Reise in die Zeiten der Großeltern. Und dann die vielen Altstädte: Immenstadt, Füssen, Bad Tölz, Traunstein, Bad Reichenhall und Berchtesgaden. Manche sind durch den Handel groß geworden, andere durch das Salz.

Am Königssee angekommen, schließt man das Rad ab. Mit müden Beinen geht es den kurzen Wanderweg hinauf zum Aussichtspunkt Malerwinkel. Im Wasser spiegeln sich die Bergwände des Nationalparks Berchtesgaden. Schöner kann eine Radreise kaum enden.

Unbedingt besuchen: die Biergärten. In jeder Stadt und fast jedem Dorf findet sich einer zur Mittagsrast oder zum Abendessen. Teils liegen sie schön in der Natur mit Blick über die nahen Berge.

Radlertyp: Bergziegen lieben diese Route wegen der vielen Höhenmeter. Wer gern badet, kann jeden Tag in einen anderen See springen. Bodensee, Großer Alpsee, Rottachsee, Hopfensee, Forggensee, Alpsee, Schwansee, Bannwaldsee, Kochelsee, Tegernsee, Schliersee, Chiemsee, Höglwörther See und Königssee. Dazu betten sich viele kleine Gewässer in die Hügel des Alpenvorlandes.

Start und Ziel: Bahnhof Lindau und Schönau am Königssee. Der nächste Bahnhof am Zielort ist Berchtesgaden.

Länge: 450 Kilometer; acht Tage

Infos: www.bodensee-koenigssee-radweg.de 

Europa-Radweg Eiserner Vorhang: Grenzgang mit Hindernissen

Grenzlandmuseum Eichsfeld: 1130 Kilometer von der Ostsee bis Hof

Grenzlandmuseum Eichsfeld: 1130 Kilometer von der Ostsee bis Hof

Foto: Thorsten Brönner

Da geht’s lang: Dieser verfluchte Kolonnenweg! Man muss aufpassen, dass die Räder nicht in die handygroßen Löcher des Plattenwegs hineinbollern. Die Szene lässt sich an mehreren Abschnitten entlang der einstigen innerdeutschen Grenze erleben. Osten? Westen? Auf dieser Tour fragen sich Radler immer wieder mal, wo sie gerade entlangholpern.

Am Europa-Radweg Eiserner Vorhang erinnern viele Museen, Mahnmale und Infotafeln an das Leid der Flüchtlinge, an vergrabene Minen und geschliffene Dörfer. Wer an der Ostsee startet, tastet sich langsam an die Höhepunkte heran. Auf das Biosphärenreservat Schaalsee folgt die Fahrt entlang der Elbe. Sie war Grenzlinie und streng überwacht.

Im Harz beginnt das Hochgefühl, mehrere Mittelgebirge am Stück kennenzulernen. Es folgen Rhön, Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald und Fichtelgebirge. Jedes Waldmeer hat seinen Reiz. Den schönsten Abschnitt gibt es nicht. Mal rauscht Laub im Wind, mal stehen Nadelbäume am Weg, woanders liegen weite Wiesen.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Das "Grüne Band" ist "die Bikepackingtour Deutschlands". Dazu staffieren Radler ihr Mountainbike oder ihren Randonneur mit Taschen an Lenker, Sattel und Rahmen aus. Mit leichtem Gepäck zu reisen, ist hier Pflicht. Schließlich ist die Tour von der Ostsee bis zum Dreiländereck mit 1130 Kilometer lang. Und wer das Mittelstück geschafft hat, will nur eines - weiter der EuroVelo 13 folgen. Von der Barentssee bis zum Schwarzen Meer, keine Fahrt auf dem Kontinent ist ruhiger.

Unbedingt besuchen: Die Grenzlandmuseen. Sie bewahren all die Schreckensbauten jener Tage - Grenzzäune, Mauern, Beobachtungstürme, Hundelaufzwinger, Selbstschussanlagen - und lassen die Dramen, die sich dort abspielten, nicht vergessen.

Radlertyp: Unterwegs fordern vier Dinge: 1. die Länge der Route, 2. die vielen Höhenmeter, 3. die teils ruppigen Wege, 4. die Einzelschicksale der Flüchtlinge. Doch diese Reise belohnt auch mit reizvollen Naturlandschaften, Begegnungen mit Tieren und einem speziellen Blick auf die Geschichte des eigenen Landes.

Start und Ziel: Bahnhöfe in Travemünde und Hof (Tourende ist im Dreiländereck)

Länge: 1130 Kilometer; rund 18 Tage

Infos: EuroVelo13