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Billigflieger-Restaurant: Darauf sollen die Kunden fliegen

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"Erheblicher Appetit" Air Asia bietet Flugzeugessen künftig in eigenem Restaurant an

Eine der größten Billig-Airlines bietet ihre Bordmenüs auch am Boden an: Es gebe auch jenseits des Fliegers eine große Nachfrage, heißt es bei Air Asia. Die Rezeptur der Gerichte wurde dafür allerdings verändert.

Tendenziell ist man ja froh um jedes Flugzeugessen, das man als Economy-Passagier nicht essen muss. Nie im Leben käme man auf die Idee, freiwillig ein Restaurant zu besuchen, das als Spezialität die Billigflieger-Bordessen anpreist.

Anders in Südostasien. Dort sind die Inflight-Menüs von Air Asia offenbar so beliebt, dass der größte Billigflieger Asiens sie nun auch in einem der größten Einkaufzentren von Kuala Lumpur auftischt.

Anfang Dezember hat der umtriebige CEO von Air Asia, Tony Fernandes, das Fast-Food-Restaurant Santan im Herzen der malaysischen Hauptstadt eröffnet. Umgerechnet 3,20 Euro kostet dort ein Bodenmenü - inklusive Getränk. Serviert wird es in einer Pappschachtel statt im Alubehälter.

"Wir haben in der gesamten Region einen erheblichen Appetit auf unsere Bordmenüs auch jenseits des Fliegers festgestellt - das ist nun unsere Antwort", sagt Restaurant-Managerin Catherine Goh. Unter anderem auf der Karte: "Pak Nasser's Nasi Lemak" oder "Uncle Chin's Chicken Rice" - zwei Menüs, die so auch über den Wolken serviert werden. Benannt wurden sie nach verdienten Angestellten.

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Nasi Lemak, Kokosnussreis mit Hühnchen, Sardellen und einem halben Ei, ist eines der beliebtesten Gerichte Malaysias. Egal, wo einem im Land der Magen knurrt, zum nächsten Nasi-Lemak-Stand ist es nie weit. Die Variante von Pak Nasser wird mit einem besonderen Sambal, einer Chilisauce mit frischen Kräutern und Gewürzen, serviert, gibt das Restaurant an.

"Seit der Einführung 2003 ist 'Pak Nasser's Nasi Lemak' das meistverkaufte Gericht an Bord", sagt Santan-Chefin Goh. "Wir verkaufen davon im Schnitt 2,8 Millionen im Jahr, mehr als 7000 pro Tag und fünf pro Minute." Auch würden die Bordmenüs oft im Flugzeug geordert werden, um sie nach dem Flug mit Freunden und Familie zu teilen. Am ersten Tag der Restauranteröffnung gingen gleich 1500 Nasi-Lemak-Boxen über den Tresen.

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Billigflieger-Restaurant: Darauf sollen die Kunden fliegen

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So ganz identisch ist die Rezeptur für die Speisen, die für den Flug gedacht sind, und für jene, die im Schnellrestaurant verzehrt werden, aber doch nicht. Bei dem im Flugzeug herrschenden niedrigen Luftdruck steigt die sogenannte Geruchs- und Geschmacksschwelle - Kräuter, Gewürze, Salz und Zucker müssen höher dosiert werden, um wahrgenommen zu werden. Die Santan-Köche haben daher die Zusammensetzung der in der Luft so beliebten Gerichte für den Verzehr am Boden angepasst.

Fünf eigene Restaurants und 100 Franchise-Filialen plant Airline-Chef Fernandes in den nächsten drei bis fünf Jahren. "Unser Traum wäre eine am Times Square", sagt er. Sein Ziel: Air Asia soll eine Lifestyle-Marke werden. Da darf das Thema Essen natürlich nicht fehlen. Klarer Pluspunkt: Beinfreiheit beim Essen ist im Santan ausreichend vorhanden.

ele/abl