Pan-Kanada Traum-Spots im Frühling und Herbst

Das Licht ist noch magischer, die Natur noch wilder: Kanada im Frühling und im legendären Indian Summer bezaubert durch Kirschblüten, rote Ahornblätter und viele Möglichkeiten zur Tierbeobachtung.

Elyse Turton/ Unsplash

Westküste - Radfahren und Wein-Kultur im Okanagan Valley

Okanagan Valley
Andrew Strain

Okanagan Valley

Mediterraner Flair trifft auf Savoir-Vivre: Die langen Reihen der Weinreben im Okanagan Valley sind im Frühling und Herbst besonders malerisch, der Blick geht auf weich geschwungene Hänge, blau-glitzernde Seen und hübsche kleine Strand-Ortschaften. Von April bis Juni und September bis November lässt sich Kanadas Weinregion in Britisch Columbia besonders gut mit dem Mountain-Bike erkunden! Auf den Pfaden und Waldwegen um das Okanagan Tals weht oft ein frischer Wind, sonnig ist es hier die meiste Zeit des Jahres. Heiße Tage und kühle Nächte sorgen nämlich dafür, dass die Trauben einen wohlbalancierten Säuregrad bewahren. Im einstigen "Obstkorb" des Landes produzieren heute über 40 Winzereien edle Tropfen, darunter die First-Nations-Anbaugebiete der Indigenous World Winery oder Nk'Mip Cellars. Und wer etwas gemütlicher und ebenerdiger die pittoreske Szenerie erkunden möchte, sollte den "Kettle Valley Railway" entlang radeln.

Die stillgelegte Eisenbahnstrecke ist heute ein Wander- und Radweg mit achtzehn TrestleBrücken und zwei Tunneln und führt am beeindruckend steilen Myra Canyon vorbei.

Kirschblüten und Insel-Ausblicke in Toronto

feemzzee

Im Frühling und Herbst legt sich ein bezaubernder Glanz über Kanadas Großstadtmetropole Toronto. In Parks wie Trinity Bellwoods oder an der langen Uferpromenade des Ontariosee breiten sich ab Mitte April plötzlich knallrosa Farbtupfer aus: Die Kirschblüte ist eines der schönsten Spektakel der Stadt - vor allem im High Park, Torontos größtem Stadtpark, wo die Sakura Kirschbäume zu märchenhaft weiß-rosa Blütenträumen aufgehen. Picknickdecken werden ausgebreitet, Sonnenschirme aufgestellt: Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen vibriert eine regelrechte Tschüss-Winter-Euphorie in der Stadt. Terrassen entlang Queen Street West und Biergärten wie die Bellwoods Brewery auf Ossington Street füllen sich quasi per Fingerschnippen. Den besten Blick auf das Frühlingserwachen Torontos hat man aber von der Falcon SkyBar auf dem Dach des brandneuen Hotel X gleich um die Ecke vom Ontario Place und dem BMO Fußballstadion - der CN-Tower bestimmt hier das Panorama.

Ähnlich wie auf den Toronto Islands: Dort warten nicht nur Holztische und die typisch kanadischen "Adirondacks Chairs" auf Ausflügler, sondern auch die Skyline im Postkartenformat. Im Herbst leuchtet statt der Kirschblüten dann der Indian Summer. Die Szenerie wird durch knallrote Ahornblätter grell und bunt - draußen sitzen kann man für das Farbspektakel aber auch noch, oft bis Anfang November.

Nordlichter und Wildlife im Yukon

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Ein bisschen wirkt der grellgrüne Streifen am Horizont außer- oder zumindest überirdisch: Wenn die Nordlichter im Yukon über den dunklen Nachthimmel tanzen, traut man seinen Augen zunächst nicht, dann kann man sie nicht mehr vom Farbenspiel abwenden. Das vibrierende Städtchen Whitehorse mit seinen Galerien und lässigen Bars ist die beste Ausgangsbasis für die Erkundung der Provinz mit spektakulären Nordlichtern, Gletschern und Kanadas höchstem Berg, dem Mount Logan im Kluane National Park. Herbst wiederum ist die beste Reisezeit. Dann kann man die grünschimmernden Erscheinungen ohne Schnee - und damit ohne klirrende Kälte - bestaunen. Auch für die Fahrt auf dem legendären Dempster Highway in den Norden ist das wichtig. Zudem präsentieren sich Wildlife und Herbstwälder in den Herbstmonaten besonders vielseitig: Die Blätter werden immer bunter, Karibus oder Elche beginnen ihre Winterwanderungen und zeigen sich dabei öfter als sonst, vor allem an Seeufern wie dem Emerald Lake. Dessen Wasser ist so intensiv grün, dass er an die Nordlichter erinnert.

Traditionell kanadisch: Maple-Sirup

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Kanada ohne Ahornsirup? Unvorstellbar! Der süße Baumsaft ist eine der beliebtesten ExportWaren - 71 Prozent des Weltangebots kommt aus dem Land, das ein Ahornblatt auf der Fahne trägt. Québec, Ontario, New Brunswick und Nova Scotia sind dabei die größten Produzenten. Der Frühling beginnt in diesen Provinzen traditionell mit dem "Sugaring off": Dann klopfen Einheimische die Bäume an - in Städten wie Montreal und Quebec City, aber vor allem in ländlichen Gegenden wie der Region Laurentides, sprießen Hunderte von "Sugar Festivals" aus dem Boden, bei denen man die neusten Erzeugnisse probieren kann. Und im Herbst zaubern zum Indian Summer die unzähligen Ahornbäume einen knallbunten Schimmer über das Land. Die Ostküste brennt geradezu in den herrlichsten Rot- und Orangetönen.

Cowboy-Abenteuer an der Cariboo Chilcotin Coast

Cariboo Chilcotin Coast
Albert Normandin

Cariboo Chilcotin Coast

Kanadas Indian Summer ist nicht nur besonders farbenprächtig, sondern auch perfekt, um die vielseitige Tierwelt des Landes besser kennenzulernen. Die Herbst-Monate werden nicht umsonst als "Wildlife Season" bezeichnet: Jetzt zeigen sich große Gefährten wie Grizzlies, Braunbären, Karibus oder Adler besonders gern. Die Lachswanderung beginnt, was Bären zum leckeren Snack an die Seen und Flüsse zieht - die Kamera bereithalten! An der Cariboo Chilcotin Coast sind die Konditionen auch für Angler und Fans des Fliegenfischens einmalig.

Die fotogene Landschaft aus Wäldern, Fjorden und weiten Weiden, hinter denen Berge das Panorama bestimmen, erstreckt sich von der Pazifikküste bis zu den Cariboo Mountains. Wer dabei auf der Freedom Road, Hwy. 20, zum Pazifik nach Bella Coola fährt, kann dort nun dank der neuen Fährverbindung auf der "Northern Sea Wolf" direkt nach Port Hardy übersetzen. Am abenteuerlichsten erkundet man die Szenerie der Cariboo Chilcotin Coast aber im Cowboy-Stil bei einer Reittour. Kanadische Rancher wie von der Kayanara Guest Ranch & Resort in Eagle Creek legen die Ausritte dabei oft auf die Zeit kurz vor dem Sonnenuntergang - der lässt den Himmel im Herbst und Frühling dramatisch rot leuchten.

Rau und Charmant: die Gaspé-Halbinsel

Gaspé-Halbinsel
Cléo l'étourdie/ Unsplash

Gaspé-Halbinsel

Bonjour Kanada: Die Gaspé-Halbinsel ist eine der malerischsten Road-Trip-Strecken Kanadas und erinnert an eine Mischung aus Bretagne und Irland. Die Landschaft ist rau und trotzdem herrlich charmant - Wellen prallen gegen die hohe Steilküste, pittoreske Leuchttürme heben sich vom dunklen Blau der See ab. Und das Wetter ist auch in den Monaten vor und nach der vollen Sommersaison mild genug, um sich gemütlich in bunten Adirondack Chairs auszuruhen und die Szenerie aufzusaugen. Ein Highlight ist das Dorf Percé mit Blick auf den Percé-Felsen, einer dramatischen Felsformation, die aus dem Golf von St. Lawrence herausragt. Frühling- und Herbst-Farben tauchen die Postkarten-Motive in ein noch schimmernderes Licht. Und: Hummer, Austern und Fischfang sind zu diesen Zeiten besonders lecker und ergiebig.

Haben wir Dich inspiriert? Ob Berge, Seen, Städte oder Meeresufer - von Halifax im Osten, Vancouver im Westen bis hoch nach Yellowknife im Norden, Kanada hat für jeden das richtige Ziel.

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