Bildband "Beautiful World" Remix des Planeten Erde

Ohne lange Erklärtexte zeigt der Fotoband "Beautiful World" einige der schönsten Gegenden der Erde - und setzt sie zueinander in Beziehung, ohne sich um geografische Nähe zu scheren. Und plötzlich passen Antarktis und Angkor oder Dolomiten und Danakil bestens zusammen.

KingWu / Getty Images

Der Zufall hat einen Durchgang in die Mitte des antarktischen Eisbergs gefräst, wie ein gigantischer weißer Torbogen erhebt er sich über das Wasser. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ebenfalls eine Tür zu sehen: ein Tempeleingang in Angkor Wat, von Baumwurzeln umrankt.

Viele tausend Kilometer liegen zwischen den beiden Orten, im (bislang nur auf Englisch erhältlichen) Bildband "Beautiful World" werden sie direkt nebeneinander präsentiert. Sicher keine Motive, die man so noch nie gesehen hat, denn fast alle sind Detailansichten weltbekannter Touristenziele. Dafür sind sie hervorragend fotografiert und entwickeln durch ihre Gegenüberstellung einen besonderen Reiz.

Auch wer ein paar Seiten vorher die Bergzacken der Dolomiten und das Vulkangestein der Danakil-Ebene in Äthiopien nebeneinander sieht, erkennt auf den ersten Blick, wie hier die Felsformen miteinander korrespondieren.

In zehn thematischen Kapiteln mit Titeln wie "Harmonie", "Ewigkeit" oder "Verwandlung" wird die Welt neu geordnet und neu in Beziehung gesetzt, in der Musik würde man von einem Remix sprechen. Die Bilder halten dabei problemlos ein, was der Buchtitel verspricht: Im perfekten Fotolicht betrachtet ist diese Erde doch eine ziemlich ansehnliche Angelegenheit.


Buchtipp:"Beautiful World". Lonely Planet Publications; 224 Seiten; 27,95 Euro

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