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Abenteuer in Afrika Light: Namibias beste Campingplätze

Foto: Claus Hecking

Camping in Namibia Löwen-Watching in der Loge

Klippklapp, fertig ist das Zelt auf dem Autodach. Beim Campen im Etosha-Nationalpark in Namibia kommt man den Löwen ganz nahe - auch ohne Safaripreise.

Kaum ist die Sonne hinter dem Horizont verschwunden, geht die Show los am Wasserloch von Olifantsrus. Zwei Spitzmaulnashörner, ein Kalb und seine Mutter, kommen aus dem Busch hervor. Misstrauisch lugen sie nach links und rechts, minutenlang. Als sie keine Feinde erspähen, trotten sie schließlich gemächlich zur Wasserstelle. Während das Junge trinkt, beäugt die Mutter die umliegende Savanne des Etosha-Nationalparks. Dann erstarrt sie: Vier Löwinnen sind aus der Dunkelheit aufgetaucht.

Bis auf etwa 50 Meter haben sich die Raubkatzen an die Nashörner angeschlichen; im matten Flutlicht lecken sie ihre Lippen. Die Nashornmutter macht ihren massigen Körper extrabreit, gibt ihrem Jungen Deckung, richtet ihr Horn auf die Löwinnen. Dann schnaubt sie drei-, viermal, macht zwei schnelle Schritte nach vorne, als würde sie gleich angreifen. Die Löwinnen verschwinden, wenig später ziehen auch die Nashörner ab.

Jetzt ist es ganz still am Wasserloch, nur das Atmen der Menschen im Ausguck ist zu hören. Vom Firmament leuchten Hunderte, Tausende Sterne auf uns herab: Perseus, Cassiopeia, Skorpion und wie sie alle heißen. Sogar den Andromedanebel kann man erahnen, denn kein künstliches Licht verschmutzt hier den Nachthimmel. Die nächste Kleinstadt ist mehr als 100 Kilometer entfernt von Olifantrus, dem einzigen Campingplatz im Westen von Namibias Etosha-Nationalpark.

In unseren Dachzelten hören wir nachts die Hyänen jaulen. Angst haben wir keine: Ein Zaun trennt unser Camp von der Wildnis.

Die Campingplätze unserer Reise durch Namibia sehen Sie hier - mit den besten Tipps für Anreise und Vorbereitung:

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Abenteuer in Afrika Light: Namibias beste Campingplätze

Foto: Claus Hecking

Afrikas Natur ganz nahe kommen und sich sicher fühlen - diese Kombination lockt viele Reisende nach Namibia. Jahr für Jahr vermeldet die Tourismusbehörde Besucherrekorde - doch immer wieder fühlt man sich wie der einzige Mensch weit und breit, wenn man durch den dünn besiedelten Wüstenstaat tourt.

Namibia ist Afrika Light. Es bietet Sonne, Safaris, skurrile Landschaften in Hülle und Fülle. Zugleich ist das Malariarisiko gering, die Infrastruktur erstaunlich gut, das Leitungswasser trinkbar, die Kriminalitätsrate eher niedrig. Kinder lieben es, die wilden Tiere zu beobachten und in den Felsen herumzutollen.

Hier finden Sie die Campingplätze unserer Reise:

Und: Wen es nach Weizenbier, Bratwurst, Schwarzwälder Kirschtorte oder deutschsprachigen Radiosendern gelüstet, der wird im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika fündig - manchmal sogar auf einer entlegenen Farm im Nirgendwo. Denn viele große Farmen gehören "Südwestern": den Nachfahren von Deutschen, die zu Kaisers Zeiten in die damalige Kolonie einwanderten. Viele Südwester sprechen fließend Deutsch - was auch nerven kann. Es ist nicht jedermanns Sache, mit dem Gastgeber seiner Lodge über Angela Merkels Flüchtlingspolitik zu diskutieren.

So entdecken Sie Namibia

Dass Namibia noch immer ein Geheimtipp ist, liegt am eiskalten Benguela-Strom, der einen Badeurlaub unmöglich macht. Und den überzogenen Übernachtungspreisen vieler Lodges und Hotels. Ein Doppelzimmer in einer 08/15-Unterkunft kann schnell mal 200 Euro pro Nacht kosten.

Der Ausweg heißt Camping: auf dem Autodach. Weil Wohnmobile die zahlreichen Schotterstraßen nicht lange überdauern würden, bieten viele Autovermieter Allrad-Fahrzeuge mit Dachzelten an.

Diese Konstruktionen lassen sich binnen weniger Minuten aufbauen, wenn nicht gerade ein Reißverschluss klemmt. Sie sind erstaunlich bequem und stabil, bieten pro Zelt Platz für zwei sowie Schutz vor Wind, den seltenen Regenfällen und Getier.

Und: einen Logenplatz zum allnächtlichen Bewundern des Sternenhimmels.