Curaçao Aug in Aug mit dem Hai

Farbenfrohe Korallenriffe, Unterwassergrotten und schillernde Fische: Auf Curaçao erleben Taucher das blaue Wunder der Karibik. Aber auch zu Lande bieten einsame Strände, schwimmende Märkte und das Weltkulturerbe exotische Impressionen für hungrige Augen.


Willemstad/Curaçao - Der Passatwind bläst sanft über den feinen Sandstrand. Die Palmen wiegen sich im Wind. Vor den Augen das einladende klare Wasser der Karibik.

Inselparadies Curaçao: Europäisches Ambiente unter karibischer Sonne
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Inselparadies Curaçao: Europäisches Ambiente unter karibischer Sonne

Der immerwährende Sommer lockt vor allem in den Wintermonaten viele Europäer auf die Kleinen Niederländischen Antillen. Curaçao, größte der drei so genannten ABC-Inseln, verspricht karibisches Flair jenseits des gefürchteten Hurricangürtels. Die Insel mit ihren über 38 Badebuchten und mehr als hundert Tauchgebieten bietet Sonnenhungrigen und Wassersportlern, aber auch Kultur- und Naturfans reichlich Abwechslung.

Doch es sind vor allem die Taucher, die auf Curaçao auf ihre Kosten kommen. Unterwassergrotten, wunderschöne Pilzkorallenriffe, schillernde Begegnungen mit Schildkröten, Barracudas, Seepferdchen und Haien und etliche Schiffwracks ziehen die Taucher fast magisch in die Tiefe. Entlang der Südküste hin zum Westpunt haben sich Tauchschulen niedergelassen, die auch Anfänger in die Unterwasserfaszination einführen.

Unterwassergrotten, Pilzkorallenriffe, schillernde Fische: Die bezaubernde Unterwasserwelt der Karibikinsel Curacao zieht Taucher magisch in die Tiefe  Dinah Veeris zeigt Besuchern ihre Insel: Auf einem Kräuterpfad erzählt sie über die heilende Kraft der Blätter und Blüten Ein Taucher erlebt ein blaues Wunder: Umgeben von einem Fischschwarm entdeckt er die Schätze der Karibik

Impressionen der Karibikinsel
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Ein besonderes Ereignis für alle Meeresfans ist Anfang Oktober das "coral spawning". Taucher, Meeresbiologen und Unterwasserfotografen tummeln sich bei nächtlichen Tauchgängen unter Wasser, um das einmal im Jahr stattfindende Laichen der Korallen zu erleben. Setzen die Korallen die befruchteten Eier frei, findet man sich - je nach Größe der Korallen - in einem einzigartigen Unterwasserschneesturm wieder.

Das "Curaçao Sea Aquarium" ist einer der Orte, an denen die Taucher entlang des bunten Hausriffs das "coral spawning" beobachten können. "Zeig den Leuten, was sich im Riff tummelt", ist die Devise des Hauses. Und so setzt man hier seit 20 Jahren auf Interaktion, wie Sales Manager Mark de Hoo erklärt. In einem Becken beispielsweise dürfen Taucher und Schnorchler Haie und seltene Schildkröten füttern, und wer mag, kann mit Seelöwen im offenen Meer tauchen.

Robinsongefühle für einen Tag

Ein Stück des Paradieses scheint unmittelbar auf Klein Curaçao zu liegen. Türkisfarbenes, glasklares Wasser, feiner weißer Sandstrand so weit das Auge reicht. Die unbewohnte Koralleninsel rund 30 Kilometer östlich von Curaçao wird von "Miss Ann Boattrips" für Tagestouren angefahren. Robinsongefühle für einen Tag.

Auf Taucher wartet hier einer der unberührtesten Tauchplätze der Region. Wunderbare Korallenriffe, eine große Fischartenvielfalt und Schildkröten begeistern nicht nur Taucher, auch Schnorchler erleben hier die faszinierende Unterwasserwelt zum Greifen nah.

Quirlig geht es hingegen in Willemstad zu, Inselhauptstadt und einzige Stadt auf Curaçao. Eine mächtige Schwenkbrücke verbindet die Stadtteile Punda und Otrabanda miteinander. 750 Häuser, Steine und Plätze zählen in Otrobanda seit 1997 zum Weltkulturerbe der Unesco.

Europäisches Ambiente unter karibischer Sonne

Noch ist dieses prämierte Viertel im Umbruch. Bagger stehen an Straßenecken, Schuttberge und Bautrupps zeugen davon, dass man in Willemstad bemüht ist, den Häusern ihr einst glanzvolles Aussehen wiederzugeben. Europäisches Ambiente unter karibischer Sonne. Die Häuser im Kolonialstil sind wie bunte Zuckerwürfel über das Viertel verteilt. Gelb, rot, blau, grün - die Bauten schimmern in allen Schattierungen der Farbpalette.

Unterwegs im Einkaufsviertel Punda, sollte man sich eine Pause im "Old Market", dem einstigen überdachten Fischmarkt der Stadt, nicht entgehen lassen. Die langen dunklen Holzbänke sind zur Mittagszeit im Nu belegt. Auf kleinen Papptafeln stehen die Tagesgerichte, die frisch zubereitet werden - Kochbananen, Huhn, Fisch und Reis mit Bohnen. Erfrischendes Zitronenwasser (Ava Lamunchi) steht in Sekundenschnelle auf dem Tisch.

Nur wenige Meter entfernt liegt der "Floating Market". Mit ihren Booten kommen Venezueler tagein tagaus auf die rund 70 Kilometer entfernte Insel, um Obst, Fisch und Gemüse direkt von den Planken aus zu verkaufen. Unter bunten Tuchbaldachinen reiht sich Stand an Stand entlang der Hafenkante. Hier pulsiert das lokale Leben. Wer auf der Suche nach dem Ursprünglichen auf Curaçao ist, der sollte sich dieses Einkaufserlebnis nicht entgehen lassen.

Von Corinna Laubach, ddp



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