Fotostrecke

Bildband "The Dubai": Wüstenemirat mit Widersprüchen

Foto: Tor Seidel

Dubais Gegensätze im Foto Prunk, Protz und Staub

Für manche ist Dubai die aufregendste Metropole der Welt, für andere ein seelenloses Retortengebilde. Fotograf Tor Seidel präsentiert die Stadt in all ihren Widersprüchen.

Dubai - Das Wahrzeichen der Wüstenmetropole lässt sich hängen. Die Palme auf der Baustelle vor Dubais Skyline kann ihre Wedel nicht mehr halten. Sie hat offenbar kapituliert: vor der Hitze oder vor der Moderne, die in den vergangenen 25 Jahren aus der einstigen Oase eine der dynamischsten Städte der Welt gemacht hat.

Vor fünf Jahren sah es kurzzeitig so aus, als sei das Wüstenwunder zu Ende. Damals erfasste die globale Finanzkrise das heillos überschuldete Emirat; Dubai stand am Rande des Bankrotts. Dann aber rettete es der Nachbar Abu Dhabi mit Notkrediten. Nun boomt Dubai wieder, werden waghalsige Immobilienprojekte für die Vermögenden gestartet, Zehntausende Gastarbeiter aus Südasien eingeflogen. Doch einige Bauruinen des vergangenen Crashs sind noch immer da, und auch die Gegensätze zwischen Arm und Reich sind extrem.

Dubais Kontraste und Widersprüche zu zeigen, hat sich Tor Seidel  zur Aufgabe gemacht. Der deutsche Fotograf, der seit mehreren Jahren in Berlin und dem Emirat lebt, ist monatelang immer wieder auf Entdeckungstour durch die Wüstenstadt gegangen. Seine besten Bilder präsentiert er in dem Bildband "The Dubai", der im November erscheint.


Tor Seidel: "The Dubai".  Hatje Cantz Verlag; 160 Seiten; 60 Euro (erscheint im November)

Der Autor auf Twitter:

hec
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.