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Leben in Dubai: Expats im Luxus

Foto: Clare Napper

Vintage-Plakatserie "Dubai Highlife" Armut nervt

Die Plakate wirken wie aus den Dreißigerjahren - und stellen doch das heutige Leben westlicher Ausländer in den Emiraten dar. Die Britin Clare Napper macht sich mit ihrer Serie "Highlife Dubai" lustig über Luxus und Expats.

Man hat's nicht leicht in Dubai: Golfen bei sommerlichen Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius - da droht der Hitzschlag. Helfen können ganztägige Ausflüge in die benachbarten Emirate - selbstverständlich mit dem Cabrio und einer Kiste Heineken. So lässt es sich ganz gut leben.

Ganz ernst meint die aus London stammende Grafikdesignerin Clare Napper ihre Reihe "Highlife Dubai" wohl nicht. Die Plakate im Vintage-Stil erzählen von den luxuriösen Alltagsgewohnheiten der Europäer in Dubai und erinnern stark an Werbe- und Tourismusposter aus den Zwanziger- und Dreißigerjahren. So wie der französische Plakatkünstler Roger Broders sie einst schuf.

Die Britin Napper kommt aus der Werbebranche. Früher arbeitete sie für Saatchi & Saatchi, eine große international tätige Werbeagentur. Seit acht Jahren lebt sie nun in Dubai, der Hauptstadt des gleichnamigen Emirats auf der arabischen Halbinsel.

Sie weiß also, wie es sich als Expat, als Auswanderin, lebt - und was dieses Leben im Emirat so besonders macht: "Dubai bietet einen Lebensstil, der wohl zu den besten der Welt gehört. Als Designer geht es mir darum, etwas Kreatives zu schaffen, während ich es mir hier gut gehen lasse", erzählt sie dem Lifestyle-Magazin "Büro 24/7" .

Napper scheint keine Scheu zu haben, sich auch über sich selbst lustig zu machen. Ihre Vintage-Plakate erzählen ironisch gemeinte Geschichten aus dem Alltag in Dubai-Stadt - vom Essen bis zum Freizeitvergnügen. Sie sind eine Art bunter Sozialkommentar über die Expat-Gesellschaft am persischen Golf, ihrer Wahlheimat.

Clare Napper thematisiert unter anderem auch, wie sich die Europäer auf günstige Haushaltshilfen und Kindermädchen aus der Region verlassen - bis ihre eigenen Kinder sie nicht mehr wiedererkennen.

Hier finden Sie die Bilder.

cpo
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