Auswertung von Luftverkehrsdaten Mehr deutsche Flugpassagiere - trotz "Fridays for Future"

Flugscham? Offenbar nicht bei den Deutschen: Einem Medienbericht zufolge soll die Zahl der Flugpassagiere im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar weiter gestiegen sein.

Sich schämen fürs Fliegen? Die Deutschen haben da offenbar keine großen Bedenken
Federico Gambarini/ DPA

Sich schämen fürs Fliegen? Die Deutschen haben da offenbar keine großen Bedenken


Trotz der Klimaschutzdebatte ist die Zahl der Flugpassagiere in Deutschland weiter gestiegen. Das gehe aus einer Sonderauswertung der Luftverkehrsdaten des Statistischen Bundesamtes hervor, berichtete die "Rheinische Post". Demnach gab es im deutschen Luftverkehr seit August 2018 monatlich steigende Passagierzahlen gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat.

In den zwölf Monaten von August 2018 bis Juli 2019 seien von Deutschland aus rund 125,1 Millionen Flugpassagiere gestartet, hieß es in dem Bericht. In den zwölf Monaten von August 2017 bis Juli 2018 seien es dagegen 119,4 Millionen gewesen. Im April 2019 sei der Anstieg den Daten zufolge besonders stark gewesen: In dem Monat starteten rund 10,7 Millionen Flugpassagiere in Deutschland. Ein Jahr zuvor waren es dagegen 9,8 Millionen.

Gretas Erbe - oder eben nicht

Die Klimaproteste hatten im August 2018 begonnen: Im Alter von damals 15 Jahren hatte sich Greta Thunberg in Stockholm mit einem Protestschild vor das schwedische Parlament gesetzt, um die Politik zu mehr Klimaschutz aufzufordern (Lesen Sie hier ein Interview mit Greta Thunberg). Daraus entwickelte sich die internationale Klimabewegung "Fridays for Future". In diesem Kontext kursierte mit Blick auf den CO2-Ausstoß beim Fliegen auch die Wortschöpfung "Flugscham".

Die Bundesregierung will als Teil ihres Klimaschutzprogramms Fliegen teurer machen und Bahnfahren im Gegenzug billiger. Die Steuer auf Flugtickets soll erhöht werden - je nach Strecke um rund 3 bis 17 Euro pro Ticket, wie aus einem vergangene Woche bekannt gewordenen Entwurf des Finanzministeriums hervorgeht.

kry/dpa



insgesamt 128 Beiträge
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pepe-b 09.10.2019
1. Irgendwie
feiere ich diese Heuchelei.
mckberlin 09.10.2019
2. Warum auch
20€ fliegern oder 20€ auto fahren 0der 200€ für die bahn warum sollte jemand bahnfahren
kh.frey 09.10.2019
3. Schade
dass es keine Zahlen gibt wer genau fliegt. Mich würde interessieren wieviel dabei sind von den Grünen Wählern, Politikern und Medienschaffenden.
tamna 09.10.2019
4. Jeden Monat die gleiche Nachricht:
Es gibt keine "Flugscham"...nirgendwo.
Legalantos 09.10.2019
5. Nirgendwo sinken die Passagierzahlen
"Jetzt erst recht" und "Jetzt noch ein letztes Mal" sind die Turbolader mit denen jeglichen Ansinnen der vermeintlichen Klimaretter an der menschlichen Natur zerschellt: Nicht in meinem Hinterhof und Solls doch jemand anders tun, Liste liegt bei...Die Freiheit zu fressen, zu verfeuern und zu raffen will sich niemand kampflos nehmen lassen, und deshalb wird es hier auch bald eine neue RAF geben, die noch mehr Autos anzündet, dabei noch mehr das Klima schädiget, aber funny: Damit ihre eigene Untergangs- Propheizeihung noch schneller wahr macht. Fand ich echt lustig, das ich Extinction Rebellion spontan für irgendeinen neuen Film hielt...aber mit Full Spectrum Live Performance
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