Foto: Stefan Forster/ teNeues

Grönland, Island, Norwegen Es werde Licht im hohen Norden

Zu Fuß, im Kajak oder auf dem Segelboot jagt der Fotograf Stefan Forster in den unberührten Landschaften des Nordens dem Licht hinterher. Jetzt zeigt er die Ausbeute von mehr als 80 Expeditionen.
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Der Norden ist Stefan Forsters große Leidenschaft: Rund 80 Expeditionen hat der Schweizer Fotograf , Jahrgang 1986, in den vergangenen Jahren nach Island, Grönland, Norwegen und auf die Färöer Inseln unternommen. Er wanderte Hunderte Kilometer durch das Hochland Islands - hier im Bild -, paddelte mit dem Kajak entlang der Westküste Grönlands, segelte durch den Scoresbysund von Ostgrönland und stand an den steilsten Klippen der Färöer Inseln. "Einzigartige Bilder entstehen zu 95 Prozent durch gute Vorbereitung und nur zu fünf Prozent durch Glück", schreibt Forster in seinem Fotobuch "Inseln des Nordens" .

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Der grönländische Name Kangertittivaq des Fjords Scoresbysund klingt niedlich, dabei ist er ein Riese. Allein das Hauptbecken des größten Fjords der Erde erstreckt sich über 110 Kilometer weit ins Landesinnere. So abenteuerlich Forsters Expeditionen in abgelegene Regionen auch sind, ihm ist wichtig: "Die wahre Heldin aller im Buch gezeigten Bilder ist die Natur und nicht der Fotograf. Meine Aufgabe ist es lediglich, den Betrachtern zu zeigen, wie wunderschön unser Planet ist und was es zu schützen gilt."

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Eine Aufgabe, die viel Mühe bedeutet: Bevor Forster zu einem Sonnenaufgang oder -untergang in eine bestimmte Gegend aufbricht, besucht er den Ort vorab, erkundet Vordergründe und Bildausschnitte. "Diese markiere ich dann in einem topografischen GPS, damit ich am nächsten Morgen auch im Dunklen dorthin finde. Wann die Sonne aufgeht, wo die ersten Strahlen den Boden erreichen werden und welche Flächen wie lange im Schatten liegen, ist heute mit zahlreichen Apps auf dem Smartphone sekundengenau zu berechnen", erklärt Forster. Dutzende Male war er am Vestrahorn im Südosten Islands, um eine einmalige Lichtstimmung zu erwischen.

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So gern Forster der Natur den Vortritt lässt, manchmal erregt er selbst Aufsehen: Dieser junge Polarfuchs wollte sich seinen Fotografen bei Ilulissat, Grönland, etwas näher ansehen - und biss ihm aus Neugierde in die Sonnenblende der Kamera.

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Tausende Seen liegen im Hochland Islands: Frühaufsteher wie Forster belohnen sie mit ihrem Leuchten kurz nach Sonnenaufgang im Sommer um 3 Uhr. Von bildverändernden Techniken lässt Forster bei seiner Arbeit die Finger: "Die Welt verwöhnt uns bereits mit unrealistisch wirkenden Farben und Lichtstimmungen. Sie nachträglich noch zu verstärken, ist ethisch nicht korrekt für mich." 

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"Kaum eine Landschaft hat mich so fasziniert wie die surreal wirkenden Berge und Küsten von den Lofoten", sagt Forster. Sein Appell an all jene, die so weit in die unberührte Natur vordringen wie er: "Bitte nehmt Rücksicht auf Flora und Fauna. Geht um das Moos herum, statt es zu überqueren. Stellt euer Zelt nicht dort auf, wo es am fotogensten aussieht, sondern dort, wo es am wenigsten zerstört. Veröffentlicht die Angabe von Standorten eurer Bilder nicht, denn sonst tragt ihr noch stärker dazu bei, dass die Orte, wo die Natur in ihrer schönsten Form zu erleben ist, irgendwann zugrunde gehen."

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Mitte August in Südgrönland - die Nordlichter haben den Fotografen zu einem zweistündigen Himmelsspektakel geladen.

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Zur richtigen Zeit an einem eindrucksvollen Ort: Sonnenaufgang im grönländischen Scoresbysund.

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Gestatten, Seepferdchen: In einem faltbaren Expeditionskajak kam Forster diesem Exemplar von Eisberg ganz nah. Eine knappe Woche paddelte der Fotograf mit einem Kollegen in Grönlands südlichen Fjorden - und staunte über die Vielfalt der Formen. Die Beute: Tausende Fotos pro Tag.

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Viermal hat Forster die Färöer Inseln besucht und viel Regen und Nebel erlebt. Umso leuchtender die Momente, in denen Sonnenstrahlen sich den Weg durch die Wolken bahnen.

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Mehr als 600.000 Fotos hat Forster von seinen Expeditionen im Norden mitgebracht. 180 Aufnahmen zeigt er in seinem kürzlich erschienenen Bildband "Inseln des Nordens" (teNeues , 264 Seiten, 39,90 Euro).

Erhältlich bei Amazon  und Thalia 

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