Unterwasser-Militärmuseum in Jordanien Helikopter auf Tauchgang

Ein Kampfhubschrauber, ein Krankenwagen und einige Panzer - das ist Jordaniens neues Militärmuseum auf dem Grund des Roten Meers. Taucher sollen ihr Vergnügen damit haben. Und Korallen.

Aqaba Special Economic Zone Authority/REUTERS

Vor zwei Jahren schon ging ein ausgedientes Flugzeug der Royal Jordanian Air Force auf Tauchgang im Roten Meer. Am Dienstag versenkten die Behörden von Akaba 19 weitere Gefährte der jordanischen Armee vor ihrer Küste - darunter Panzer, Krankenwagen, ein Militärkran, ein Truppentransporter, eine Flak und ein Helikopter.

Unterwassertouristen hätten künftig die Gelegenheit, das neue Militärmuseum unter Wasser zu erkunden, berichtet die "Jordan Times". Acht der versenkten Objekte liegen nun in einer Tiefe von 15 bis 20 Metern, der Rest in 20 bis 28 Meter Tiefe. So hätten sowohl Schnorchler und Glasbodenbootpassagiere als auch Taucher ihren Spaß an den in einer taktischen Formation arrangierten Relikten. Den Meerestieren soll es als künstliches Riff dienen.

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Jordanien: Panzer am Meeresgrund

Die Behörde der Freihandelszone Akaba (ASEZA) hat zuvor alle umweltgefährdenden Materialien und Substanzen aus den Fahrzeugen entfernt. Das Museum unter der Meeresoberfläche soll Tauchern eine Alternative zu natürlichen Riffen im Roten Meer bieten und diese so schützen. Weitere Objekte könnten noch hinzukommen, gab die ASEZA der Zeitung zufolge bekannt.

Erst Mitte Juni wurde in der türkischen Ägäis ein Airbus A330 versenkt. Auch das 65 Meter lange Flugzeug vor Ibrice in der Provinz Edirne soll als künstliches Riff Fische wie Taucher anlocken. Schon 2010 entstand in der Saros-Bucht das weltweit erste unterwassergeschichtliche Museum. Auf dem Meeresboden wurden dafür Statuen und Denkmäler platziert, die an die Soldaten des Gallipoli-Feldzugs erinnern sollen.

abl



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