Los Angeles in Sichtweite: Ab dem 8. November sind USA-Reisen für Deutsche wieder möglich – zumindest für Geimpfte
Los Angeles in Sichtweite: Ab dem 8. November sind USA-Reisen für Deutsche wieder möglich – zumindest für Geimpfte
Foto: DutcherAerials / Getty Images

Öffnung der Grenzen für Geimpfte Was USA-Reisende jetzt wissen müssen

Urlaube in Miami, Los Angeles oder New York werden wieder möglich: Nach knapp 20 Monaten heben die USA ihr Einreiseverbot auf – zumindest für Geimpfte. Gibt es Ausnahmen, braucht es Tests? Der Überblick.

Pandemiebedingt war es für die meisten Europäerinnen und Europäer mehr als eineinhalb Jahre lang nicht möglich, in die USA zu fliegen. Die im März 2020 erlassenen Reisebeschränkungen hinderten sie daran. Am Montag nun öffnen die Vereinigten Staaten von Amerika ihre Grenzen wieder für geimpfte Besucher – so wie vom Weißen Haus Ende September beschlossen. Ein Überblick über die dann geltenden Regeln:

Wer darf in die USA einreisen?

Erwachsene, die in die USA fliegen wollen, müssen vollständig gegen das Coronavirus geimpft sein und das vor dem Abflug nachweisen. Vorgezeigt werden muss am Flughafen außerdem ein höchstens drei Tage alter negativer Corona-Test. Flugpassagiere müssen außerdem ihre Kontaktdaten hinterlassen.

Wer gilt als vollständig geimpft und welche Impfstoffe sind zugelassen?

Als vollständig geimpft gilt jemand zwei Wochen nach Erhalt seiner zweiten Impfdosis oder – im Fall des Vakzins von Johnson & Johnson – zwei Wochen nach der ersten und einzigen Dosis. Die USA akzeptieren alle Impfstoffe, die von der US-Arzneimittelbehörde FDA oder von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt sind.

Das umfasst unter anderem die in Deutschland eingesetzten Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna, Johnson & Johnson und AstraZeneca. Anerkannt werden auch die chinesischen Impfstoffe Sinopharm und Sinovac, nicht aber der russische Impfstoff Sputnik V. Auch Kombi-Impfungen mit zwei verschiedenen Vakzinen sind zulässig. Auffrischungsimpfungen werden nicht verlangt.

Nachgewiesen werden kann eine Impfung unter anderem mit dem Impfausweis oder digital. Weitergehende Informationen gibt es auf den Internetseiten der Fluggesellschaften und der US-Gesundheitsbehörde CDC.

Für wen gibt es Ausnahmen von der Impfpflicht?

Kinder und Jugendliche sind von der Impfpflicht ausgenommen. Ein Nachweis wird erst ab einem Alter von 18 Jahren verlangt. Ausnahmen gibt es außerdem für Menschen, die sich wegen einer Allergie nicht impfen lassen können. US-Bürger oder Menschen mit einer dauerhaften US-Aufenthaltsgenehmigung – einer sogenannten Greencard – brauchen grundsätzlich keinen Impfnachweis, dafür aber einen höchstens einen Tag alten negativen Corona-Test, wenn sie nicht geimpft sind.

Was ist bei Corona-Tests zu beachten?

Zulässig sind PCR-Tests, aber auch Antigen-Schnelltests mit einer schriftlichen Bestätigung. Sie dürfen bis zu drei Tage alt sein. Bei einem Abflug am Freitag darf der Test also frühestens von Dienstag sein. Die Uhrzeit spielt dabei keine Rolle. Keinen negativen Test vorzeigen müssen Reisende, die nachweisen können, dass sie in den letzten drei Monaten an Covid-19 erkrankt und wieder genesen sind.

Welche Testpflicht gilt für Kinder und Jugendliche?

Die Testpflicht gilt ab einem Alter von zwei Jahren. Ungeimpfte Minderjährige brauchen – wie ungeimpfte US-Bürger – einen höchstens einen Tag alten Corona-Test. Fliegen Kinder und Jugendliche mit ihren vollständig geimpften Eltern oder anderen vollständig geimpften Begleitern, kann auch bei ihnen der Test bis zu drei Tage alt sein.

Seit wann galten die Einreiseverbote?

Der damalige US-Präsident Donald Trump verhängte im Januar 2020 angesichts der Corona-Pandemie ein Einreiseverbot für China, wo das neuartige Coronavirus zuerst aufgetaucht war. Als sich das Epizentrum der Pandemie nach Europa verschob, erließ Trump im März 2020 Einreisesperren für den Schengenraum, Großbritannien und Irland. Sogenannte Travel Bans wurden zu verschiedenen Zeitpunkten auch gegen die stark von der Pandemie betroffenen Länder Indien, Iran, Brasilien und Südafrika verhängt.

Trump kündigte zwar in seinen letzten Amtstagen im Januar an, er werde die Einreiseverbote für Europäer und Brasilianer aufheben. Sein Nachfolger Joe Biden hielt aber im Kampf gegen die Pandemie an den Sperren fest. In den folgenden Monaten sorgte das insbesondere in der Europäischen Union für zunehmendes Unverständnis und Frustration – zumal die EU ihre Einreisesperren für US-Bürger im Juni aufhob.

Im September kündigte das Weiße Haus schließlich an, geimpfte Reisende dürften ab »Anfang November« wieder in die USA einreisen. Mitte Oktober wurde dann der 8. November als konkretes Datum genannt.

jus/AFP
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