Fotostrecke

Reiseziele: Die Top Ten des Lonely-Planet-Verlags

Foto: imago

Top-500-Liste der Sehenswürdigkeiten Alles Angkor oder Wat?

Lasst den Streit beginnen: Der Lonely-Planet-Verlag hat eine Liste der 500 sehenswürdigsten Sehenswürdigkeiten der Erde erstellt. Deutschland tritt erstmals auf Platz 63 in Erscheinung.

Wer "Die 500 besten Orte des Planeten" auf einem Buchcover ankündigt und diese auch noch in eine Rangliste packt, muss mit Gegenwind rechnen. Schließlich ist es unmöglich, objektive Kriterien für solch ein Unterfangen zu finden, da hilft weder Mathematik noch eine Abstimmung - denn eigentlich dürfte ja nur abstimmen, wer alle 500 gesehen hat.

Aber Bestenlisten liegen im Trend, als Beleg dafür muss man nur mal bei Google "Ten best places", "100 best trips" oder "ten best destinations" eingeben, um eine große Trefferliste zu erhalten. Und dass jeder Vielreisende seine eigene Meinung dazu hat, macht ja auch gerade den Reiz aus: So reagiert ein Großteil der Leser wie ein Besucher im Fußballstadion, der immer besser weiß, wie man den letzten Spielzug hätte spielen müssen.

"Lasst den Streit beginnen", verkündet dementsprechend auch der Lonely-Planet-Verlag, in dem das Buch "Ultimate Travelist" erschienen ist. Der ließ zunächst seine Reisebuchautoren darüber abstimmen, zusätzlich wurden aber auch Lesermeinungen mit berücksichtigt.

Überraschung auf Platz 20

Das Ergebnis ist auf den Spitzenplätzen erwartungsgemäß eine Ansammlung von Orten, die ständig als Titelbilder der entsprechenden Reiseführer herhalten: die Angkor-Tempel in Kambodscha auf eins, Australiens Great Barrier Reef auf zwei, Machu Picchu in Peru auf drei (Klicken Sie sich oben durch die Fotostrecke, um die komplette Top Ten zu sehen!).

Auffällig ist allerdings eine gewisse Down-Under-Lastigkeit, die aufmerksame Leser von "Lonely Planet"-Reisetippsammlungen schon häufiger feststellen konnten: Gleich dreimal ist unter den ersten 20 das Herkunftsland des Verlags vertreten, so oft wie keine andere Nation: auf Rang 12 mit den Zwölf Aposteln und auf 20 mit dem Museum of Old and New Art, das sich in Tasmanien befindet.

Das Museum wurde erst 2011 eröffnet und beherbergt die Kollektion eines privaten Sammlers mit provokanten Werken von Künstlern wie Damien Hirst und Sidney Nolan. Dass es hier nun auf eine Ebene gestellt wird mit den Galápagos-Inseln oder Santorini, ist wohl die größte Überraschung des Rankings. Zum Vergleich: Die Tate Modern in London schafft es nur auf Rang 52, das British Museum immerhin auf 15.

Nur sieben deutsche Bauwerke oder Orte haben es in die Liste geschafft, am höchsten platziert ist die Berliner Mauer auf Rang 63. Die weiteren Ränge finden Sie hier:

Fotostrecke

Lonely-Planet-Liste: Deutsche Attraktionen im Ranking

Foto: A3946 Alina Novopashina/ dpa
sto
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.