Sensationelles Souvenir Tourist findet kanariengelben Diamanten

Im US-Bundesstaat Arkansas herrscht Diamantenfieber: Ein Hobby-Schürfer fand ein riesiges Juwel im Erdreich eines Freizeitparks. Obwohl der Amerikaner nur sechs Dollar Eintritt zahlte, darf er den 5,47 Karat schweren Klunker behalten – und der könnte bis zu 48.000 Euro wert sein.

Murfreesboro/USA – Der Diamanten-Park von Murfreesboro im US-Staat Arkansas versetzt Juwelenfreunde in Verzückung: In der weltweit einzigen Diamantenmine für Hobby-Schürfer bekommen Besucher nicht nur öfters interessante Exemplare der wertvollen Minerale zu Gesicht – sie dürfen sogar jedes Fundstück behalten, sei es noch so wertvoll.

Bob Wehle aus Wisconsin hatte in dieser Woche mehr Glück als die meisten Diamantengräber: Er sah einen kanariengelber Edelstein mit einem Gewicht von 5,47 Karat im Staub liegen. Es war der zweitgrößte Fund dieses Jahres im weltweit einzigen öffentlichen Naturpark, den Besucher seit 75 Jahren nach Diamanten durchkämmen.

Bob Wehle hatte den Stein schon eine Woche zuvor gefunden, brachte seinen Rekordfund aber erst am letzten Tag seines Urlaubs zur Parkaufsicht. "Auf den ersten Blick sah der Stein aus wie ein Zitronenbonbon", sagte Gutachter Tom Stolarz, der jeden Diamanten in Murfreesboro untersucht und zertifiziert. Am häufigsten werden dort weiße, braune und gelbe Edelsteine zutage befördert.

Der "Crater of Diamonds State Park" ist ein 0,15 Quadratkilometer großes Gelände mit angeschlossenem Campingplatz, auf dem in den zwanziger und dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts industriell Edelsteine abgebaut wurden. Heute dürfen Besucher für einen Eintrittspreis von sechs Dollar dem Diamantenfieber frönen und die Oberfläche des vulkanischen Erdreichs nach teuren Klunkern absuchen – besonders nach starken Regenfällen eine recht lukrative Freizeitbeschäftigung.

Bereits 75.000 Diamanten gefunden

Andere Urlauber graben in der Erde und waschen die wertvollen Juwelen in Goldgräber-Manier heraus. Erfahrene Dauergäste im Park machen sich gar an den Abraumgruben auf dem Gelände zu schaffen und sortieren die kleinen Diamanten aus den Kieselsteinen heraus. Die Ertragsrate klingt viel versprechend: Jeden Tag würden zwei Steine gefunden, schreibt der Freizeitpark auf seiner Webseite.

Erst im September hatte ein Ehepaar aus Texas die bislang größte private Beute gemacht: Auf einem eintägigen Familienausflug hatten Donald und Brenda Roden einen kaffeebraunen Diamant von 6,35 Karat vom Boden gesammelt, teilte die Parkverwaltung mit. Auch der größte Diamant, der jemals in den USA gefunden wurde, stammt aus in Arkansas: Der weiße Diamant "Uncle Sam" wog 40.23 Karat und wurde 1924 in der Industrie-Mine gefördert. Insgesamt wurden auf dem Gelände bereits mehr als 75.000 Diamanten gefunden, davon 13 mit einem Gewicht zwischen sechs und acht Karat.

Bob Wehle hat sich noch nicht entschieden, ob er seinen jüngsten Fund verkaufen möchte, dem er den Namen "Sunshine Diamond" geben will. Diese Entdeckung sei schließlich ein Ereignis gewesen, an das er sich sein Leben lang erinnern möchte. Dabei könnte ihm allerdings auch der Gegenwert des Juwels helfen: Ein Beamter erklärte jedoch, Wehles Fund entspreche einem unlängst in New York geschätzten Diamanten aus dem Nationalpark. Dessen Wert sei mit 15.000 bis 60.000 Dollar angegeben worden (12.000 bis 48.000 Euro).

cpa/AP

Mehr lesen über

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.