Luca Locatelli aus Italien nennt seine Fotos »Future Studies«
Luca Locatelli aus Italien nennt seine Fotos »Future Studies«
Foto: Luca Locatelli, Italy, Shortlist, Professional competition, Portfolio, Sony World Photography Awards 2022

Sony World Photography Awards Haus mit Wurzeln

Mit Tauchern in den Höhlen von Yucatán, mit Fliegern über Lettlands Eislandschaft – beim Sony-Fotowettbewerb werden die weltbesten Bilder prämiert. Wir zeigen sie.
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Die Frauen der Insel Spetses: Mit diesem Foto ist der griechische Fotograf George Tatakis bei den Sony World Photography Awards  unter den Finalisten. Für die »Professional Competition« wurden mehr als 156.000 Fotos eingereicht – ein Rekord. Tatakis hat für seine Reihe »Caryatis« Frauen in Trachten aus verschiedenen Epochen der Geschichte Griechenlands porträtiert. Selbst die Körper- und Handhaltungen sind typisch für die Region, aus der die Tracht stammt.

Foto: George Tatakis, Greece, Finalist, Professional competition, Portraiture, Sony World Photography Awards 2022
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»Rote Betten«: Jonas Daley hat den roten Sandstein in Tibet in einer Serie festgehalten und ist damit auf der Shortlist der Kategorie »Landschaft« gelandet. Alle Fotografen und Fotografinnen, die in die Vorauswahl gelangt sind, präsentieren Reihen zu einem Thema – wir zeigen die besten Fotos. Der erste Preis für den oder die »Photographer of the Year« wird am 12. April bekannt gegeben.

Foto: Jonas Daley, China Mainland, Shortlist, Professional competition, Landscape, Sony World Photography Awards 2022
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Baumliebe: Der Brite Gareth Iwan Jones begann mit seinem Projekt während des Corona-Lockdowns in seiner Heimat Wiltshire. »Ich begann, auf jedem Feld und jedem Hügel nach ästhetisch interessanten Baumlandschaften zu suchen. Während viele Menschen während der Abriegelungen die Freuden eines Spaziergangs in der Natur entdeckten, gab es nach Sonnenuntergang nur noch mich, die Bäume und die Dunkelheit – eine Erfahrung, die mich zunächst erschreckte, die ich aber mit der Zeit zu genießen begann.« Jones beleuchtete die Bäume mit Drohnen, um einen unwirklichen Eindruck zu erzeugen.

Foto: Gareth Iwan Jones, United Kingdom, Finalist, Professional competition, Landscape, Sony World Photography Awards 2022
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Haus mit Wurzeln: Luca Locatelli aus Italien nennt seine Fotos »Future Studies«: »Eine fortlaufende Forschungsarbeit, die sich über mehr als zehn Jahre erstreckt und den Betrachter dazu anregen soll, sich an der kritischen Debatte über unser prekäres Gleichgewicht auf der Erde zu beteiligen und hoffentlich dazu beizutragen, die Hoffnung auf die Zukunft der Menschheit wiederherzustellen«.

Foto: Luca Locatelli, Italy, Shortlist, Professional competition, Portfolio, Sony World Photography Awards 2022
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Ringkampf zum Trauerfest: Ricardo Teles war in Brasilien beim Kuarup-Ritual des Volkes der Xingu dabei, mit dem sie die Toten ehren. In diesem Dorf waren vier von fünf zwischen 2020 und 2021 an Covid-19 gestorben. »Der Höhepunkt dieses Festes ist ein Wettkampf in einer Kampfsportart namens Huka-Huka, die dem griechisch-römischen Ringkampf ähnelt und eine Wettkampfsymbolik hat, die die Stärke und Männlichkeit der jungen Männer zeigt«, schreibt der brasilianische Fotograf.

Foto: Ricardo Teles, Brazil, Finalist, Professional competition, Sport, Sony World Photography Awards 2022
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»Gestörte Landschaft«: Manuel Enrique González hat die Umgebung der Minen von Rio Tinto in der spanischen Provinz Huelva fotografiert. Einst gab es hier Kiefernwälder, heute sedimentieren die abgebauten Mineralien »und bilden eine Vielfalt von Strukturen. In manchen Situationen ähneln sie Bäumen, und in diesen Fällen scheint das Gelände eine Hommage an die Bäume zu sein, die vor der Umwandlung existierten.«

Foto: Manuel Enrique González Carmona, Spain, Shortlist, Professional competition, Landscape, Sony World Photography Awards 2022
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Welt der Cenoten: In das Höhlensystem unter der Yucatán-Halbinsel in Mexiko ist Martin Broen aus den USA eingedrungen. »Eine majestätische Welt, die sich unter unseren Füßen befindet. Sie ist kaum bekannt, weil es schwierig ist, sie zu erreichen und zu fotografieren, da es außerhalb der Eingangsbereiche (Cenoten) kein natürliches Licht gibt«, schreibt er.

Foto:

Martin Broen, USA, Shortlist, Professional competition, Landscape, Sony World Photography Awards 2022

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Auf der Lauer: »Acht Monate lang saß ich fast jede Nacht am Fenster meines Häuschens mitten im Wald, wo wilde Tiere fast wie Nachbarn der Dorfbewohner leben«, schreibt der ungarische Fotograf Milan Radisics zu seiner Fotoreihe. Eine junge Füchsin, die er Roxy nennt, kommt mit der Dunkelheit und zieht eineinhalb Stunden ihre Kreise durch die Straßen. »Ich stellte das Licht im Voraus ein, wie in einem Studio, und wartete darauf, dass die Protagonistin die Szene betrat.«

Foto: Milan Radisics, Hungary, Finalist, Professional competition, Wildlife & Nature, Sony World Photography Awards 2022
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The Nemo's Garden: Giacomo d'Orlando hat sich zu einem Unterwassergewächshaus 40 Kilometer vor der ligurischen Küste aufgemacht. Die Elemente liegen in einer Tiefe zwischen sechs und zwölf Metern, damit die Pflanzen genügend Licht bekommen. »Dieses völlig autarke Projekt erforscht ein alternatives Anbausystem, das in Gebieten eingesetzt werden könnte, in denen Umweltbedingungen oder geomorphologische Gegebenheiten das Wachstum von Pflanzen nahezu unmöglich machen.«

Foto: Giacomo d'Orlando, Italy, Finalist, Professional competition, Environment, Sony World Photography Awards 2022
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Doppel-Fluke: Auch Graeme Purdy aus Großbritannien hat sich unter Wasser begeben für sein Projekt »Ozeane und Meere – die letzte Grenze«. Obwohl zwei Drittel der Erde von Meeren und Ozeanen bedeckt sind, wüssten wir so wenig über diese Welt, schreibt er. Ihre Schönheit zu zeigen, »ist der erste Schritt zu einer Verbindung mit der dort lebenden Tierwelt. Es gibt eine Fülle von Problemen, die die Meere und Ozeane bedrohen, aber zuerst müssen wir mehr verstehen: uns verbinden und dann handeln.«

Foto: Graeme Purdy, United Kingdom, Shortlist, Professional competition, Wildlife & Nature, Sony World Photography Awards 2022
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Wildbeute: Nkani Mbou Mboudin kehrt mit einer Antilope nach Hause zurück, die er soeben auf der Jagd in den Wäldern um sein Dorf erlegt hat. Der Südafrikaner Brent Stirton war für seine Fotoreihe in Gabun unterwegs. Das Land verfüge »über eine nachhaltige ›Buschfleisch‹-Kultur, was vor allem auf die geringe Bevölkerungszahl und die großen geschützten Lebensräume zurückzuführen ist«.

Foto: Brent Stirton, South Africa, Finalist, Professional competition, Portraiture, Sony World Photography Awards 2022
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Kopfputz mit Fuchs: Areshina Nadezhda ist mit ihren Aufnahmen den Altgläubigen im russischen Altai-Gebirge näher gekommen. Sie sind im 17. Jahrhundert nach der Reform der russisch-orthodoxen Kirche geflohen. Bei ihren Begegnungen mit den Bewohnern »habe ich die Geisteshaltung derer übernommen, die ursprünglich vor der Verfolgung geflohen waren und in der Schönheit und Fülle der Natur ihren Himmel auf Erden gefunden hatten. Spiritualität und eine tiefe Verbundenheit mit der Natur wurden für sie Zuflucht und zur Grundlage für ein einfaches, aufrichtiges Leben«, schreibt die russische Fotografin.

Foto: Areshina Nadezhda, Russian Federation, Shortlist, Professional competition, Portraiture, Sony World Photography Awards 2022
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»Dorf«: Mit dem deutschen Wort beschreibt Kroate Domagoj Burilović seinen Wettbewerbsbeitrag, mit dem er zu den Finalisten zählt. Im 19. Jahrhundert sei die kroatische Region Slawonien von Menschen aus allen Nationen der österreichisch-ungarischen Monarchie bewohnt gewesen. Inzwischen hätten viele die Region in Richtung Deutschland verlassen, die Dörfer sterben aus, die historischen Häuser verfallen. »Diese Fotografien sind eine Fotomontage von Häusern und der Natur dort. Die Ausbeutung der Natur war der Grund für die Entstehung dieser Häuser – jetzt zerstört genau diese Natur sie.«

Foto: Domagoj Burilović, Croatia, Finalist, Professional competition, Architecture & Design, Sony World Photography Awards 2022
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Schönheit der Blumen: »Als Mensch genieße ich die Wunder der Entdeckung und des ständigen Fortschritts, die uns als Spezies ausmachen, aber ich bin auch traurig, dass wir die Wunder, die uns so nahe sind, übersehen«, schreibt die Rumänin Oana Bakovic zu ihrer Serie. Ihre Fotos hat sie mit einer Kombination aus Umgebungslicht und Blitzlicht aufgenommen, manchmal mit ND-Filtern.

Foto: Oana Baković / Oana Baković, Romania, Finalist, Professional competition, Wildlife & Nature, Sony World Photography Awards 2022
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Wunder der Erde: Lorenzo Poli aus Italien hat seine Serie »Life On Earth« fotografiert. »Sowohl die Wissenschaft als auch die Religionen können das unglaubliche Wunder des Lebens nicht erklären, das im Laufe der Jahrtausende der Evolution unfruchtbares Land in einen lebendigen Planeten verwandelt hat«, schreibt er.

Anm.d. Red.: Wir haben die Bildunterschrift geändert. Der Fotograf hat zu diesem Bild einer Serie keine Erklärung gegeben.

Foto: Lorenzo Poli, Italy, Finalist, Professional competition, Landscape, Sony World Photography Awards 2022
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Eiskunst: Mihails Ignats ist für seine Reihe »Hidden Dimension« mit einem Ultraleichtflugzeug in die Luft gegangen und hat seine Heimat Lettland aus einer Höhe von 300 bis 400 Metern fotografiert. »Die Linien und Formen, von der Natur und vom Menschen geschaffene Strukturen, teilen mir etwas in einer grafischen Sprache mit. Ich versuche, diese Sprache zu lernen und diese verborgenen Geschichten zu entdecken.«

Foto: Mihails Ignats / Mihails Ignats, Latvia, Shortlist, Professional competition, Landscape, Sony World Photography Awards 2022
abl