Camping Die schönsten Bulli-Stellplätze in Spaniens Nordwesten

Leuchttürme, einsame Buchten, hohe Klippen: An Spaniens wilder Nordwestküste gibt es einzigartige Orte für Camper. Dies sind die schönsten.

Oliver Lück

Von Oliver Lück


Spaniens Nordwesten ist rau und einsam - und hat die schönsten Strände des Landes zu bieten. Wer im Wohnmobil unterwegs ist, kann in Galicien und in Asturien versteckte Fischerdörfer, Leuchttürme und Buchten entdecken. Wir stellen die besten Stellplatztipps für Wohnmobile an der Küste vor.

Péton con Negro
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Péton con Negro

Péton con Negro: Die kleine Felsformation an der galicischen Südwestküste westlich von Pontevedra ist der markanteste Punkt in dieser Landschaft, die geprägt ist von winzigen Buchten und geschützt gelegenen Stränden. Hier sieht es aus wie in den schwedischen Schären, man kann problemlos baden. Der nächste Ort ist das Feriendorf San Vicente do Grove, rund drei Kilometer entfernt. Der Sandparkplatz direkt am Hundestrand ist ideal für die Nacht im Wohnmobil.

(Koordinaten: 42.463812 N, -8.940850 E)

Praia dos Muiños
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Praia dos Muiños

Praia dos Muiños: Diese versteckte Bucht nördlich des Dorfes Os Muíños hat man in der Nacht ganz für sich. An den kleinen Strand hinunter führt ein Holzsteg. Zuvor kann man im nur zehn Autominuten entfernt gelegenen Muxía in der Verkaufshalle der Fischerei-Genossenschaft den Fang des Tages bestaunen und einkaufen. Hier gibt es alles: auch die hervorragenden, aber nicht ganz billigen percebes, Entenmuscheln, die Delikatesse der Costa da Morte.

(Koordinaten: 43.088363 N, -9.192222 E)

Punta Nariga
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Punta Nariga

Punta Nariga: Wer seine Nacht mal auf einer abgelegenen und von Wind und Wellen umtosten Felsklippe verbringen will, sollte zum Leuchtturm Nariga rausfahren. Hier steht weit und breit kein Haus, jede Übernachtung wird zu einem kleinen Abenteuer. Stürme und Meer haben die Granitfelsen in Skulpturen verwandelt, mit ein bisschen Fantasie lassen sich Hexen und Fabelwesen erkennen. Von dem Turm, der auf einem schiffsförmigen Fundament steht und 1995 vom galicischen Architekten César Portela gebaut wurde, hat man einen grandiosen Blick über die Küste und den Atlantik.

(Koordinaten: 43.320538 N, -8.910256 E)

Praia de Santa Comba: Die Hafenstadt Ferrol mit ihren 70.000 Einwohnern liegt keine zehn Kilometer entfernt. Hier draußen am Kap Prior, oberhalb des Praia de Santa Comba, merkt man davon nichts. In Fußweite steht auf einer Halbinsel eine kleine Kirche, die unerreichbar scheint. Doch regelmäßig klettern die Menschen der Küste über die scharfkantigen und glitschigen Felsen und treffen sich dort zu Gottesdiensten.

(Koordinaten: 43.557815 N, -8.282994 E)

Cabo Ortegal
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Cabo Ortegal

Cabo Ortegal: Wer die schmale Straße von Cariño vier Kilometer nach Norden fährt, findet einen der vielleicht spektakulärsten Plätze der galicischen Küste. Hier stößt die Biskaya auf den Atlantischen Ozean. Auf dem kleinen, mittlerweile gepflasterten Parkplatz etwas oberhalb des Leuchtturms darf man problemlos eine Nacht stehen. Die Felswand fällt hundert Meter steil ab, die Fischerboote, die vorbeiziehen, sind winzig und fast nicht zu erkennen. Auch ein interessanter Platz für Vogelbeobachter!

(Koordinaten: 43.770088 N, -7.869406 E)

Praia da Concha
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Praia da Concha

Praia da Concha: Der weiße Sandstrand zieht sich in der weiten Bucht bis hin zu dem kleinen Fischerdorf O Porto de Bares, wo es auch kleinere Restaurants gibt. Nur an besonders heißen Tagen wird es hier voll. Die Parkmöglichkeit am Strand ist zugleich ein guter Schlafplatz. Oder man fährt zweieinhalb Kilometer weiter zum Leuchtturm, dem nördlichsten Punkt des spanischen Festlandes. Dort werden die Nächte allerdings etwas windiger.

(Koordinaten: 43.770688 N, -7.677087 E)

Camping Los Cantiles
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Camping Los Cantiles

Camping Los Cantiles: Seit 1960 gibt es diesen kleinen, 70 Meter über dem Meer auf einer Klippe gelegenen Campingplatz, der von einer deutsch-holländischen Familie betrieben wird. Verpassen sollte man ihn auf einer Asturias-Reise auf keinen Fall. Eine Nacht für zwei Personen und Wohnmobil kostet 18 Euro. Den grandiosen Ausblick gibt es gratis dazu. Das überschaubare Hafenstädtchen Luarca mit seiner Altstadt, dem Fischereihafen und seinen 6000 Einwohnern liegt unmittelbar vor der Tür.

(Koordinaten: 43.549512 N, -6.523829 E)

Picos de Europa
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Picos de Europa

Picos de Europa: Im Herzen dieses großartigen Nationalparks liegt der kleine, terrassierte Naturcampingplatz El Redondo (20 Euro pro Nacht für Wohnmobil und zwei Personen). Ideal als Ausgangspunkt für Wanderungen in das bis zu 2648 Meter hohe Gebirge, das teils in Asturien, in Kantabrien und in Kastilien-León liegt und nur eineinhalb Stunden von der Küste entfernt. Eine Seilbahn führt von Fuente Dé in nur drei Minuten hinauf auf fast 2000 Meter.

(Koordinaten: 43.140957 N, -4.811653 E)



insgesamt 27 Beiträge
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tomkausa 02.08.2016
1. Camping Bellavista in Santander
16 Jahre sind wir in meiner Jugendzeit immer zum Camp Bellavista in Santander gefahren und verbrachten dort jeweils sechs Wochen am Stück. Spektakulärer geht es nicht. Zur Zeit der Christenverfolgung wurden die Verurteilten dort am Leuchtturm die Steilküste herunter gestürzt. In der Bucht zu schwimmen war grandios und am Casino der Strand wunderschön. Auch San Sebastian hat KLASSE! Schade, daß die hier vergessen wurden. Die reichen Spanier fahren dort immer IM Sommer hin. Nur das Populace zieht es nach Barcelona und weiter südlich.
iwes69 02.08.2016
2.
Es müsste heißen "die schönsten Wohnmobil -Stellplätze in Spaniens Nordwesten". Denn nicht jedes Wohnmobil ist zwangsläufig ein (VW)-Bulli, nicht wahr?
Oloid 02.08.2016
3. Spanien & hohe Strafen
Kein Wort davon das Übernachten an Spaniens Stränden im Wohnmobil mittlerweile über 300,-€ Strafe kostet und auch kontrolliert wird? Oder waren es sogar 600? Ich hab es vergessen weil wir seit Jahren deswegen nicht mehr hinfahren
Kamillo 02.08.2016
4.
Man muss beim Vergleich garnicht das weit entfernte Schweden heranziehen, zumal es dorthin weniger Gemeinsamkeiten gibt, als gerade mal eine "Ecke" nordöstlich von Gallizien. Diese Fotos erwecken bei mir den Eindruck, dass es dort aussieht wie in der Bretagne in wärmerem Wetter, wenn man vom Baustil der Häuser absieht. Kein Wunder, dass sich in Gallicien (der Name sagt doch schon alles!) die Gallier (Kelten, Bretonen) so wohl fühlten! Fazit: Da muss ich mal hin. Aber nicht mit Bulli, sondern Ferienhaus.
ulli7 02.08.2016
5. Spaniens schöne Nordwestküste ist im August total überlaufen
Die Küste im Nordwesten Spaniens "Rias altas" und "Rias bajas" ist wunderschön. Das wissen auch die Spanier. Als Deutscher sollte man diese Gegend nicht im August aufsuchen, wenn man nicht enttäuscht werden will.
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