SPIEGEL-ONLINE-Podcast Hopfen und Malz, Allah erhalt's

Es gibt keinen Alkohol in der arabischen Welt? Papperlapapp. Wahid Akasche braut seit 1985 in Damaskus ein schmackhaftes Bier. Wer ihn besucht, wird nach Strich und Faden abgefüllt. SPIEGEL ONLINE hat es sich angetan. Und ganz nebenbei einen syrischen Geheimplan aufgedeckt.

Von Florian Harms


Pulsierende Städte und abgelegene Landschaften, ungewöhnliche Begegnungen und skurrile Erlebnisse - SPIEGEL-ONLINE-Autoren erzählen von spannenden Orten rund um den Globus: anhören, auf den MP3-Player herunterladen, in den Urlaub mitnehmen.

In dieser Folge berichtet Florian Harms über nichts Geringeres als das köstlichste syrische Bier der Welt. Abgefüllt wird diese irgendwie zugleich ober- unter- und mittelgärige Spezialität in einer Brauerei in Damaskus.

Deren Chef heißt Wahid Akasche und ist ein wahrer Gerstensaftgenießer. Mit dem islamischen Alkoholverbot hat er kein Problem: "Wer will, der trinkt. Wem es sein Glaube verbietet, der enthält sich eben." So einfach ist das nämlich.

Florian Harms / Lutz Jäkel: "Kulinarisches Arabien". Chr. Brandstätter Verlag

Florian Harms / Lutz Jäkel: "Kulinarisches Arabien". Chr. Brandstätter Verlag

Das Beste aber: Während des Besuchs in seiner Brauerei hat uns Herr Akasche einen ausgeklügelten Plan verraten, wie Syrien seine Schwierigkeiten mit den USA begraben könnte.

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insgesamt 596 Beiträge
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Olaf 01.12.2006
1.
Meine letzte Reise in die USA (jedenfalls mit dem Flugzeug)ist schon ein bisschen länger her. Wird die gelbe Linie bei der Einreise am Flughafen immer noch so leidenschaftlich von der Immigration verteidigt? Ansonsten sind meine Erfahrungen mit den Amerikanern privat durchaus positiv. Die meisten Leute waren freundlich und hilfsbereit.
Dominik Menakker, 01.12.2006
2.
---Zitat von sysop--- Die USA sind eines der beliebtesten Reiseziele, trotz der erschwerten Einreisebedingungen. ---Zitatende--- Ich finde es bedenklich ein Forumsthema schon mit einer falschen Feststellung zu eröffnen. Es gibt zwar heute die Abnahme von Fingerabdrücken und ein Foto bei der Einreise, aber durch die Vorabübermittlung von Daten ist die Einreise eher leichter und die Passkontrolle eher schneller als früher. Ich kann mich noch an Zeiten ( 1995 ) erinnern, wo ich 2 Stunden an der Immigration stand. Mittlerweile ist es selbst auf Megaflughäfen wie Miami, New York oder Los Angeles selten mehr als 30 Minuten. Ich bin im Schnitt 4 mal pro Jahr drüben.
Nämbercher, 01.12.2006
3. Normal bleiben
Wenn man sich normal gibt, wird man auch normal behandelt. Ich hatte bei vielen Reisen keinerlei Probleme - mit Niemandem!! Was mich allerdings betroffen gemacht hat waren die Bilder von Biloxi und New Orleans nach dem Hurricane, 6 Monate nach meinem Besuch. Meine Urlaubsbilder und die Fernsehbilder sind wie ein "Vorher-Nachher" und treiben einem die Tränen in die Augen. Ansonsten sind die Amis einfach liebenswert meschugge ;-))
Arne Lund, 02.12.2006
4.
---Zitat von sysop--- Was haben Sie im US-Urlaub erlebt? ---Zitatende--- Durchweg freundliche, liebenswerte Menschen, die wie überall auf der Welt Spaß haben und ihr Leben leben wollen und nur in den seltensten Fällen unsere Klischees erfüllen (man muss nur lange genug suchen, dann findet man welche, aber eigentlich ist es unsinnig, so zu denken). Ein Erlebnis hat mich nachhaltig berührt: eines Abends haben wir bei einem Motel mitten im Niemandsland ein Zimmer gemietet. Das Motel gehörte einem Italiener, der vor vielen Jahren in die USA mit seiner Frau ausgewandert ist. Ganz selbstverständlich erzählte er uns in wenigen Minuten seine Lebensgeschichte und vom Krebstod seiner Frau. Er hat mich auf gewissen Weise fasziniert, denn er wirkte so verloren und so fern seiner Heimat und doch gleichzeitig "angekommen". Irgendwo zwischen den Welten zu Hause. Ich denke, dass viele Amerikaner nicht so recht wissen, wo ihre Wurzeln liegen. In Amerika oder in Europa? Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, wie ich mich als Amerikaner fühlen würde. Irgendetwas würde mir wohl fehlen, das ich nicht genau beschreiben kann.
Subcommandante Insurgente, 02.12.2006
5.
Höfliche, hilfsbereite Menschen und atemberaubende Landschaften einerseits. Andererseits werden einem gängige "Vorurteile" bestätigt: 100 Obdachlose an einem Mittag (das ist kein Scherz, so gesehen in S F, alle um die 30 und weiß), Busfahrer, die explizit um Trinkgeld bitten, weil dieses zu einem großen Teil ihren Lohn ausmacht, inkompetente Dienstleister, Omas, die drei (!!) Berufen nachgehen müssen, um sich über Wasser zu halten, dumpfe Kriegspropaganda im Fernsehen (CNN brachte den amerikanischen "Krieg gegen Terror" allen Ernstes mit der Tragödie in Beslan in Zusammenhang!)... Heute würde ich auf eine Reise in die USA verzichten, der wunderbaren Landschaft, Flora und Fauna zum Trotze, aber unter den gegebenen Umständen (restriktive Fluggesetze!!) wäre ein Flug in die USA absolut nicht auszuhalten...
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