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Tunesien: Die Heimat von Luke Skywalker

Foto: Mark Dermul

"Star Wars"-Kulisse in Tunesien Heimat von Skywalker retten du musst!

Die Macht war mit ihnen: Fans haben in Tunesien eine der legendären Filmkulissen aus "Krieg der Sterne" vor dem Verfall bewahrt. Die Gruppe hatte für ihr Vorhaben Geld im Internet gesammelt. Sie fanden jede Menge Unterstützung - es ging schließlich um die Heimat von Luke Skywalker.
Von Denis Krick

Zwei Jahre hat es gedauert, aber nun ist die Welt im Star-Wars-Universum wieder in Ordnung und die Galaxis im Gleichgewicht. Die dunkle Seite der Macht hat eine bittere Niederlage eingesteckt. Einer der letzten verbliebenen Kulissen aus dem Film "Krieg der Sterne" blieb der Untergang erspart: Ein kleiner Kuppelbau namens Lars Homestead ist die Heimat von Jedi-Ritter Luke Skywalker, und wurde von Fans der Weltraumsaga in Eigenarbeit komplett saniert - mitten in der tunesischen Wüste.

2010 hatte der Belgier Mark Dermul eine Gruppe von Star-Wars-Enthusiasten dorthin geführt. Regisseur George Lucas hatte in dem nordafrikanischen Land einst viele Szenen gedreht, die auf dem Wüstenplaneten Tatooine spielen.

Als die Gruppe damals ihr Ziel erreichte, waren die Teilnehmer entsetzt. Lars Homestead befand sich in einem grauenhaften Zustand. Das Gebäude sah fast so aus, als hätte das böse Imperium erneut seine Sturmtruppen auf die Suche nach zwei Droiden vorbei geschickt und alles niedergebrannt. Das kleine Gebäude drohte, komplett zu verfallen. Noch am selben Abend beschlossen die Reisenden, eines Tages nach Tunesien zurückzukehren und die "Wasserfarm" von Onkel Owen und Tante Beru, den Adoptiveltern Luke Skywalkers, wieder instandzusetzen.

Zwei Jahre dauerte es, bis die Gruppe ihr Versprechen einlösen konnte. Dermul und seine Freunde hatten zuvor innerhalb von zehn Monaten an die 12.000 US-Dollar für die Rettungsaktion im Internet unter dem Motto "Save Lars" gesammelt.  Aufgrund der Revolution in Tunesien verzögerte sich allerdings das Projekt. Erst am 25. Mai startete ein Trupp von sechs Mann zu Lars Homestead, um den Glanz alter Drehtage wiederherzustellen - pünktlich zum 35. Geburtstag des ersten Films der "Star Wars"-Reihe.

Genau eine Woche benötigten Dermuls Team und einheimische Handwerker für die Restaurationsarbeiten an der ehemaligen Kulisse. Dabei machten den Rettern insbesondere die heiße Wüstensonne und ein Magendarm-Virus zu schaffen. Die Aufgabe war keine leichte: Insgesamt zersägten die sechs Fans 300 Holzstämme und verbrauchten 40 Kilogramm weiße Farbe, jede Menge Zement und reichlich Gips für die Sanierung des kleinen Iglus.

Star-Wars-Touristen in Tunesien können sich nun wieder einige Zeit am einwandfreien Zustand von Lars Homestead erfreuen. Zumindest bis das kleine Iglu erneut dem Wüstenwind und der Sonne Tribut zollen muss - oder Darth Vader zum zweiten Mal seine Schergen zum Zerstören vorbeischickt.

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