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Flughafen Tampa: Tiger am Tank

Foto: Tampa International Airport

Flughafenabenteuer eines Stofftiers Fotobuch mit Tiger

Der kleine Owen war verzweifelt, als er Stofftiger Hobbes am Flughafen von Tampa verlor. Doch für das Kuscheltier begann ein echtes Abenteuer. Ein Manager zeigte ihm Tower, Turbinen und Terminals.

Es zählt zu den Schreckensszenarien aller Eltern: Das Kind verliert auf einer Reise sein heiß geliebtes Plüschtier - und glaubt, es nie wieder zu sehen. Als Owen, 6, auf dem Tampa International Airport in Florida gen Houston abhob, blieb sein Stofftiger zurück. Hobbes ist sein Name, wie das zum Leben erwachte Spielzeug im Comic "Calvin und Hobbes" von Bill Watterson.

Aber dass das eigene Kuscheltier auch mal solch aufregende Abenteuer erleben darf wie die berühmte Comicfigur, das hätte Owen wohl nicht gedacht. Nachdem seine Mutter am Tampa Airport angerufen und Hobbes als vermisst gemeldet hatte, begann für den Stofftiger eine verdammt gute Zeit. Denn Flughafenmanager Tony D'Aiuto nahm ihn mit auf eine Reise zu den spannendsten Orten zwischen Landebahn und Tower.

Hobbes traf Feuerwehrmänner, die Leute von der Gepäckabfertigung und durfte sich auf dem Rollfeld eine Maschine aus der Nähe ansehen. Er lernte, dass es im Terminal einen Fitnessraum gibt, stemmte dort ein paar Gewichte und schmachtete später am Eisstand vor den vielen bunten Sorten wie Apple Pie, Pekannuss und Blutorange.

Rollfeld, Gepäckwagen, Hotellobby

All diese Augenblicke hielt Tony D'Aiuto in seiner Mittagspause mit einer Kamera fest. Der Flughafenmanager fotografierte den Stofftiger im Arm von Mitarbeitern, auf einem Gepäckwagen und in einer Hotellobby. Später ließ er die Bilder als Fotobuch ausdrucken - und machte dem kleinen Owen damit eine große Freude. Als dieser aus Houston zurück kam, wartete sein Tiger bereits am Fundbüro auf ihn.

Amanda Lake, die Mutter des Jungen, brach beim Wiedersehen in Tränen aus. "Wir haben Owen immer wieder erzählt, dass Hobbes sicher in guten Händen ist und ein großes Abenteuer erlebt", sagt sie. "Es ist toll, dass wir ihm nun nach unserer Ankunft sogar zeigen können, was er erlebt hat."

Die Geschichte von Hobbes erinnert ein wenig an den reisenden Gartenzwerg aus dem Film "Die fabelhafte Welt der Amélie", der unzählige Menschen in den vergangenen Jahren dazu inspiriert hat, Kuscheltiere auf Weltreise zu fotografieren. D'Aiuto hatte vor einigen Monaten eine Fotoserie von einem einsamen Plüschlöwen im Museum gesehen. Als er den Tiger im Fundbüro des Flughafens entdeckte, zögerte er nicht lange und kopierte die Idee. "Es war die perfekte Gelegenheit", sagt er.

jus/abl
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