Top Ten Armenien Kleinod im Kaukasus

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3. Teil: Eriwan - Hauptstadt im Wandel


Laut, europäisch, lebendig: Die geschäftige Hauptstadt Armeniens scheint den ländlichen Gegenden um mindestens 50 Jahre voraus zu sein. In der Innenstadt zeugen Baustellen, die komplette Straßenzüge umfassen, vom wirtschaftlichen Aufschwung oder zumindest vom Reichtum einiger im Ausland lebender Armenier. Denn häufig sind es Millionäre aus der Diaspora, die sich Denkmäler setzen mit Bauten wie der "Cascade" - einer gigantischen Betontreppe, die zu einer Siegessäule hoch über der Stadt führt. Nachts trifft sich hier die Jugend auf ein Kilikia-Bier auf den Stufen.

Im Sommer wird der von säulenreichen Prachtbauten aus dem 19. Jahrhundert gesäumte National Square zum Laufsteg für elegante Designer-Schuhmode. Denn ein gepflegtes Äußeres – die Männer meist im schwarzen Anzug und mit ordentlichem Seitenscheitel, die Frauen in modernster Markenmode – ist in Eriwan Pflicht. Vielleicht will man sich damit auch einfach von der Landbevölkerung abgrenzen, die häufig noch im selbstgestrickten Zwirn unterwegs ist.



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