Riffhaie und Seevögel vor Moorea: Die US-Amerikanerin Renee Capozzola wurde als Gesamtsiegerin »Underwater Photographer of the Year«.
Riffhaie und Seevögel vor Moorea: Die US-Amerikanerin Renee Capozzola wurde als Gesamtsiegerin »Underwater Photographer of the Year«.
Foto: Renee Capozzola / UPY2021

»Underwater Photographer of the Year« Abtauchen in eine magische Welt

Weg von Corona, rein ins Meer: »Eine dringend benötigte Flucht in die Unterwasserwelt« nannte einer der Juroren den Wettbewerb der tauchenden Fotografen. Eine Auswahl der schönsten Bilder.
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Quallen-Festival: In Palau ging Oleg Gaponyuk aus Russland im Jellyfish Lake auf Motivjagd. Dies ist eins der Gewinnerfotos, die beim internationalen Wettbewerb »Underwater Photographer of the Year«  eingereicht wurden. In diesem Jahr waren es 4500 Bilder von Fotografen aus 68 Ländern. Hier zeigen wir eine Auswahl der schönsten Beiträge.

Foto: Oleg Gaponyuk / UPY2021
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Haiballett vor Moorea: Bei Sonnenuntergang in Französisch-Polynesien ging Renee Capozzola tauchen, nach vielen Versuchen gelang ihr das Foto der Riffhaie und Seevögel. Damit wurde die US-Amerikanerin Gesamtsiegerin des seit 1965 veranstalteten Wettbewerbs. »Dies ist ein Bild der Hoffnung, ein Blick darauf, wie der Ozean sein kann, wenn wir ihm eine Chance geben«, kommentierte der Juror Alex Mustard. Capozzola ist die erste Frau, die den Titel »Underwater Photographer of the Year« errungen hat.

Foto: Renee Capozzola / UPY2021
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»Goldene Stunde an der ›Georgios‹«: Das ursprünglich aus England stammende Frachtschiff sei 1978 nachts auf einem flachen Korallenriff gestrandet und anschließend abgebrannt, schreibt Gewinnerin Capozzola. Einige Einheimische würden das Wrack vor Akaba in Jordanien als die »Saudi Titanic« bezeichnen. »Die kantige Natur der Wracksilhouette kontrastiert mit den Kurven des bunten Korallenriffs«, sagt Juror Mustard, »ein Split-Level-Bild, das nicht nur technisch perfekt ist, sondern wirklich eine Geschichte durch beide Bildhälften erzählt.«

Foto: Renee Capozzola / UPY2021
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Panzer am Meeresgrund: Zum Sonnenuntergang ging auch Grant Thomas vor Akaba ins Rote Meer. Dort liegt ein riesiges Arsenal an militärischer Hardware, die für Taucher versenkt wurde. Der Brite und sein Team beleuchteten das Kettenfahrzeug und einen Taucher von hinten. »Juror im diesjährigen Wettbewerbs zu sein, war ein Vergnügen«, schreibt Mustard, »eine dringend benötigte Flucht in die Unterwasserwelt, und ich hoffe, jeder genießt es, in diese fabelhaften Bilder einzutauchen.«

Foto: Grant Thomas / UPY2021
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»Während du schläfst«, nennt Mark Kirkland sein Foto, das er Anfang März 2020 in der Nähe seines Hauses in Glasgow aufnahm. »Dieser kleine schlammige Teich ist ein überraschender Zufluchtsort für Wildtiere, eingequetscht zwischen einer Wohnsiedlung, einem Supermarkt und einer Fabrik. Aber für ein paar Nächte im Jahr, während die Stadt schläft, wird er von Fröschen belebt. Dieses Bild war der Höhepunkt von 25 Stunden in vier Winternächten, in denen ich in der Dunkelheit still dalag und von Schlamm bedeckt war. War es gut investierte Zeit? Auf jeden Fall!«, kommentiert Kirkland. Mit dem Foto wurde er zum »Britischen Unterwasserfotografen des Jahres 2021« gekürt.

Foto: Mark Kirkland / UPY2021
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»Die große Wanderung« nennt Mark Kirkland diese Aufnahme, die ihm ebenfalls in Schottland gelang. Der Riesenhai, der zweitgrößte Fisch der Erde, filtert mit geöffnetem Maul vor der Isle of Coll der Inneren Hebriden Plankton aus dem Wasser. Dafür ziehen die bis zu zehn Meter langen Haie die Westküste Großbritanniens hinauf. Für das Foto benötigte der Brite zwei Jahre Planung und Versuche.

Foto: Mark Kirkland / UPY2021
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Höhlentraining: Für das Foto tauchte SJ Alice Bennett in die Cenote Mayan Blue bei Tulum auf Yucátan. Die mexikanische Halbinsel ist durchlöchert von solchen Karsthöhlen, ihre Zahl wird auf mehr als 6000 geschätzt.

Foto: SJ Alice Bennett / UPY2021
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Zauber der Cenoten: Auch Martin Broen tauchte in Mexiko ab – sein Ziel war die Cenote Monkey Dust auf Yucatán. Das Panoramafoto setzt sich aus mehreren Aufnahmen zusammen und beeindruckte die Jury: Es sei eine atemberaubende Leistung, »in der Dunkelheit, tief unter der Erde und unter Wasser, dorthin zu gelangen und dann noch ein so anspruchsvolles Foto zu produzieren«.

Foto: Martin Broen / UPY2021
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Highspeed-Jagd: Ebenfalls in Mexiko war der Fotograf Karim Iliya aus den USA unterwegs, allerdings vor der Baja California. Er beobachtete einen Gestreiften Marlin, einen der schnellsten Fische im Meer. »Ich ging nach Mexiko, um diese Fressorgien zu dokumentieren, aber ich hatte nicht mit einer so rasanten Jagd gerechnet, fast zu schnell für mein Gehirn, um sie zu verarbeiten«, schreibt Iliya.

Foto: Karim Iliya / UPY2021
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Kegelrobbe von vorn: Vor den Farne-Inseln im britischen Northumberland begegnete Kirsty Andrews diesem schüchternen Säugetier. Im Hintergrund durchflutet Licht den Seetang.

Foto: Kirsty Andrews / UPY2021
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Und du so?, scheint der Blick der Rotfeuerfisch-Larve zu fragen. Steven Kovacs nahm sie vor Palm Beach in Florida auf. »Im Atlantischen Ozean sind Rotfeuerfische eine invasive Spezies, und leider ist das Auffinden der pelagischen Larven ein allzu häufiges Vorkommnis während dieser Tauchgänge. Dieses Exemplar zeigte eine schönere Färbung als sonst«, schreibt der US-Fotograf.

Foto: Steven Kovacs / UPY2021
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Kleiner Taucher, großes Schiff: Der Deutsche Tobias Friedrich gewann mit dem Foto »Bowlander« nahe Nassau auf den Bahamas in der Kategorie Wracks. »Dieses Wrack war völlig neu für mich und eine große Überraschung, als wir abtauchten, da der Bug fast vollständig über einem sandigen Überhang hängt«, schreibt Friedrich.

Foto: Tobias Friedrich / UPY2021
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Hallo Höckerschwan! Die Aufnahme gelang dem Briten Ian Wade im St. Georges Park von Bristol ganz ohne Tauchausrüstung. Er befestigte an seiner GoPro ein Gewicht, verband sie mit seinem Handy und warf sie in den See. »Als die GoPro auf dem Wasser aufschlug, war das Interesse der Schwäne geweckt, und sie schwammen herüber.«

Foto: Ian Wade / UPY2021
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Kein Wrack: In einer geschützten Bucht am Loch Carron im Westen Schottlands ist schon seit Jahren dieser schwimmende Ponton verankert. Algen, Seescheiden und Fächerwürmer säumen die Ankerkette, während die Unterseite mit Anemonen und Schwämmen bedeckt ist. Dan Bolt nahm das Motiv während der einzigen Sonnenstrahlen auf einer siebentägigen Reise auf.

Foto: Dan Bolt / UPY2021
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Erwischt! Ein Mollymauk dümpelt in der Feuerbucht von Tasmanien – Danny Lee hat den Über/Unterwasser-Shot der Albatros-Art hinbekommen. »Es ist eine Herausforderung, einen guten Augenkontakt sowie eine gute Fußsymmetrie zu erreichen, da das im Allgemeinen recht scheue Vögel sind«, sagt der Australier.

Foto: Danny Lee - Submerged Images Tasmania / UPY2021
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