Fotobuch über US-Nationalparks Amerikas wilde Seite

Die USA feiern den 100. Geburtstag ihres National Park Service. Ian Shive dokumentiert die wilden, weiten Landschaften der Naturschutzgebiete in einem Bildband.

National Geographic/ Ian Shive

Was hätten Sie denn gerne? Schneebedecktes ewiges Eis, krachende Wellenbrecher am Atlantik oder dichten grünen Regenwald? Kraterähnliche Canyons, goldgelbe Felsbögen oder Mangrovenwälder mit Krokodil? Die USA haben dies alles und noch viel mehr.

Die US-Amerikaner wissen ihre überwältigende Natur auch zu schätzen - und zu feiern. Schon 1872 gründeten sie mit Yellowstone im Bundesstaat Wyoming ihren ersten Nationalpark - zugleich den ersten der Welt. 1916 dann wurde der National Park Service ins Leben gerufen, der die inzwischen 59 Nationalparks der Vereinigten Staaten auf einer Fläche von 210.000 Quadratkilometern hütet, pflegt und promotet. Am 25. August wird die Institution 100 Jahre alt.

Ian Shive hat sein Herz an die Wildnis in dem Land der Neon-Leuchtreklame verloren. Der 38-jährige Fotograf, der in Los Angeles lebt, spezialisierte sich schon vor Jahren auf die geschützten Parks. Er dokumentierte Rettungseinsätze der Bergwacht am Mount McKinley im Denali-Nationalpark in Alaska und tauchte mit Archäologen im Lake Mojave im Glen Canyon in Nevada. Vor allem aber machte er Tausende Aufnahmen, die unberührte Landschaften zeigen - und ab und zu mal einen Bären oder Weißkopfseeadler.

300 seiner Fotos hat er zu einem Kompendium zusammengestellt, das jetzt in deutscher Übersetzung im National-Geographic-Buchverlag erscheint: "Die Nationalparks der USA" ist ein Bilderbuch mit wenig Text, manchmal so farbig, dass es fast schon kitschig wirkt, manchmal fast meditativ Ton in Ton. Meist in der Totalen, die Fernweh und Reisefieber weckt, und etwas zu selten im Detail.

Sein Ziel sei, "das veraltete Image der Parks zu entstauben", schreibt Shive auf seiner Webseite, "und zu zeigen, dass es sie immer noch gibt, dass sie erhaltenswert sind und nur darauf warten, entdeckt zu werden." Zwar sind ihm die Nationalparks an manchen Orten schon zu überlaufen. Die Frustration aber sei sofort vergessen, wenn er das kollektive Raunen von hundert Menschen höre "beim Anblick der über dem Zabriskie Point aufgehenden Sonne, die das Death Valley in ihr goldenes Licht taucht".

Nur in der Natur, schreibt Shive in seinem Buch, und vor allem in den Nationalparks hießen so viele Menschen gemeinsam begeistert einen Sonnenaufgang willkommen.

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insgesamt 18 Beiträge
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Hank Hill 24.08.2016
1. Viele
der amerikanischen Nationalparks kann man als Weltkulturerbe bezeichnen. Wer einmal die Schönheit und Erhabenheit dieser Gebiete erfahren hat wird sie nie wieder vergessen. Für viele Park Ranger ist ihre Arbeit nicht nur ein Job, sondern ein absoluter Traumjob.
fatherted98 24.08.2016
2. Viele dieser Ranger...
...sind meist leider weder nett noch hilfsbereit gegenüber Besuchern der Nationalparks. Oft werden Besucher als lästige Störenfriede abgehandelt...teilweise selbstherrliches und herrisches Auftreten kann man in Yosemeti gut beobachten...auch bei den Amis sind diese Leute nicht gerade beliebt. Kleinste Vergehen (anhalten am Strassenrand in nicht gekennzeichneten Flächen) wird mit hohen Strafen belegt...sogar bei Autopannen wird teilweise mit Strafe gedroht statt zu helfen (selbst erlebt als ich einem Ami im Zion Nationalpark helfen wollte einen Reifen am Straßenrand zu wechseln)....übrigens ist das bei Deutschen Förstern nicht anders...die sehen auch den Wanderer/Waldbesucher auch lieber von hinten als von vorn.
gott777 24.08.2016
3. Atemberaubende Landschaften
Hach, es fehlt nur an Zeit und Geld :-/ Das glaube ich aber sehr gerne, dass das für die meisten ein Traumjob sein dürfte.
Sibylle1969 24.08.2016
4. Tolle Fotos
Da bekomme ich gleich Sehnsucht... Ich habe auf mehreren USA-Reisen schon einige dieser Nationalparks besucht, das war immer das Highlight der Reise. Besonders beeindruckend fand ich Yellowstone NP sowie den Bryce Canyon. Yosemite, Grand Canyon und Zion sind natürlich auch toll! Ich kann jedem nur empfehlen, wenn man die Gelegenheit hat, einige dieser Nationalparks zu besuchen, es lohnt sich.
RadaR 24.08.2016
5. @Redaktion
@Redaktion Der Berg Mount McKinley wurde durch Barak Obama im Jahr 2015 der ursprünglichen Name "Denali" wiedergegeben um der dort lebenden First Nation den nötigen Respekt wieder zu geben. MfG V.Z.
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