Wanderung zum Südpol Weltrekord geschafft - und dafür Ärger mit dem Amt?

In Rekordzeit hat Martin Szwed die Antarktis bis zum Südpol durchquert. Nun droht Ärger: Der Extremkletterer war ohne Genehmigung des Umweltbundesamtes unterwegs.
Selfie am Zwischenstopp: Extremsportler Martin Szwed am Südpol

Selfie am Zwischenstopp: Extremsportler Martin Szwed am Südpol

Foto: DPA/martin-szwed.com

Weihnachten 2014 verlässt Martin Szwed seine Heimat Baden-Württemberg, um alleine zum Südpol zu wandern. Sein Gewaltmarsch über rund 1300 Kilometer dauert nur 14 Tage, 18 Stunden und 43 Minuten - Weltrekord, werden die Medien später berichten .

Dann allerdings melden sich die Behörden: Denn wer als Deutscher in die Antarktis will, braucht die Genehmigung des Umweltbundesamtes (UBA). So steht es im Gesetz, welches das internationale Umweltschutzprotokoll zum Antarktis-Vertrag  umsetzt. Es gilt für Forscher ebenso wie für Journalisten und Touristen - also auch für Extremsportler.

Mit dem Schlitten zum Südpol: Martin Szwed Anfang Januar in der Antarktis

Mit dem Schlitten zum Südpol: Martin Szwed Anfang Januar in der Antarktis

Foto: DPA/ martin-szwed.com

Martin Szwed aber war ohne Genehmigung zum Südpol gereist. Er habe 80.000 Euro bei einem Veranstalter für die Expedition gezahlt und sei davon ausgegangen, dass dieser die Genehmigungen einhole. Als das UBA weitere Informationen von ihm wollte, machte er allerdings falsche Angaben zum Zeitpunkt des Trips.

"Ich habe ganz klar einen Fehler gemacht", räumte Szwed ein. "Ich werde mich entschuldigen und hoffe, dass man meine Beweggründe akzeptiert." Ein UBA-Sprecher erklärte, der Fall müsse geprüft werden, es sei noch unklar, ob ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet wird. Das könnte dem 33-Jährigen ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro einbringen.

che/dpa
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