Berlin Riesenrad für den ultimativen Panoramablick

In Berlin könnte bald ein neues Wahrzeichen entstehen. Wenn es nach den Plänen des Berliner Konzeptplaners Dirk Nishen geht, soll sich in zwei Jahren neben dem Technikmuseum das größte Riesenrad der Welt drehen.


Plätze mit Panoramablick kann es gar nicht genug geben: Blick über Berlin und die Museumsinsel
DPA

Plätze mit Panoramablick kann es gar nicht genug geben: Blick über Berlin und die Museumsinsel

Berlin - Das 150 Meter hohe Riesenrad würde laut Nishen einen einzigartigen Blick auf die deutsche Hauptstadt ermöglichen, berichtete die "Berliner Zeitung". Aber die Fotografen kämen auf ihre Kosten - schließlich stellen Riesenräder zu Tages- und zu Nachtzeiten reizvolle Postkartenmotive dar.

"Einheimische und Touristen könnten die Stadt völlig neu entdecken", zitiert das Blatt den Entwickler. An klaren Tagen sei eine Sicht bis zu 50 Kilometer weit möglich. Die Behörden stünden dem Plan aufgeschlossen gegenüber. Es sei allerdings noch unklar, ob der vorgesehene Standort frei bleibe oder künftig von der Deutschen Bahn genutzt werde.

Nishen ist als Erfinder der roten Infobox am Potsdamer Platz bekannt geworden. In dem Großcontainer informierten sich mitten auf der Großbaustelle acht Millionen Menschen über das künftige Gesicht von Berlin-Mitte. Vor zwei Jahren war der rote Kasten abgebaut worden.

Das erste Riesenrad wurde 1893 zur Weltausstellung in Chicago gebaut - eine Antwort auf den Eifelturm auf der Weltausstellung vier Jahre zuvor in Paris. Nach einem Umzug zur Weltausstellung in St. Louis wurde das 80 Meter hohe Gerät 1906 verschrottet. Das berühmte Rad im Wiener Prater ist nur knapp 65 Meter hoch. Das derzeit größte Riesenrad der Welt steht seit drei Jahren in London. Das 135 Meter hohe "London Eye" kann etwa 750 Passagiere aufnehmen.



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