Berlins neuer U-Bahnhof am Roten Rathaus
Berlins neuer U-Bahnhof am Roten Rathaus
Foto: Paul Zinken / dpa

Berlins neue U-Bahnhöfe Ab durch die Mitte

Die Berliner hätten lange darauf gewartet, sagt die Kanzlerin, und auch für Touristen sei die neue Strecke sehr attraktiv: In der Hauptstadt sind zwei wichtige neue U-Bahnhöfe in Betrieb – endlich.
Von Julia Stanek
1 / 15

So sieht die neue Streckenführung aus. Die braune Linie U55 hatte ursprünglich nur drei Stationen, jetzt schließt die gelbe Linie U5 an und führt vom Hauptbahnhof über das Brandenburger Tor einmal die Straße Unter den Linden entlang bis zum Alexanderplatz. Da die Station »Museumsinsel« erst im Sommer 2021 eröffnet wird, fährt die U-Bahn hier noch ohne anzuhalten durch.

Foto: BVG Berlin
2 / 15

Das Rote Rathaus von oben: Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben am Freitag einen neuen Streckenabschnitt der Linie U5 in Berlins historischem Zentrum eröffnet. Der U-Bahn-Lückenschluss zwischen dem Brandenburger Tor und dem Alexanderplatz umfasst einen Tunnelbau von 2,2 Kilometern Länge.

Foto: spreephoto.de / Moment / Getty Images
3 / 15

Und nun geht's unter die Erde – in den neuen U-Bahnhof »Rotes Rathaus«: Die ersten regulären Züge der Linie 5 fuhren am Mittag in die beiden Tunnelröhren. »Das ist ein toller Tag für Berlin und ein Tag, auf den man stolz sein kann«, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller bei der Eröffnung. Die neue Linie sei »ein großartiges Angebot«.

Foto: Paul Zinken / dpa
4 / 15

Zum einen wird mit den neuen U-Bahnhöfen – »Rotes Rathaus«, »Museumsinsel« und »Unter den Linden« – eine Lücke geschlossen zwischen dem Brandenburger Tor und dem Alexanderplatz. Zum anderen dürfte sich die Strecke auch bei Touristinnen und Touristen großer Beliebtheit erfreuen: Sie führt an vielen Sehenswürdigkeiten und Kulturschauplätzen vorbei – manche davon werden künftig besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein, etwa der Berliner Dom.

Foto: Moment / Getty Images
5 / 15

Doch dafür braucht es noch etwas Geduld: Der Bahnhof »Museumsinsel« ist noch nicht fertig, er soll im Sommer 2021 eröffnet werden – es wird also noch etwas dauern, bis man den glitzernden Sternenhimmel und den Bahnsteig im Stil einer klassizistischen Säulenhalle bewundern kann, den die Zeichnungen versprechen. Immerhin: Dann werden es nur wenige Schritte von der U-Bahn sein zum Pergamonmuseum, Bode-Museum und der vom britischen Architekten David Chipperfield entworfenen James-Simon-Galerie (Foto). Sie ist seit 2019 für die Öffentlichkeit zugänglich und dient als Besucherzentrum der Berliner Museumsinsel.

Foto: Busà Photography / Getty Images
6 / 15

Auch die Prachtstraße Unter den Linden hat nun einen eigenen Eintrag auf dem U-Bahnplan des BVG – wieder, muss man sagen. Bis 2009 trug der heutige S- und U-Bahnhof »Brandenburger Tor« diesen Namen. In dem Jahr hatte Berlins damals amtierender Bürgermeister Klaus Wowereit 13 Jahre nach Baubeginn drei Bahnhöfe eröffnet. Ein Projekt, das schleppend verlief und umstritten war. Die mehr als 300 Millionen Euro teuren Stationen zwischen Hauptbahnhof und Brandenburger Tor – auch U55-Stummel genannt – gelten als die kürzeste U-Bahnlinie Berlins und wurden für ihren geringen Nutzen kritisiert.

Foto: Santiago Urquijo / Getty Images
7 / 15

Der Bau der weiteren geplanten Bahnhöfe wurde 2001 vom rot-grünen Senat zunächst gestoppt, nach einer Rüge des Bundesrechnungshofes aber später wieder aufgenommen. Immerhin zwei von drei dieser Stationen wurden nun eröffnet. So sieht der Eingang des neuen U-Bahnhofs »Unter den Linden« aus, an dem sich die Züge der Linien U5 und U6 kreuzen.

Foto: Christophe Gateau / picture alliance / dpa
8 / 15

U-Bahnhof »Unter den Linden«: Wochentags außerhalb des Berufsverkehrs fahren die Züge auf der Linie U5 tagsüber alle fünf Minuten, im Berufsverkehr ist das Intervall noch ein paar Sekunden kürzer. Die Berliner Verkehrsbetriebe bezifferten die Projektkosten für die 2,2 Kilometer lange Neubaustrecke auf bis zu 540 Millionen Euro.

Foto: Fabian Sommer / dpa
9 / 15

An der Straße Unter den Linden liegt unter anderem das Deutsche Historische Museum, eines der beliebtesten Museen Berlins. 7000 historische Exponate erzählen von bedeutungsvollen Momenten vom Mittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts – ein Stück Berliner Mauer ist natürlich auch zu sehen.

Foto: David von Becker / Deutsches Historisches Museum
10 / 15

»Unter den Linden« wird wohl auch die neue Haltestelle für viele, die nach der Corona-Zwangspause wieder die Staatsoper besuchen und mit dem öffentlichen Nahverkehr anreisen wollen.

Foto: Marcus Ebener / Staatsoper Unter den Linden
11 / 15

Der Anfang des einen bedeutet das Ende für den anderen Bahnhof: Die Station »Französische Straße« wird geschlossen, sie liegt sehr dicht am neuen Bahnhof »Unter den Linden«.

Foto: Christian Spicker / imago images/Christian Spicker
12 / 15

Neu ist dafür außerdem die U-Bahnstation »Rotes Rathaus«: Wer am Sitz des Regierenden Bürgermeisters vorbeischauen möchte, muss hier aussteigen.

Foto: Paul Zinken / dpa
13 / 15

Und so sieht sie von innen aus, die Station am Roten Rathaus. Angaben des städtischen Internetportals berlin.de zufolge war die Inbetriebnahme eigentlich für 2017 geplant. Der sandig-nasse Baugrund in Berlin-Mitte habe aber »immer wieder Schwierigkeiten gemacht«.

Foto: Sean Gallup / Getty Images
14 / 15

Die U5 führt mitten durchs Regierungsviertel. Angela Merkel sandte Glückwünsche per Videobotschaft. Berlin rücke »heute ein Stück näher zusammen«, sagte die Bundeskanzlerin. »Viele Berlinerinnen und Berliner haben darauf gewartet.« Auch für Touristen sei das neue Angebot »sehr attraktiv«.

Foto: fhm / Moment / Getty Images
15 / 15

Häuserfassaden im Nikolaiviertel: Die U5 hat nun eine Gesamtlänge von 22 Kilometern. Der neue Tunnel, gegraben seit 2012 mit der 700 Tonnen schweren Tunnelvortriebsmaschine »Bärlinde«, verbindet die bisherige Linie U55 mit der U5 nach Hönow im Osten Berlins. Die Berlinerinnen und Berliner warten allerdings schon deutlich länger als neun Jahre auf die Vollendung der U5: Den ersten Spatenstich für die geplante Verbindung zwischen Ost und West setzte der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl 1995 – vor 25 Jahren.

Foto: Nellmac / iStockphoto / Getty Images
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.