Burj Chalifa So deutsch ist das höchste Haus der Welt

3. Teil: Innenausstattung - Designer-Waschtische und Tigerwood-Böden


Die Gütersloher Firma Miele bestückt die Küchen der 900 Suiten mit Backöfen, Mikrowellen und Spülmaschinen, insgesamt 7650 Geräte wurden nach Dubai geliefert. Das ist der größte Einzelauftrag der Firmengeschichte. Bei der Ausstattung der Badezimmer wirkt die Firma Duravit aus Hornberg im Schwarzwald mit, die Tausende WCs und Bidets aus Keramik lieferte. Auch ihr Waschtisch "Tonne", gestaltet von Stardesigner Philippe Starck, ist tausendfach im Burj Chalifa vertreten.

Die gleiche Handschrift tragen die 5000 Armaturen aus der Luxuskollektion "Axor Starck", die von HansGrohe aus dem Schwarzwald geliefert wurden.

Im Armani-Hotel in den unteren Geschossen werden die Gäste von feinem fränkischen Rosenthal-Porzellan speisen, das Besteck wurde vom Hotelausstatter Hepp aus Birkenfeld in Zusammenarbeit mit den Haus-Designern gestaltet.

In den 900 Luxusapartments läuft man über Holzböden des Parkettherstellers Lopark im nordrhein-westfälischen Niederzier. Insgesamt 95.000 Quadratmeter doppelschichtiges Parkett aus Muiracatiara-Holz wurden aus dem eigenen Sägewerk nach Dubai verschifft - die Holzart wird wegen ihrer edlen Maserung auch "Tigerwood" genannt.



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Autofill 05.01.2010
1. Und nun?
Nun fragt sich ob alle Lieferungen schon bezahlt sind. Im Fall Dubai ist es durchaus moeglich dass es ein Fall von Bye-Bye werden kann. Speziell beim hoechsten Schuldenberg des Erbauers.
nichtwaehler_007 05.01.2010
2. !
Erichs Lampenladen geht im neuen Phallussymbol Nr. 1 auf? Ich lach mich tot.
vorspiegeln 05.01.2010
3. Herrliches Dubai
Geiler Turm! Wann bauen wir mal wieder für die Ewigkeit?
larsmach 05.01.2010
4. Interessante Frage aufgeworfen
Der Wolkenkratzer sieht in der Tat toll aus, und ich darf verraten, dass auch die Firma meines französischen Freundes beteiligt war. Deutschland, Frankreich... wen wundert das? Es ist Dubai zu wünschen, dass eines Tages Produkte von dort in der Welt zu bestaunen sind. Das müssen keine Hochhäuser werden, sondern das kann eine besonders effiziente Klimaanlage für zuhause oder eine Ingenieursdienstleistung sein - Wertschöpfung vor Ort. Leider findet zwischen der westlichen und der arabischen Welt eher einseitiger Handel statt: Technik, die im Westen entwickelt wurde (Autos, Computer, Telefone, Materialien) und die verwendet wird in der arabischen Welt, von wo neben etwas Urlaubserlebnis fast nur Rohstoffe verkauft werden - oder wurden (Dubais Förderkurve hat sich von ihrem Höchstpunkt lange verabschiedet). Ansonsten "exportieren" arabische Länder auffallend häufig ihr eigenes Volk: Millionen Menschen wandern dauerhaft aus gen Westen, ohne dass eine vergleichbare Immigration von dort stattfände. Zu guter letzt mag jener in China wenig erfolgreiche "Wandel durch Handel" in Dubai zur Einführung eines Mehrparteiensystems mit entsprechender Demokratisierung führen - das wäre dann eine echte Überraschung und eine eindrucksvolle Leistung!
gotodubai 05.01.2010
5. Pfahlgründung
Was die Durchführung der Pfahlgründung durch die Firma Bauer angeht, so stimmt es generell schon. Bauer fungierte hierbei als Subunternehmer für die in Dubai ansässige Spezialtiefbaufirma Middle East Foundations Group (MEFG). Das Baufeld wurde 50/50 geteilt. Bauer stellte die Bohrpfähle im nordöstlichen Teil, die MEFG im südwestlichen Teil fertig. Die Einrichtung der Baustelle erfolgte seitens der MEFG ab Ende Januar, der erste Pfahltest (6000 Tonnen Load Test) erfolgte Anfang April 2004 (und war erfolgreich). Mehrere deutsche Ingenieure arbeiteten damals auf Seiten der MEFG an diesem Projekt. Ich arbeitete damals als Chefvermesser für die MEFG und führte die notwendigen Vermessungsarbeiten für die Pfahlgründungen durch und koordinierte die dafür notwendigen Arbeitsabläufe auch in Zusammenarbeit mit den Consulting-Unternehmen Turner und Hyder-Consulting. Die Zusammenarbeit mit Bauer war sehr gut. Den Hauptteil der körperlichen Arbeit auf beiden Seiten realisierten jedoch Arbeiter aus Indien, Pakistan und Nepal. Die meisten dieser Leute werden den Burj jedoch nie betreten können.
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