Kroatien Neues Image soll Touristen anlocken

Kroatien will mit einem neuen, eigenständigen Image um Urlauber vor allem aus Deutschland werben. In den vergangenen Jahren hatten wegen der Konflikte im ehemaligen Jugoslawien die Gästezahlen stark geschwankt.


Kroatien: Zahl der Feriengäste soll massiv steigen
GMS

Kroatien: Zahl der Feriengäste soll massiv steigen

Frankfurt am Main - "Viele Menschen nehmen Kroatien noch als Teil Jugoslawiens wahr", sagte Zlatko Dezeljin, neuer Deutschland-Direktor der kroatischen Tourismuszentrale. So sind 1999 wegen des Krieges im rund 1000 Kilometer entfernten Kosovo viele Urlauber weggeblieben. Zu den geplanten Aktionen für eine Imageverbesserung gehöre auch, die von Meeresspezialitäten geprägte regionale Küche bekannter zu machen.

"Wir sind ein stabiles und anerkanntes Urlaubsziel geworden", sagte der stellvertretende Direktor der Kroatischen Zentrale für Tourismus, Milo Srsen. Die seit 1991 selbständige Republik will bis 2005 ein Niveau von zehn Millionen Gästen erreichen, im vergangenen Jahr waren es 6,6 Millionen. Die Buchungen für diese Saison liegen bis zu 40 Prozent über dem Vorjahr, sagte Srsen. Spezielle Angebote etwa für Taucher oder Sportbegeisterte sollen mehr Gäste in der Vor- und Nachsaison anlocken.

"Viele Deutsche sind früher mit ihren Eltern an unserer Küste gewesen und wollen sie jetzt ihren Kindern zeigen", sagte Dezeljin. Die 970.000 Gäste aus der Bundesrepublik sind im vergangenen Jahr die größte Touristengruppe gewesen, 2001 werden 1,2 Millionen Deutsche erwartet. 2005 sollen es wie in den achtziger Jahren wieder 1,8 Millionen oder mehr sein.

Kroatien ist vor allem aus Süddeutschland schnell erreichbar. In den nächsten zwei bis drei Jahren solle der Standard der touristischen Infrastruktur gehoben werden. Das Land soll aber preisgünstiger bleiben als etwa Italien oder Spanien.



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