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Stillgelegte U-Bahn-Tunnel in London: Radler statt Tube

Foto: Oli Scarff/ Getty Images

London Underline Architekten stellen Radwege in U-Bahn-Tunnel vor

Nach City-Highways und einer schwimmenden Themse-Strecke gibt es nun eine neue Idee für Londons Radfahrer: stillgelegte U-Bahn-Tunnel ins Radwegenetz aufnehmen. Sogar Cafés könnten dort eröffnen.

Wer in London zu Stoßzeiten Auto oder U-Bahn fährt, weiß: Diese Stadt ist ungemein dicht besiedelt. Für Radfahrer ist das Leben auf den vollen Straßen gefährlich, dabei könnten alle profitieren, wenn mehr Leute aufs Zweirad umsteigen würden.

Es gab schon Planungen für einen Radweg, der auf der Themse schwimmt, und einen Superhighway für Radler, der auf Stelzen über der Stadt thront. Das Architekturbüro Gensler  stellt nun ein weiteres spannendes Konzept vor: Warum nicht aus brachliegenden U-Bahn-Tunneln Radwege machen?

Die Idee, von der auch der "Guardian" berichtete , hat Charme: Die Radler wären unter sich, was den Verkehr für sie sicherer machte, und sie wären unter der Erde, was die Fortbewegung weitestgehend wetterunabhängig machte - niemand müsste auf diesen Strecken im Regen radeln oder auf vereisten Wegen schliddern.

Das "London Underline" genannte Vorhaben gewann den Preis als 'Best Conceptual Project' der diesjährigen London Planning Awards. Freundliche Cafés könnten die neuen Wege säumen, wie ein Rendering zeigt:

Neues Leben unter Tage: Kleine Nebentrassen könnten Fußgängerzonen werden - mit Cafés

Neues Leben unter Tage: Kleine Nebentrassen könnten Fußgängerzonen werden - mit Cafés

Foto: gensler.com

Eine Strecke könnte zum Beispiel zwischen Greenpark und Holborn verlaufen - zwei gemütliche Kilometer unter Tage, über denen oben, auf der Straße, regelmäßig der Verkehr tobt. Und noch eine Zukunftsvision hat Gensler: Auf den Wegen könnten Platten verlegt werden, die bei Belastung Strom produzieren.

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