Londoner Nahverkehr Touristen müssen sich auf Chaos zu Silvester einstellen

Zwei Tage vor dem angedrohten Streik schwinden die Chancen auf eine Einigung von Gewerkschaft und Londoner Verkehrsbetrieben. Die rund 4000 Arbeiter wollen am Silvestertag um 12 Uhr mittags den 24-stündigen Ausstand beginnen. Der Stadt droht ein Verkehrschaos.


London - Zwar ist für heute ein Verhandlungstermin zwischen der Gewerkschaft RMT und den Londoner Verkehrsbetrieben Transport For London (TFL) angesetzt, berichtet die BBC, doch wie es aussehe, werden die Gespräche nicht zustande kommen. Damit rückt der geplante Streik der Londoner U-Bahnen in der Silvesternacht immer näher.

Urlauber in London müssen sich auf lange Fußmärsche und verstopfte Straßen einstellen. Schon mittags sollen die U-Bahnen stoppen und erst Neujahr um 12 Uhr weiterfahren. Ein weiterer Ausstand ist laut BBC für den 8. Januar geplant. Eigentlich hätten sich Touristen auf ihren Silvestertrip in die britische Hauptstadt besonders freuen können: TFL hatte angekündigt, dass die Nutzung der U-Bahnen in der Nacht des Jahreswechsels kostenlos sein werde. Jetzt müssen Urlauber und Hauptstädter sich wohl auf Nachtbusse, -züge und Taxis verlassen.

Bürgermeister Ken Livingstone verurteilte die Gewerkschaft letzten Freitag, als der Streik beschlossen worden war: Sie versuchten Neujahr für Tausende von Londonern zu ruinieren. Falls die U-Bahnen erst am 1. Januar wieder fahren sollten, fürchte Bob Bone, der Organisator der jährlichen Londoner New Year's Day Parade, dass es für seine Veranstaltung zu spät sein wird, berichtet BBC. Zur 20. Parade werden Tausende Künstler aus aller Welt und rund eine halbe Million Besucher erwartet.

Hintergrund für den geplanten Streik ist ein Streit um die 35-Stunden-Woche für Teile der Belegschaft und die Forderung der Angestellten nach einer Prämie für ihren Dienst am letzten Tag des Jahres.



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