Londons Märkte Die besten Tipps für Foodies, Sammler und Modefans

London ist Europas Shopping-Hauptstadt. Ihre Märkte sind wahre Fundgruben für Antiquitäten, Vintage-Mode und Kunsthandwerk. Hier sind die besten Adressen - auch von weniger bekannten Bummelrevieren.

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Der Antikmarkt an der Portobello Road im schicken Notting Hill, die Markthalle von Covent Garden: Londons Märkte sind ebenso Sehenswürdigkeiten wie der Big Ben oder die Tate Gallery. Hier gehen die Touristen nicht nur auf Bummeltour, sie kommen auch mit Händlern und anderen Reisenden ins Gespräch, probieren Snacks aus aller Welt und entdecken neue Trends.

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Brick Lane bis Portobello Road: Londons schönste Märkte

Sowohl Covent Garden als auch der Markt an der Portobello Road sind seit Langem bei London-Reisenden bekannt - und haben sich den Bedürfnissen ihrer Klientel angepasst. Die Standbesitzer in Notting Hill handeln schon lange nicht mehr mit nur alten Objekten, sondern auch mit Souvenirs und Klamotten. Außerdem gibt es jede Menge Imbissstände. Und auch die klassizistische Markthalle von Covent Garden hat sich mit Cafés, Boutiquen und Restaurants auf internationale Gäste eingerichtet.

Doch es gibt in London eine Reihe weniger touristischer Märkte, die auch für die Einheimischen Treffpunkte sind. Hier kommen fünf Tipps - für Foodies, Sammler und Modefans.

Alfies Antique Market: Revier für Trödeljäger

Alfies Antique Market: Bummeln im Viertel Lisson Grove
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Alfies Antique Market: Bummeln im Viertel Lisson Grove

Mehr als hundert Antiquitätenhändler bieten in einem restaurierten Art-Déco-Gebäude im Viertel Lisson Grove ihre Waren an. Das ehemalige Kaufhaus an der Ecke Church Street und Cosway Street ist heute vor allem ein Treffpunkt für Sammler, die sich für Kunstgewerbe, Möbel, Schmuck und Mode aus dem frühen 20. Jahrhundert interessieren.

Im Vergleich zu anderen Märkten in der Stadt ist Alfies Trödelmarkt mit seinem Gründungsjahr 1976 noch relativ jung. Konzipiert wurde er vom Unternehmer und Antiquitätenhändler Bennie Gray, der gleich um die Ecke im gutbürgerlichen Viertel Marylebone aufwuchs. Mit diesem Trödelmarkt gelang es Gray, eine etwas vergessene Ecke der Stadt aufzuwerten. Rund um Alfies gibt es inzwischen weitere Geschäfte und Cafés.

Wann? Dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr.
Wo? 13-25 Church Street (U-Bahnstation Marylebone)

Borough Market: Exotik auf dem Pappteller

Borough Market: Foodies in Nöten
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Borough Market: Foodies in Nöten

Der Borough Market eignet sich bestens, um nach einem mehrstündigen Museumsbesuch in der Tate Modern wieder zu Kräften zu kommen. Immer an der Themse entlang, und zwar ostwärts bis zur London Bridge. Unter den Pfeilern der Brücke befindet sich der Markt, auf dem Foodies in Nöte kommen. Es gibt eine riesige Auswahl an Käse, Brot, Wein, Tee und exotischen Gewürze.

Die Imbisse bieten Spezialitäten aus aller Welt an: Falafel, indische Currys, die vietnamesische Nudelsuppe Pho, Speisen aus Äthiopien und der Karibik. Der Borough Market hat in Sachen Ernährung in gewisser Weise Tradition. Mindestens seit dem Jahr 1014 wird an dieser Stelle der Stadt schon mit Lebensmitteln gehandelt.

Wann? Montags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr, freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 8 bis 17 Uhr.
Wo? 8 Southwark Street (U-Bahnstation London Bridge)

Broadway Market: Vintage-Klamotten und Bio-Kiste

Broadway Market: Viel Bio, viel Vintage
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Broadway Market: Viel Bio, viel Vintage

Noch in den Neunzigerjahren wären nur wenige auf die Idee gekommen, Londons Osten zu erkunden. Zu unsicher, zu runtergekommen. Doch spätestens mit den Olympischen Spielen 2012 änderte sich das. Künstler gehörten zu den Ersten, die auf der Suche nach bezahlbaren Ateliers und Galerien im Osten fündig wurden. Und die Gegend rund um den Hoxton Square zum Szenetreffpunkt machten.

An der Gentrifizierung des Stadtteils war aber auch ein Markt beteiligt. Bereits 2004 öffnete die Kommune den damals geschlossenen Broadway Market wieder. Seitdem treffen sich hier samstags zahlungskräftige Londoner, um den Kühlschrank mit Gemüse, Brot und Fleisch zu füllen - natürlich das meiste in Bio-Qualität.

Inzwischen beschränken sich die mehr als Hundert Marktstände nicht mehr nur auf Lebensmittel, sondern haben auch Bücher, Vintage-Mode und originelle Geschenke im Angebot. Zum Bummeln sollte man Zeit mitbringen - und danach an der nächsten Ecke einen handgefilterten Kaffee trinken.

Wann? Samstags von 9 bis 17 Uhr.
Wo? East Broadway Market (U-Bahnstation Bethnal Green)

Bric k Lane Market: Krempel, Kunst und Couscous

Brick Lane: Nach dem Bummel in die Galerie
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Brick Lane: Nach dem Bummel in die Galerie

Im benachbarten Shoreditch ist sonntags Shopping-Zeit. Der Szenekiez im Londoner East End verwandelt sich dann in einen großen Flohmarkt, auf dem die Verkäufer Secondhandkleidung, Selbstgenähtes, gebrauchte Küchenutensilien und Billigschmuck anbieten.

Das ehemalige Immigrantenviertel rund um die Brick Lane liegt in der Nähe zum Finanzzentrum und zählt mittlerweile zu Londons begehrtesten Wohnlagen. Graffitis schmücken die Wände, in den Seitenstraßen gibt es Boutiquen, Cafés und Kunstgalerien.

An vielen Ständen des Brick Lane Market raucht und zischt es. Köche rühren in Eintöpfen, braten Reis in riesigen Pfannen und würzen Couscous-Gerichte in Keramikgefäßen.

Wann? Sonntags von 10 bis 17 Uhr.
Wo? Entlang der gesamten Brick Lane (U-Bahnstation Aldgate)

Old Spitalfields Market und Spitalfields Market: Luxustaschen und Vinyl

Old Spitalfields Market: Einkaufen unter der Woche
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Old Spitalfields Market: Einkaufen unter der Woche

Unter der Woche in Londons Osten unterwegs? Dann ist der Old Spitalfields Market mit seinen rund 60 Läden und Buden der richtige Markt - der hat auch montags bis freitags auf. Er befindet sich in einem viktorianischen Backsteingebäude mit Geschäften, die vor allem Luxusprodukte anbieten, von handgemachten Schuhe und Taschen bis zu Kaschmirschals.

Doch innerhalb des Atriums ist das Angebot erschwinglicher. Es gibt hier alte Vinylscheiben, antiquarische Bücher, aber auch Secondhandklamotten und Kunstgewerbliches. Im benachbarten Spitalfields Market, einer modernen Halle, zeigen junge Designer ihre Produkte.

Wann? Montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 17 Uhr, sonntags von 10 bis 17 Uhr.
Wo? 16 Horner Square (U-Bahnstation Liverpool Street)

Tinga Horny, srt/jus

insgesamt 5 Beiträge
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damei 27.03.2019
1. Hoxton Square
Die Gegend um den Hoxton Square wurde leider schon Mitte der 90er Jahre gentrifiziert, als den Künstlern und Designern in ihren unbeheizten Lofts gekündigt wurde. Zur Zeit der Olympiade waren die schon ganz weit gen Osten gedrängt
aniani 27.03.2019
2. Greenwich Market
Klein, aber fein ist der überdachte Greenwich Market, auf dem es sowohl Kulinarisches wie Handwerkliches gibt. Überhaupt ist Greenwich ein sehenswerter Stadtteil und m. E. idealer Standort für einen Londonbesuch.
landsend 27.03.2019
3. Londons food and 'krempel'
Nach London zu fahren, um zu essen? Einverstanden, denn Great Britain hat wirklich eine der spannendsten Foodszenen der Welt und die spiet sich vor allen auf Märkten ab; von wegen ''englische Küche"! Aber wegen der Antiquitäten nach London? Da sollte man aber am besten reichlich (Klein)Geld mitnehmen, bei den Preisen, denn am verrücktesten nach Antiquitäten und Vintage Design sind die Engländer selbst. Oft bekommt man die gleichen Sachen, z.B. englisches Silber aus Sheffiield oder auch gute viktorianische Möbel, erheblich günstiger in kleinen deutschen Auktionshäusern, die jetzt Omas Antiquitäten-Nahlaß für 'nen Appel und 'nen Ei' versteigern. Klamotten bilden eine Ausnahme.
hikage 27.03.2019
4. Timing?
Wie kommt man bitte auf die Idee, kurz vor einem krachenden Brexit einen Artikel über die Vorzüge des Shoppens im baldigen Nicht-EU-Ausland zu veröffentlichen? Zumindest sollte man dann darauf hinweisen, dass zukünftig Zoll- und Einfuhrbestimmungen zu berücksichtigen sein werden.
deepak.esecure 14.05.2019
5. indian e-visa online
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