Madrid Die Party-Metropole

Massen von jungen Menschen schieben sich aneinander vorbei. Man könnte meinen, irgendwo sei gerade ein Musikfestival zu Ende gegangen. Doch in Madrider Nächten ist Gedränge auf den Straßen normal.


Die Drei-Millionen-Metropole Madrid ist das Mekka des Nachtlebens in Spanien. Mehr als hundert Kinos, 20.915 Kneipen, Terrassen und Bars sowie 335 Clubs und Discotheken garantieren Spaß für jedermann.

Gestylte Vortänzer
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Gestylte Vortänzer

Die berühmte Madrider "marcha", wie hier das Nachtleben genannt wird, beginnt spät. Oftmals fängt die Nacht erst gegen 22 Uhr mit Besuchen in diversen Tapas-Bars an. Vor allem im Zentrum, in den Stadtvierteln Huertas, Lavapies und La Latina, reihen sich die Bars mit den berühmten spanischen Leckereien aneinander.

Fans von guten Jazz-Kneipen und lateinamerikanischer Salsa-Musik bleiben am besten gleich im Stadtviertel Huertas. In dem Straßengewirr rund um die Plaza Santa Ana wird in dieser Richtung viel geboten. Die "professionelle" Salsa-Szene tanzt im nahe gelegenen "El Son" (Victoria 6) nach kubanischer Live-Musik.

Während sich in Huertas vor allem viele junge Leute und Touristen aufhalten, zieht es die etwas älteren Madrilenen eher ins Viertel La Latina. Die beiden Straßen Cava Baja und Cava Alta haben wegen ihrer hervorragenden Weine und Tapas in ganz Spanien einen guten Namen. Hier befinden sich an der Plaza de la Cebada auch zwei der derzeit beliebtesten Bars der Stadt: das "Bonano" und das "El Viajero".

Nicht nur an den Wochenenden ist in Madrid rund um die Uhr immer etwas los
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Ab 1 Uhr beginnt sich dann die Szene von "normalen" Kneipen in die Discotheken und Clubs zu verlagern. Die "pijos" - die Yuppies - verschlägt es vor allem in die noblen Designerbars in den Stadtvierteln Retiro und Salamanca oder an die im Norden der Stadt liegende Avenida de Brasil.

Im Stadtviertel Malasaña sind eher günstigere Läden mit Rock, Heavy Metal oder House-Musik zu finden. Hier zwischen Tribunal und der Glorieta de Bilbao trifft sich vor allem das jüngere Publikum zwischen 14 bis 20 Jahren. Neben schmucken Cafés und progressiven Discotheken im Stil der siebziger Jahre spielt sich das Leben in diesem Stadtviertel vor allem aber auf der Plaza Dos de Mayo ab.

Der letzte Schrei des Madrider Nachtlebens ist das zentral gelegene Stadtviertel Chueca. Die kleinen Gassen zwischen den Straßen Hortaleza, Fuencarral und Libertad haben sich zur Hochburg der Schwulen- und Lesbenszene Madrids entwickelt und warten mit den kuriosesten Clubs und Bars auf. Hier wird bis Sonnenaufgang getanzt.

Rastro-Markt in Madrid: Hier beginnt für viele Nachtschwärmer der neue Tag
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Die Clubs haben die coolsten Dekorationen, die interessantesten Besucher, die neuesten Getränke und Musikrichtungen. Von Pop bis Rock, von Techno zu House gibt es alles zu hören. Dazu fachen in vielen Diskotheken Go-Go-Girls die Stimmung an.

Nach Sonnenaufgang streben die Unersättlichen in die Bars rund um den Rastro, den Flohmarkt, der um 9 Uhr beginnt, oder sie stärken sich in der "Chocolatería San Ginés" mit Schmalzgebäck und heißer Schokolade.



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