Pisa Schiefer Turm bleibt stehen

Italien atmet auf: Der Schiefe Turm von Pisa ist nach Auskunft von Experten wieder so sicher wie vor Jahrhunderten. Nach einem Facelifting soll er im Sommer wieder begehbar sein.


Seit 1990 gesperrt: Der Schiefe Turm von Pisa
DPA

Seit 1990 gesperrt: Der Schiefe Turm von Pisa

Pisa - Die Rettung des Schiefen Turms von Pisa ist praktisch abgeschlossen. Am 16. Juni soll symbolisch der Schlüssel für das Monument übergeben werden, berichtete die italienische Zeitung "La Repubblica" am Samstag. Über den Zeitpunkt der Öffnung für das Publikum entscheide eine Kommission. Das Wahrzeichen war 1990 wegen seiner bedrohlichen Schräglage von fast fünf Metern geschlossen worden.

Die Neigung sei bereits um 38,7 Zentimeter verringert worden. Weitere neun Millimeter solle der Turm noch aufgerichtet werden. Dann werde die Baustelle für die spektakuläre Rettungsaktion geschlossen. Nach Einschätzung von Experten ist der Turm "wieder so sicher wie vor drei Jahrhunderten". Gerade wird das 800 Jahre alte Monument allerdings nie, da es in sich schief ist.

In jahrelanger Arbeit haben Spezialisten 30 Tonnen Erdreich unter dem Turm abgetragen und tonnenschwere Gewichte zum Geradeziehen installiert. Halb Italien spottete über die Stahlkabel-"Hosenträger". Zum Abschluss der Operation soll der 58 Meter hohe Riese noch ein Facelifting zur äußeren Verschönerung erhalten. Die Öffnung für das Publikum ist nach früheren Zeitungsberichten für den 17. Juni geplant.



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