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31. Januar 2006, 16:51 Uhr

Rangliste

Oslo ist teurer als Tokio

Europa hat es geschafft. 14 Jahre stellte Japan unangefochten die Nummer eins in der Rangliste der teuersten Städte der Welt. Nun erreichte Tokio lediglich Platz zwei - hinter Norwegens Hauptstadt Oslo.

London - Das Leben ist in keiner Stadt der Welt so teuer wie in Oslo. Die norwegische Hauptstadt verdrängte Tokio nach 14 Jahren von der Spitze der Rangliste, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Forschungsinstituts Economic Intelligence Unit hervorgeht. Die japanische Hauptstadt liegt nun auf Platz zwei, gefolgt vom isländischen Reykjavik. Osaka und Paris liegen auf dem dritten und vierten Platz, gefolgt von Kopenhagen, London, Zürich, Genf und Helsinki.



Die teuerste Stadt der USA und die teuerste Stadt Deutschlands teilen sich Rang 27: Das sind in diesem Jahr New York und Düsseldorf. Der Aufstieg Oslos sei symbolisch für die in ganz Europa steigenden Lebenshaltungskosten, hieß es in der Studie. Das zeige auch, dass unter den zehn teuersten Städten acht europäische sind.

Einige osteuropäische Städte sind ebenfalls teurer geworden. In den Haupstädten von Serbien, Montenegro, Türkei und Polen etwa erhöhten sich die Lebenshaltungskosten um mehr als fünf Prozent. Auf die sieben hintersten Plätze kamen fünf asiatische oder vorderasiatische Städte. Am niedrigsten sind die Lebenshaltungskosten in Teheran. Für die Studie wurden von mehr als 130 Städten eine Art Warenkorb mit Gütern und Dienstleistungen erstellt.

Richtigstellung: Gestern veröffentlichte SPIEGEL ONLINE den Vergleich mit Vorjahreszahlen, nach denen London vom dritten auf den siebten Platz in der Economic-Intelligence-Unit-Rangliste gerutscht sei. Diese Angabe ist falsch, auch im März 2005 lag London in der Liste dieses Forschungsinstituts auf Rang sieben.

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