Technischer Defekt Hunderte saßen in Londoner Riesenrad fest

Sie wollten einfach die Aussicht über London genießen: Hunderte Touristen saßen mehr als eine Stunde lang im Riesenrad London Eye fest. Bis der Schaden repariert wurde, verharrten die Gäste in schwindelnder Höhe.


London - Für etwa 400 Passagiere des London Eye wurde der Osterausflug zum unfreiwilligen Picknick über der Hauptstadt: Wegen eines Defekts an einem der vier Antriebsräder stoppte das Riesenrad am Abend des Ostermontags plötzlich ab. Techniker versuchten, das Problem in den Griff zu bekommen, während die Gäste auf bis zu 135 Metern Höhe in den Kabinen saßen.

In den 32 gläsernen Gondeln lagen "Trostpäckchen" mit Decken, Wasser und Glukosetabletten bereit. Per Lautsprecher wurden die Passagiere aufgefordert, Ruhe zu bewahren. "Wir waren permanent mit ihnen verbunden und haben angeboten, eine Entschädigung zu zahlen", sagte eine Sprecherin. Alle Fahrgäste konnten das Riesenrad nach etwa einer Stunde wieder verlassen. Am Dienstagmorgen wurde der Betrieb des London Eye wieder regulär aufgenommen.

Das Riesenrad ist eine der großen Attraktionen Londons, die 800 Besuchern pro Runde Platz bietet. Eine Fahrt dauert rund 30 Minuten. Das London Eye wurde im März 2000 eröffnet. Jährlich kommen rund 3,5 Millionen Gäste pro Jahr an das Südufer der Themse, um sich vom London Eye aus einen Überblick über die britische Hauptstadt zu verschaffen.

reh/Reuters



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