Venedig im Morgengrauen Wer früher aufsteht, sieht mehr von der Stadt

Die ersten opulent herausgeputzten Karnevalisten sind schon in den Gassen Venedigs unterwegs. Doch viel spannender als das Getümmel sind die ruhigen Stunden der Stadt. Ein Fotoporträt von Ralph Hinterkeuser.

Ralph Hinterkeuser / lumas.com

Nur wenige Besucher kennen Venedig so, wie der Berliner Fotograf Ralph Hinterkeuser es zeigt: menschenleer, in warmen Farben. Auf den beliebtesten Plätzen und Kanälen der Stadt herrscht niemals Ruhe, möchte man meinen. Vor allem nicht zur Karnevalszeit, die am vergangenen Wochenende auf dem Canal Cannaregio mit einem ersten Fest begonnen hat.

Gondoliere schoben ihre kostümierten Passagiere in beleuchteten Boote über das Wasser, zu einem Umzug kamen Tausende Schaulustige. Und ab Sonntag wird das Getümmel mit dem Volo dell'Angelo, dem Engelsflug über dem Markusplatz, endgültig eingeläutet: Eine junge Frau schwebt von einem Seil gesichert vom Campanile herab. Dann drängen sich die Flaneure in mehr oder weniger originellen Kostümen und Masken durch die Gassen und entlang der Kanäle.

Doch Ralph Hinterkeuser, der von der Galerie Lumas vertreten wird, zeigt ein anderes Venedig, ein verborgenes. Er hat sich schon vor Sonnenaufgang aus dem Bett gequält und die Stadt im Morgengrauen fotografiert - bevor der touristische Alltag vor dem Markusdom, der Accademia-Brücke, vor der Basilica di Santa Maria della Salute und auf dem Canal Grande beginnt.

Der 54-Jährige fängt die Stimmung des noch menschenleeren Venedigs mit warmen Farben ein. Wer diese Seite der Stadt sehen will, muss früh aufstehen - oder zumindest einen Schritt weg wagen von den üblichen Laufwegen zwischen Markusdom und Rialto-Brücke.

abl



insgesamt 20 Beiträge
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Wastlhund 04.02.2015
1. Bearbeitung
Leider eine wenig gelungene Bearbeitung der Fotos seitens des Fotografen. Die warmen Töne wirken künstlich, die Belichtung ist zu sehr verdreht worden. Sehr gut zu sehen bspw. auf Bild 5: Die roten Häuser, der abgesoffene Himmel, das völlig überbelichtete Wasser in der Bildmitte... Schade, aus der Idee hätte man mehr machen können.
hörzu 04.02.2015
2. Traumhafte Fotos - Kompliment !
Kenne ein bischen Venedig : Mir ein Rätsel - weil ich selbst fotografiere - wie sind diese Fotos zeitlich zu schaffen , wenn man weder ein Auto noch ein Moped oder ein Rad zur Verfügung hat ....? Zu Fuß fast unmöglich...! Muss an mehreren Tagen gewesen sein ....!
makabie 04.02.2015
3.
Wirklich schöne Fotos. Allerdings wäre Bild 7 bei mir schon in der ersten Sichtung verworfen worden. Die Bewegungsunschärfe der Gondeln passt einfach nicht zum Bild.
guspe 04.02.2015
4. Warum immer Nachbearbeitung?
Die wahre Schönheit der Welt reicht einfach keinem mehr so wie es mir scheint. Schade.
nadennmallos 04.02.2015
5. Ganz hübsche Strecke ...
... und wenn der Fotograf noch ein bißchen abseits gelaufen wäre, in die engen Gassen, zu den kleinen Kanälen, dann hätte er noch viel mehr gesehen. Ein bißchen weniger Nachbearbeitung hätte auch gereicht. Aber ansonsten: Ganz ordentlich!
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