Bis zu zehn Euro Venedig kassiert ab Juli Eintritt

Jetzt aber! Venedig hat die Einführung eines Eintrittsgelds für die überfüllte Stadt lange verschoben. Ab Juli 2020 nun sollen Tagestouristen zahlen, sonst droht ein Bußgeld.

Venedig: Wer mit dem Schiff kommt, muss Eintritt zahlen
Stefano Rellandini/ REUTERS

Venedig: Wer mit dem Schiff kommt, muss Eintritt zahlen


Im Sommer kommenden Jahres ist es so weit: Dann sollen Venedig-Besucher, die nicht in der Stadt übernachten, eine Gebühr bezahlen. Der geplante Eintritt soll zum 1. Juli 2020 kommen und bei mindestens drei Euro liegen. Das gab die Venedigs Stadtregierung bekannt.

Die italienische Lagunenstadt ist besonders vom Massentourismus betroffen. Die Gebühr für Tagesgäste und Kreuzfahrtpassagiere war vor einigen Monaten angekündigt, ihre Einführung aber zunächst verschoben worden. Besucher, die in Herbergen in der Stadt unterkommen, sind von der Zahlung befreit. Hotelgäste müssen schon jetzt eine Ortstaxe bezahlen.

"Wir sind nicht daran interessiert, Kasse zu machen", hatte Bürgermeister Luigi Brugnaro Anfang des Jahres zu den Plänen gesagt. Vielmehr seien die Instandhaltung und die Sauberkeit der historischen Stadt teuer. "Wir müssen der ganzen Welt davon erzählen, wie schwierig es ist, einen so besonderen Ort zu verwalten."

Nach den aktuellen Plänen soll der Eintritt zu Hochzeiten auf sechs bis acht Euro steigen. Ab Januar 2021 soll dann die Standardgebühr sechs Euro betragen. Ist Venedig überfüllt, soll der Preis auf acht bis zehn Euro steigen. An weniger frequentierten Tagen werden drei Euro fällig. Die Zahlungsmethode wird noch ausgearbeitet. Nach Angaben der Stadt drohen Besuchern 100 bis 450 Euro Bußgeld, wenn sie versuchen sollten, die Gebühr zu umgehen.

Venedig sieht sich seit Jahren mit einem riesigen Andrang von Touristen konfrontiert. Immer wieder gibt es Ideen, wie die Besuchermengen gelenkt werden könnten. Gleichzeitig ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle für die Stadt an der Adria.

abl/dpa



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