Zudringliche Touristen Meerjungfrau flüchtet ins Wasser

In ihrer langen Laufbahn musste die Kleine Meerjungfrau schon manches erleiden: Ihr wurde zweimal der Kopf abgesägt und ausgerechnet zum Weltfrauentag ein Plastikpenis umgehängt. Nun reicht's, die Nymphe zieht um.


Kopenhagen - Besucher haben die weltberühmte Kleine Meerjungfrau zu heftig betatscht, meinen die Behörden der dänischen Hauptstadt, und immer wieder "merkwürdige Dinge mit ihr angestellt". Nun wird untersucht, wie die auf einem Felsen am Ufer platzierte Nymphe aus Bronze so weit ins Wasser zurückgezogen werden kann, dass sie für "Zudringlichkeiten" nicht mehr erreichbar ist, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung im Rundfunk.

Kleine Meerjungfrau: Zu sehr betatscht 
DDP

Kleine Meerjungfrau: Zu sehr betatscht 

Der seit 1913 auf ihrem Platz am Langelinie-Kai sitzenden und nur 1,25 Meter großen "Lille Havfrue" aus dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen wurde 1964 und 1998 jeweils der Kopf und zwischendurch auch ein Arm abgesägt. 2003 stießen sie Unbekannte ganz ins Wasser.

Die kleine Bronzefigur ist bei den Touristen sehr beliebt, im Jahr pilgern mehr als eine Million zum Wahrzeichen der dänischen Hauptstadt. Der Bildhauer Edvard Erikson hatte die Figur nach dem Kopf der Balletttänzerin Ellen Price und dem Körper seiner Ehefrau Eline geformt. Die Ballerina wollte nicht unbekleidet Modell sitzen.



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