SAMSON; Edel Rodriguez / DER SPIEGEL

In eigener Sache Warum es in dieser Woche zwei SPIEGEL-Titel gibt

Der SPIEGEL hat im Digitalen in dieser Woche zwei Titelgeschichten und zwei Titelbilder – um über die Entwicklungen in den USA so aktuell wie möglich zu berichten. Wie es dazu kam.

Seit Mittwoch wartet die Welt auf die Entscheidung, wer der 46. Präsident der Vereinigten Staaten und damit der mächtigste Mann der Welt wird. Für uns in der Redaktion bedeutet das: Rund 50 Kolleginnen und Kollegen berichten aus den USA, dem Newsroom in Hamburg, dem Studio in Berlin. Seit Dienstag sind wir in noch größerer Stärke rund um die Uhr besetzt.

Auf SPIEGEL.de können wir das Nachrichtengeschehen minutenaktuell abbilden, den Redaktionsschluss des gedruckten Heftes haben wir in der Nacht von Donnerstag auf Freitag so weit nach hinten geschoben, wie nur irgend möglich. Doch als die Geschichten um drei Uhr nachts in den Druck gegangen sind, stand noch immer nicht fest, wer die Wahl in den USA gewonnen hat.

Zu berichten gibt es dennoch mehr als genug: Die Beharrlichkeit, mit der Donald Trump die Ergebnisse der Wahl und die Abstimmung als solche anzweifelt, beschreiben die Kollegen Matthias Gebauer, Roland Nelles, René Pfister, Ralf Neukirch und Alexander Sarovic; es ist eine von zwei Titelgeschichten, sie heißt: "Der Hausbesetzer". Hier ist sie digital zu finden .

DER SPIEGEL 46/2020
Foto: SAMSON; Edel Rodriguez / DER SPIEGEL

Der Haus­be­set­zer / Make America great again

Bidens Sieg und Trumps schmutziger Kampf ums Oval Office

Zur Ausgabe

Wohl noch nie ging es bei einer Wahl um so viel: um die Frage, ob ein lügender, autokratisch agierender und von Hunderttausenden Corona-Opfern ungerührter Präsident weiterregieren darf.

Nun steht fest, dass Joe Biden aller Wahrscheinlichkeit nach der neue Präsident der Vereinigten Staaten wird. Auch wenn Biden ein eher schwacher Präsident werden könnte, sitzt mit ihm ab dem 20. Januar 2021 wohl wieder ein Mann im Weißen Haus, der die demokratischen Prinzipien achtet – und hat Amerika, nicht ganz unwichtig, erstmals eine Vizepräsidentin.

Wir haben daher die digitale Ausgabe des SPIEGEL aktualisiert und veröffentlichen nun eine zweite Titelgeschichte zu Joe Biden: "Ein neuer Anfang" . Die Kollegen beschreiben darin, was Biden in den kommenden Jahren leisten muss – und welche Rolle Donald Trump dabei spielen wird. Außerdem finden Sie digital nun auch einen neuen Leitartikel.

Zudem gibt es ein alternatives Titelbild – das wir vom Zeichner Edel Rodriguez haben entwerfen lassen für den Fall, dass der Wahlsieger bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag festgestanden hätte. Auf diesem Cover setzt Biden der Freiheitsstatue ihren Kopf auf. Wir nehmen damit Bezug auf das weltweit beachtete Cover der SPIEGEL-Ausgabe 6/2017, auf dem Trump der "Lady Liberty" den Kopf abgetrennt hatte.

Rund um die Wahl waren Reporter und Korrespondenten in den vergangenen Wochen im ganzen Land unterwegs : Marc Pitzke erlebte in Florida die Niederlage einer Exilkubanerin, die für die Demokraten antrat. Alexandra Rojkov begleitete in Pennsylvania einen Republikaner , der laut darüber nachdachte, sich zu bewaffnen, sollte Trump gegen Biden verlieren. Valerie Höhne berichtete aus Detroit, wie die Basis auf Trumps Betrugsvorwürfe reagierte. Die Korrespondenten René Pfister und Roland Nelles analysierten die Lage in Washington. Das Datenteam rund um Marcel Pauly unterzog Trumps Äußerungen einem Faktencheck.

"Auf Biden lastet nun die fast unmögliche Aufgabe, ein Land zu vereinen, das so zerrissen ist wie selten zuvor", sagt Christoph Scheuermann aus der Auslandsressortleitung. Und Mathieu von Rohr, Leiter des SPIEGEL-Auslandsressorts, schreibt in einem seinner Leitartikel : "Der Trumpismus wird den USA wohl als zerstörerische politische Kraft erhalten bleiben. Die republikanische Basis hat sich seiner Ideologie fast ganz verschrieben."

Alle Texte, Analysen, beide Titelgeschichten und Cover finden Sie natürlich auch auf unserer Website.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!

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