Vorschau 2012 Juni

Am ersten Junitag - sonnenhell, die Singvögel sind voll des Lobs -, findet jeder Bürger der Bundesrepublik Deutschland einen Umschlag unter seinem Kopfkissen.


Farben (Archivbild)
ddp

Farben (Archivbild)

Darin: ein feines, in feinstes Pergamentpapier gehülltes Täfelchen, das riecht noch feiner süß nach Pfefferminz und Ingwer. Steckt man es in den Mund - und jeder und jede stecken es sogleich in den Mund, das geht gar nicht anders - wird man klar und schwummrig gestimmt zugleich, die Augen fallen einem zu vor lauter Aufgewecktheit und man fühlt sich ungewöhnlich warm und frisch. Dann geht der Kopf von selbst auf eine Reise, die ist ein ganz besonders dolles Ding. Einfach unbeschreiblich! Farben, Klänge, Bewegungen, Ahnungen, Gewissheiten. Und Kekse! Jede Menge Kekse. In allen Größen. Mit Glasur und ohne. Mit Rosinen oder extra ohne Rosinen, ganz wie's kommt. Ein Traum von einem Traum. Und dann, auf einen Schlag, ist alles aus und vorbei, und jeder und jede wachen auf auf ihrem Kissen, und der Juni ist zu Ende. Und das ist wahrscheinlich wohl auch besser so.



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