Neuer Anlauf für Gender-Talk Niveau kann man üben!

Bekommen die Fernsehversager eine zweite Chance?


Die Frauenrechtlerin Clara Zetkin hatte keinen Fernseher und konnte sich dieshalb nicht über Talkshows beschweren.
dpa/dpaweb

Die Frauenrechtlerin Clara Zetkin hatte keinen Fernseher und konnte sich dieshalb nicht über Talkshows beschweren.

In der "Hart-aber-fair"-Affäre (SPAM berichtete) hat Moderator Frank Plasberg jetzt angekündigt, bereits in zwei Wochen eine weitere Talkshow zur Gleichberechtigung der Geschlechter zu präsentieren.

Leider erwähnte er nicht, ob jene Personen, die in der vorangegangenen (inzwischen aus dem öffentlich-rechtlichen Internet verbannten) Sendung zum Thema so gesellschaftsgefährdend unseriös auftraten, die Gelegenheit zur Rehabilitierung bekommen. Dürfen Sophia Thomalla und Wolfgang Kubicki zeigen, dass sie ihre Lektion gelernt und zu einer höheren Stufe der politischen Reife gefunden haben?

Zumindest die bisher beschwerdeführenden Frauenverbände und WDR-Fernsehdirektor Schönenborn stellen alle Signale auf Grün: "Wir sind geduldig und bereit, es noch einmal mit diesen kläglichen Figuren zu versuchen. Wenn es erneut nicht funktionieren sollte, wird die Show eben so lange wiederholt, bis wir zufrieden sind."

Aber egal, ob es nun dieselben oder andere Talkteilnehmer sind: Sie sollten wissen, dass der Kampf um Gesprächsdisziplin und Diskussionsniveau sich lohnt. Denn bei einem Erfolg winkt ihnen der größtmögliche Lohn: Ihre Redebeiträge dürften in der ARD-Mediathek bleiben. Für immer.



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