Gigantisches Straßenbauprojekt Eigene Fahrspur für VW-Diesel

Als große Chance bezeichnete Verkehrsminister Dobrindt ein Straßenbauprojekt, welches 2,8 Millionen nachgebesserte VW-Diesel in den flotten deutschen Verkehr integrieren will.


Ein Horrorszenario: Umgerüstete VW-Diesel legen Autobahnverkehr lahm.
DPA

Ein Horrorszenario: Umgerüstete VW-Diesel legen Autobahnverkehr lahm.

Denn eins ist klar: Nicht ohne Grund schaltet sich die Abgasreinigung beim fahrenden VW-Diesel automatisch ab. Ohne diese technische Finesse kriecht dieses "Kraftfahrzeug" im Schneckentempo vor sich hin. "Wir wissen jetzt noch nicht genau, wie viel langsamer ein VW-Diesel durch die Umrüstung wird", so Dobrindt (CSU, Brille, ca. 56 Jahre). Seine Experten schätzten zwar, dass er auf ebener Strecke schon noch bis zu 50 oder 70 Stundenkilometer schaffe, aber schon bei leichteren Anstiegen könnten 30 Stundenkilometer oder noch weniger das Äußerste sein, was noch aus ihm rauszuholen sei. "Wir können nun nicht 2,8 Millionen solcher VW-Diesel-Kutschen auf die deutschen Autobahnen loslassen. Das gäbe ein Chaos sondergleichen." Ebensowenig aber werde die Regierung Millionen "Autofahrer" im Regen stehen lassen und alle VW-Diesel als Mofas einstufen. Zudem sei der bundesweite Ausbau eigener VW-Diesel-Fahrspuren eine riesige Chance für Deutschland. Er sage nur eins: Arbeitsplätze, Arbeitsplätze, Arbeitsplätze! Dafür: "Herzlichen Dank, VW!" Und: Die neue Spur komme auch vielen Millionen Fahrrad-, Skateboard- und Segwayfahrer zugute. Diese dürften dort nämlich ebenfalls nach Herzenslust rumgurken.



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