AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 6/2004

NDR droht "Tagesschau"-Sprecher Jens Riewa nach Entgleisung mit Rauswurf


Der NDR droht dem "Tagesschau"-Sprecher Jens Riewa mit dem Rauswurf. Der Hintergrund: Riewa hatte am 25. Januar bei einem Bundesliga-Eishockeyspiel zwischen dem ERC Ingolstadt und den Iserlohn Roosters plötzlich das Mikrofon des Stadionsprechers ergriffen und den Schmähgesang "Scheiß Iserlohn ..." angestimmt. Ordner mussten daraufhin die wutentbrannten Iserlohner Fans bändigen und eine Massenschlägerei unter den rund 4000 Zuschauern verhindern. Zwar entschuldigte sich Riewa drei Tage später, der NDR hat seinem Nachrichtenmoderator aber trotzdem eine "klare gelbe Karte" gezeigt. "Jens Riewa ist deutlich gemacht worden: Wenn er "Tagesschau"-Sprecher bleiben will, dürfen sich solche Entgleisungen nicht wiederholen", so NDR-Fernsehdirektor Jürgen Kellermeier. Im Sommer 2002 war der Moderator vom NDR schon einmal auf Bewährung gesetzt worden: Riewa hatte sich in "Bild" über die Schlagersängerin Michelle ausgelassen und sie als "Granate im Bett" bezeichnet.



© DER SPIEGEL 6/2004
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