AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 10/2004

Straßenverkehr Durchblick beim Idiotentest

Ihr Spitzname ist "Idiotentest", die korrekte Bezeichnung lautet: medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU). Über 100.000 bundesdeutsche Autofahrer müssen sie pro Jahr absolvieren.


Über das, was in einer MPU tatsächlich geschieht, kursieren Furcht erregende Geschichten. Meist sind die Absolventen beim ersten Anlauf nicht erfolgreich - mit der Begründung, sie hätten sich mit ihrem Alkoholproblem nicht genügend auseinander gesetzt. Wichtigster Part der Untersuchung ist die mündliche Befragung durch einen Psychologen, bei der dieser das Gespräch handschriftlich protokolliert. Der Befragte bekommt das ausgefertigte Gutachten zugeschickt - und wundert sich bisweilen über das, was er da gesagt haben soll. Er fühlt sich missverstanden, wenn nicht falsch wiedergegeben.

Einige MPU-Anbieter haben sich zum Ziel gesetzt, Missverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen. Beim Test der Recklinghausener MPU-GmbH etwa bekommt der Befragte die Möglichkeit, sich das Protokoll durchzulesen, es mit dem Prüfer zu besprechen und für den späteren Abgleich mit dem ausgefertigten Gutachten nach Hause mitzunehmen. Auf Wunsch wird das Gespräch auch mitgeschnitten.



© DER SPIEGEL 10/2004
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