Der SPIEGEL

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25. März 2006, 11:19 Uhr

Fußball

Spur im Wettskandal führt nach Österreich

Die Affäre um vier mutmaßliche Wettbetrüger aus Rheinland-Pfalz, die in den letzten Wochen für Schlagzeilen sorgte, bekommt eine internationale Dimension. Nach Informationen des SPIEGEL sollten offenbar auch Spiele in Österreich manipuliert werden.

Hamburg - Nach Ermittlungen des Hessischen Landeskriminalamts wollte der mutmaßliche Kopf des Syndikats, William Bee Wah L., offenbar auch zwei Partien der österreichischen Bundesliga manipulieren. Dabei handelt es sich um die Spiele von Sturm Graz gegen Austria Wien am 25. Februar und gegen RB Salzburg am 4. März.

Wettscheine: Anruf in Graz?
DDP

Wettscheine: Anruf in Graz?

Laut Abhörprotokollen erwog der aus Asien stammende L., der sich am Telefon gern mit "Hallo Mafia" begrüßen ließ, einen Grazer Spieler über Mittelsmänner mit 5000 Euro zu bestechen. Der Plan scheiterte jedoch. Nach Angaben eines Beschuldigten sollen zudem Spieler eines anderen österreichischen Bundesligavereins eine sechsstellige Summe darauf gesetzt haben, dass sie in einem bestimmten Spiel mit zwei bis drei Toren Unterschied gewinnen � was ebenfalls gescheitert sei.

L.�s Komplize Sayed G. bemühte sich, so die Erkenntnisse, derweil nicht nur mit Bargeld um die Gunst eines Fußballers aus Trier: Den Ermittlungen zufolge hatte er ihm auch Auslagen für Essen und weibliche Begleitung bezahlt.

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© DER SPIEGEL 13/2006
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