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Unfälle: Rekonstruktion einer Todesfahrt

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Unfälle Todesfahrt mit Ansage

Ein Epileptiker verursachte seit 2004 drei schwere Verkehrsunfälle. Weil er trotzdem seinen Führerschein behielt, konnte es im März zur Katastrophe kommen: In Hamburg starben vier Menschen. Jetzt wird Anklage erhoben wegen fahrlässiger Tötung.

Die Lebensfreude der Kauffrau Barbara Prinz endete an einem sonnigen Vorfrühlingsnachmittag auf dem Bürgersteig einer stark befahrenen Hamburger Straßenkreuzung. "Bis zu diesem Tag war ich ein glücklicher Mensch", sagt die sportlich wirkende 50-Jährige, "seitdem hat sich alles verändert, grausam verändert."

Prinz kann kaum noch schlafen, sich nicht mehr konzentrieren, bricht scheinbar grundlos in Tränen aus. Die Bilder dieses Sonnabends verfolgen sie Tag und Nacht.

Für das, was sie am 12. März dieses Jahres sah, hörte und miterlebte, fallen der dreifachen Mutter nur Begriffe wie Krieg, Chaos, Inferno ein: "Überall war Blut, auf der Straße lagen zerstörte Fahrräder, einzelne Schuhe, Einkaufstüten und Brillen. Unter einem Autowrack ragte ein Kopf hervor."

Barbara Prinz wurde Zeugin eines der schlimmsten Verkehrsunfälle in der Geschichte der Hansestadt. Auf einer großen mehrspurigen Kreuzung im gediegenen Stadtteil Eppendorf geriet ein silbergrauer Fiat Punto auf die Gegenfahrbahn, raste mit rund hundert Stundenkilometern bei Rot über eine Ampel, rammte ein schwarzes Golf-Cabrio, überschlug sich mehrfach und zerschellte inmitten einer Gruppe Passanten. Drei Radfahrer, die an einer Verkehrsampel auf Grün warteten, waren sofort tot, eine Frau starb kurz danach im Krankenhaus. Mehrere Personen wurden verletzt, einige Zeugen erlitten einen Schock. So auch Barbara Prinz.

Das Geschehen löste bundesweit Erschütterung und Anteilnahme aus, denn etliche Opfer waren prominent. Vom Unglückswagen erschlagen wurden der Schauspieler Dietmar Mues, 65, bekannt als Darsteller in Fernsehserien wie dem "Tatort", und seine 60-jährige Ehefrau Sibylle, eine Grundschullehrerin. Beide waren mit ihrem Tandem unterwegs.

Ebenfalls ums Leben kamen der renommierte Sozialwissenschaftler Günter Amendt, 71, Autor von Büchern über Sexualforschung und Drogenpolitik, sowie die Hamburger Designerin Angela Kurrer. Im gerammten Cabrio überlebten der Schauspieler Peter Striebeck, 73, ehemals Intendant des Hamburger Thalia Theaters, und seine Ehefrau Ulla, 69, früher Schauspielerin am Wiener Burgtheater.

"Sie waren zur falschen Zeit am falschen Ort", beklagt ein Freund von Dietmar Mues. Der Satz soll die Schicksalhaftigkeit des Geschehens ausdrücken, als sei alles zufällig passiert, unabwendbar, höhere Gewalt.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft sieht das ganz anders. Noch in diesem Jahr soll der Mann am Steuer des Fiat, Caesar S., wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung angeklagt werden.

S. ist seit vielen Jahren Epileptiker. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Katastrophe mit hoher Wahrscheinlichkeit durch einen schweren Krampfanfall des Autofahrers ausgelöst wurde. Und dass Caesar S. jederzeit mit einem epileptischen Anfall rechnen musste.

Der Mann, so legt seine Biografie nahe, war wie eine Art tickende Zeitbombe im Straßenverkehr unterwegs. Er hätte eigentlich längst nicht mehr im Besitz eines Führerscheins sein dürfen. Dass er ihn doch noch hatte, beruhte auf juristischen Winkelzügen, großzügigen Richtern, nachlässigen Ärzten und offenbar auch eigener Verantwortungslosigkeit. Denn schon vor seiner Todesfahrt in Hamburg-Eppendorf verursachte der heute 39-Jährige drei schwere Verkehrsunfälle.

Im Alter von 21 Jahren wurde bei Caesar S. erstmals Epilepsie vermutet, eine Krankheit, an der in Deutschland über eine halbe Million Menschen leiden. Epileptische Anfälle werden durch abnormale, sich schnell wiederholende elektrische Entladungen ganzer Nervenzellengruppen im Hirn ausgelöst. Sie reichen von kurzen Bewusstseinsstörungen und leichten motorischen Ausfällen bis zu schweren Verkrampfungen und Zuckungen des ganzen Körpers bei gleichzeitiger Bewusstlosigkeit.

Einen derart heftigen Krampfanfall, einen sogenannten Grand Mal, erlitt Caesar S. erstmals in einer Nacht des Jahres 1993. In den Tagen zuvor hatte er offenbar zu wenig geschlafen und zu viel Alkohol getrunken. Beim anschließenden Klinikaufenthalt wurde ein Gelegenheitsanfall vermutet und noch keine regelmäßige Einnahme von Medikamenten verordnet. Ob es bis zum ersten Verkehrsunfall zu weiteren Anfällen kam, ist nicht bekannt.

Den Rat seines Hausarztes, er solle, "eher zu Fuß gehen", ignorierte S.

Dieser Verkehrsunfall geschah am 5. Juli 2004. Caesar S. geriet mit seinem Auto auf der Bundesstraße 5 Richtung Pinneberg ohne erkennbaren Grund auf die Gegenfahrbahn. Sein Wagen prallte mit zwei entgegenkommenden Fahrzeugen zusammen, riss ein Verkehrszeichen aus der Verankerung und kam schließlich an einem Baum zum Stehen. Eine Frau wurde erheblich verletzt, S. erlitt eine Platzwunde am Kopf und einen Bandscheibenvorfall. Der Fahrer habe "zitternd und mit weit aufgerissenen Augen" im Auto gesessen, erinnert sich ein Zeuge.

Zum Unfallhergang gab S. an, ihm fehle jede Erinnerung - ein Phänomen, das sich noch mehrfach wiederholen sollte. Ein Verfahren gegen ihn wurde von einem Itzehoer Amtsanwalt gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt.

Nur knapp sechs Monate später, zwei Tage vor Heiligabend 2004, verursachte Caesar S. erneut eine folgenschwere Kollision. Mit dem Audi seiner Mutter rammte er auf einer Landstraße bei Elmshorn dreimal den vor ihm fahrenden Wagen, kam dann in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab. Der Audi flog zehn Meter durch die Luft und stieß gegen eine Lärmschutzwand. S., der aus den Trümmern herausgeschnitten werden musste, brach sich zahlreiche Knochen, schwebte tagelang in Lebensgefahr.

Wieder versicherte er, sich an nichts erinnern zu können. Zeugen war aufgefallen, dass Caesar S. unmittelbar nach dem Unfall, noch hinter dem Steuer eingeklemmt, heftig gekrampft hatte. Auch im Krankenhaus, wo er vier Wochen lang stationär behandelt wurde, vermuteten die Ärzte einen cerebralen Krampfanfall als Unfallursache. Sie forderten S. dringend auf, nicht mehr Auto zu fahren und seine Fahrtüchtigkeit überprüfen zu lassen. Ein Ermittlungsverfahren wurde wie nach dem ersten Unfall eingestellt. Die Staatsanwaltschaft schloss sich dem Argument des damaligen Verteidigers Vinzenz Graf von Baudissin an, S. habe mit so einem Krampfanfall nicht rechnen müssen.

Bei einer neurologischen Untersuchung im Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf, bei der auch eine Kernspin-Untersuchung vorgenommen wurde, diagnostizierten die Ärzte im Juli 2005 eine "generalisierte idiopathische Epilepsie" - eine Epilepsieform, deren Ursache weitgehend ungeklärt ist. Erbliche Veranlagungen können eine Rolle spielen.

Die Mediziner verschrieben S. das Anti-Epileptikum Valproinsäure, ein Medikament, das die Erregbarkeit der Nervenzellen im Gehirn vermindert, aber auch dämpfend wirken kann.

Trotz der Krankheit bescheinigte eine Hamburger Nervenärztin im Oktober 2005 Caesar S. per Attest die Fahrtüchtigkeit. Dabei blieb unberücksichtigt, dass nach den Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahrereignung Epileptikern in der Regel erst dann das Autofahren gestattet werden kann, wenn sie mindestens ein Jahr anfallsfrei geblieben sind. Der letzte Unfall lag zum Zeitpunkt des Attests jedoch erst neuneinhalb Monate zurück.

Zwischen 2006 und 2008 musste Caesar S. mehrfach zum Arzt, diagnostiziert wurden unter anderem eine Gehirnerschütterung, eine Platzwunde und eine Schädelprellung. Ob es sich um epileptische Anfälle handelte, blieb ungeklärt.

Den Rat seines Hausarztes, er solle, statt Auto zu fahren, "eher zu Fuß gehen", ignorierte S. Der gelernte Immobilienkaufmann, der seit April 2004 für eine kommunale Wirtschaftsförderungsgesellschaft den Verkauf von Gewerbegrundstücken abwickelte, fuhr regelmäßig zu Terminen.

So verursachte er am 28. November 2008 seinen dritten schweren Unfall, diesmal auf der A 7 in Höhe der Anschlussstelle Kaltenkirchen. Sein Auto krachte auf der freien Überholspur plötzlich links in die Mittelschutzplanke, schleuderte quer über den Asphalt in die rechte Außenschutzplanke und landete entgegen der Fahrtrichtung wieder auf der Überholspur. Ein nachfolgender Wagen, dessen Fahrer nur durch eine Notbremsung einen Zusammenstoß verhindern konnte, wurde von einem Lastwagen gerammt.

Auch diesmal vermochte sich Caesar S. nicht zu erinnern, wie es zu der Karambolage kommen konnte. Noch am Unfallort berichtete er Autobahnpolizisten und Zeugen von seinem Blackout, seiner Epilepsieerkrankung und seiner Medikamenteneinnahme - Grund genug für die Polizei, den Führerschein von S. zu beschlagnahmen. Und Anlass für das Amtsgericht Kiel, die Fahrerlaubnis vorläufig zu entziehen.

In die Trauer mischte sich schnell Wut auf den Unfallfahrer

Hätte Caesar S. angesichts dieser Entscheidung auf seinen Führerschein verzichtet, wäre vielen Menschen viel Leid erspart geblieben. Doch der Hamburger Rechtsanwalt Henry Schulitz legte im Auftrag seines Mandanten Beschwerde ein - mit neuen, überraschenden Angaben.

Der Unfall sei nicht wegen eines Krampfanfalls passiert, so die Argumentation, sondern vermutlich infolge eines technischen Defekts, womöglich einer abgenutzten Bremsscheibe. Vielleicht habe aber auch ein auf der Fahrbahn befindlicher Fremdkörper zum Ausbrechen des Wagens geführt - mithin Mutmaßungen, von denen S. nach dem Unfall selbst kein Wort gesagt hatte und denen auch nicht weiter nachgegangen wurde.

Die Annahme eines epileptischen Anfalls bezeichnete der Anwalt als "unzutreffend" und "fernliegend, wenn nicht sogar abwegig". Die Beschlagnahme des Führerscheins sei deshalb "rechtswidrig und verletzt Herrn S. in seinen Rechten".

Zur Unterstützung seiner These legte Anwalt Schulitz eine Kopie des drei Jahre alten Attests vor, das sich auf Ereignisse aus den Jahren 1993 und 2004 bezog und überdies fehlerhaft war. Eine Kieler Strafkammer wies die Anwaltsversion vom technischen Defekt zwar als reine "Schutzbehauptung" zurück und stellte fest, dass die Unfallursache "in einem epilepsie- oder medikamentenbedingten Ausfall des Beschuldigten zu suchen ist". Seinen Führerschein bekam Caesar S. trotzdem zurück.

Der letzte Unfall sei nämlich fast vier Jahre her, befand das Gericht, den neuerlichen Krampf habe S. nicht voraussehen können. Dies sei nur der Fall, wenn ein Kranker ständig Gefahr laufe, von Krampfanfällen überrascht zu werden. Bei S. habe man jedoch von 2004 bis 2008 keine weiteren Anfälle feststellen können - ob er außerhalb des Straßenverkehrs womöglich welche hatte, spielte für das Gericht keine Rolle.

Folgerichtig stellte die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung ein. Wegen des zweimonatigen Führerscheinverlusts erstritt Anwalt Schulitz für seinen Mandanten sogar noch eine Entschädigung.

Caesar S. hat zu diesem Zeitpunkt gelernt, mit seiner Krankheit zu leben. Und wie so viele Betroffene will er sie verbergen. Dafür gibt es Gründe: Epileptiker, die Berufe wie etwa Pilot, Zugführer oder Lastwagenfahrer nicht ergreifen dürfen, sind weitaus häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als Gesunde, gelten als Risikofaktor. In seiner Firma, der Chef bewertet seine Leistungen als "tadellos", versucht S. die Krankheit ebenso geheim zu halten wie im Bekanntenkreis.

Obwohl er regelmäßig seine Tabletten nimmt, wird S. zwischen 2008 und 2011 mehrfach von Anfällen heimgesucht, unter anderem kollabiert er im Büro. Zeitweise erhöhen die Mediziner seine Medikamentendosis. Allein im Jahr 2009 sind drei Krampfanfälle dokumentiert.

Nur zwei Wochen vor der Katastrophe wird Caesar S. in der S-Bahn von einer Schwindelattacke überrascht. Sein Hausarzt ermahnt ihn erneut, sich nicht ans Steuer zu setzen und sich bei seinem Neurologen einem EEG zu unterziehen, einer Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns. Ob der Patient die Ratschläge befolgt, ist nicht bekannt und wird offenbar auch nicht überprüft.

Was seine Ärzte nicht wissen: Caesar S. raucht Cannabis-Produkte, Laborwerte weisen auf regelmäßigen Konsum hin. Auch bei dem Unfall in Eppendorf steht er unter Drogeneinfluss. Hinterher wird er zugeben, in der Nacht zuvor eineinhalb Joints geraucht zu haben; ein Umstand, der seine Reaktionsfähigkeit erheblich vermindert und die dämpfende Wirkung seines Epilepsie-Medikaments zusätzlich verstärkt haben könnte. Ob der vermutete Krampfanfall jedoch durch die Droge ausgelöst wurde, ist unklar.

Caesar S. konnte zum Hergang des Dramas nichts beitragen. Nachdem ihn Passanten aus dem Wrack gezogen und auf einen Stuhl gesetzt hatten, rief er über Handy seine Freundin an, seine gebrochene rechte Hand blutete. "Er stand neben sich", schilderte ein Sanitäter den ersten Eindruck. "Ich kann mich an nichts erinnern", erklärte Caesar S. gegenüber Zeugen. Er sei erst wieder zu sich gekommen, als sein Wagen seitwärts auf dem Bürgersteig lag. Freunde der Opfer legten schon Stunden später am Unglücksort Blumen nieder, stellten Kerzen und Fotos der Opfer auf. In die Trauer mischte sich jedoch auch schnell Wut auf den Unfallfahrer. Bürger, die nichts von seiner Krankheit ahnten, forderten seine sofortige Festnahme.

Caesar S. steht vor den Trümmern seines Lebens

In einer Hamburger Klinik, in der er aus Sicherheitsgründen unter falschem Namen behandelt wurde, bestätigte sich die Epilepsie-Diagnose - ganz im Sinne von Verteidiger Schulitz. Mit der gleichen Vehemenz, mit der er beim Unfall von 2008 das Vorliegen eines Krampfanfalls bestritten hatte, kämpft der Anwalt jetzt darum, dass die Todesfahrt seines Mandanten als anfallsbedingt zu werten sei.

Damals galt es, zum Rückerhalt des Führerscheins die Epilepsie in Frage zu stellen. Jetzt, angesichts von vier Verkehrstoten, könnte der Nachweis eines plötzlichen Krampfes, dem Caesar S. hilflos ausgeliefert war, Schuldunfähigkeit und Straffreiheit bedeuten. Ob diese Rechnung aufgeht, ist jedoch nicht sicher.

Die Staatsanwaltschaft ist vom schuldhaften Verhalten des Autofahrers überzeugt. Caesar S. habe den Unfall infolge "geistiger oder körperlicher Mängel" nach Paragraf 315c des Strafgesetzbuchs fahrlässig verursacht. Der Epileptiker habe das Risiko eines jederzeit möglichen Anfalls genau gekannt - und es ignoriert.

Für Klarheit über etwaige Krampfanfälle vor dem Unglück könnte der Neurologe sorgen, bei dem S. in Behandlung war. Der Unfallfahrer hat den Arzt auf Anraten von Anwalt Schulitz jedoch nicht von der Schweigepflicht entbunden.

"Ich will den Fahrer auf jeden Fall vor Gericht sehen", sagt Wanja Mues, Sohn des Opfers Dietmar Mues und wie dieser Schauspieler. Die Frage der Schuld am tragischen Tod seiner Eltern müsse unbedingt in einer Hauptverhandlung geklärt werden, und im Übrigen trage auch der Anwalt, der die Wiedererlangung des Führerscheins erstritt, "eine Mitschuld".

Anwalt Schulitz will sich zu dem Ermittlungsverfahren gegen seinen Mandanten nicht äußern. Auf Anfrage des SPIEGEL erklärte der Jurist, er habe zu dem Fall "keinen Gesprächsbedarf".

Lässt das Gericht die Anklage zu, wollen Mues und seine beiden Brüder als Nebenkläger auftreten, ebenso wie der Sohn der Designerin Angela Kurrer und das Ehepaar Striebeck.

Caesar S. steht vor den Trümmern seines Lebens. Bei Gesprächen mit Ärzten und Therapeuten hat er versucht, das Thema moralische Schuld auszuklammern oder wegzuschieben. Seine Firma hat ihm wegen des Drogenkonsums gekündigt. Zwei Monate nach der Katastrophe versicherte S. schriftlich, dass er "derzeit und bis auf weiteres" nicht mehr Auto fahren werde.