14.12.2010

NATUR + TECHNIK

HILFE! MAMI!!

Erst scheint alles friedlich und ruhig: Im Kruger Nationalpark in Südafrika tummeln sich Elefanten an einem Fluss. Die erwachsenen Tiere fressen Blätter von den Büschen am Ufer, ein Elefantenbaby liegt im kühlenden Schlamm. Dann steht es auf und geht zum Wasser, um zu trinken. Doch plötzlich kommt Panik auf: Die erwachsenen Elefanten stoßen Warnrufe aus. Zu spät: Das Jungtier hat sich von der Herde entfernt und steht schutzlos am Fluss. Es hat das Raubtier nicht sehen können, das unter den Wasserpflanzen lauert. Das Krokodil springt hoch und packt den Rüssel des kleinen Elefanten. Zum Glück erkennen die erwachsenen Tiere seine Not: Die Elefanten trompeten laut und stampfen wild herum, bis das Krokodil verschwindet. Das Baby ist gerettet! Schützend stellt sich die Herde um das Jungtier. Als sich die Lage beruhigt hat, durchqueren die Elefanten gemeinsam den Fluss. Dabei halten sie vorsichtig Ausschau nach der Gefahr im Wasser.

SPIEL MIT DER FANTASIE

Wie kriegt man ein Auto über eine Schlucht hinweg? Eine Brücke gibt es nicht, aber in dem neuen Computerspiel "Create" braucht man auch keine. Denn in dem Spiel geht es darum, solche Aufgaben mit möglichst witzigen Hilfsmitteln und viel Fantasie zu lösen. Man kann zum Beispiel das Auto an riesige Ballons hängen, ein paar Windmühlen in die Landschaft stellen und den Wagen einfach über den Abgrund hinwegpusten lassen. Oder man baut eine Rampe und riskiert waghalsige Sprünge. Für jede gelöste Aufgabe gibt es neue Werkzeuge, die man in den nächsten Runden einsetzen kann. "Create" erinnert ein bisschen an das bekannte "Crazy Machines", ist aber viel umfangreicher. Und vor allem: Jeder Spieler kann die Landschaften auf dem Bildschirm völlig frei selbst gestalten, Häuser bauen, Berge in die Gegend setzen oder einen Ponyhof anlegen. Dann gucken die Pferde dem Auto bei seinen Sprungversuchen zu.

KOMISCHE KRÖTE

Mit schrägen Fröschen kennt sich Robin Moore gut aus: Leuchtend blaue, riesig große und giftig-gelbe Tiere hat der Biologe in den Urwäldern Mittelamerikas schon entdeckt. Sein neuester Fund wirkt da auf den ersten Blick geradezu langweilig: Knapp zwei Zentimeter klein und braun saß der Winzling auf einem Blatt im kolumbianischen Regenwald, als Moore ihn entdeckte. Aber der Forscher wusste sofort, dass er eine neue Krötenart vor sich hatte - und noch dazu eine ganz besondere Kreatur. Das Profil der kleinen Kröte erinnerte ihn an einen TV-Star: Monty Burns von den "Simpsons" hat doch die gleiche lange spitze Nase! Wie ist sein Spiegelbild im Urwald gelandet? Darauf hat der Biologe Moore keine Antwort. Aber einen originellen Namen hatte sein Findling sofort: "Der Name Monty gefällt mir gut", sagt Moore.

TOD EINES STERNS

Wenn ein kleiner Stern stirbt, zieht er sich zusammen, kühlt ab und verlischt. Sterne mit sehr hoher Masse aber blähen sich vor ihrem Tod noch zu einem riesigen Stern auf. Dann explodieren sie in einer gewaltigen Supernova. Auch unsere Sonne ist ein Stern. Was passiert mit ihr, wenn sie stirbt? Und wann wird das in etwa sein? Das alles steht in dem Buch "Schlau in null Komma nichts". In vielen bunten Zeichnungen und Texten bekommt man die wichtigsten Infos über die Erde und das Universum. Obwohl es um Physik, Chemie und Biologie geht, ist es kein langweiliges Schulbuch. Die Texte sind spannend geschrieben. Zum Beispiel steht darin, warum manche Vulkane ausbrechen und andere nicht. Es geht auch um Elektroautos, Bakterien und Blutdoping. Und es werden Tierversuche erklärt - und welche Alternativen es dazu gibt. Das Buch ist für Kinder ab zehn Jahren geeignet, gut wäre es, wenn sie es mit Eltern oder älteren Geschwistern lesen können.
Erschienen bei Edel Germany; 12,95 Euro; ab 10 Jahre.

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