AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 29/2017

Geschlechterdebatte Der neue Feminismus, harmlos wie ein Yogakurs

Die moderne Feministin denkt zu viel darüber nach, ob ihr Busen zu klein oder der Hintern zu dick ist. Früher wollte sie die Welt ändern, heute nur noch das Wohlbefinden heben. Schade.

Sängerin Beth Ditto: Emanzipationsthema Körpergefühl
RII SCHROER / INTERTOPICS

Sängerin Beth Ditto: Emanzipationsthema Körpergefühl

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Hat Hannah Arendt den ganzen Tag darüber nachgedacht, ob die Beine ordentlich rasiert sind? War Margaret Thatcher so besorgt, sie könnte zu dick sein, dass sie sich nur im Dunkeln auszog? Kann sein. Vermutlich haben beide aber einfach zu viel zu tun gehabt, um sich zu fragen, wie andere über ihren Körper denken.

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Heft 29/2017
Geheime Dokumente: Warum der Staat seine Bürger alleinließ

Die moderne Frau plagt ein Leiden. Sie denkt zu viel darüber nach, ob ihr Busen zu klein oder der Hintern zu dick ist. Deswegen fühlt sie sich schlecht und wertlos. Das ist kein frauenfeindliches Vorurteil, das ich hier aufwärme. Das habe ich bei meiner Kollegin Margarete Stokowski gelesen, die sich als Feministin in Frauenfragen auskennt.

Weil man Frauen dabei helfen müsse, ihr falsches Körpergefühl zu überwinden, hat Stokowski neulich auf SPIEGEL ONLINE alle dicken Mädchen dazu aufgerufen, in Leggings auf die Straße zu gehen. Jedes dicke Mädchen in Leggings sei eine Demo für mehr Vielfalt, schrieb sie. 918.000 Menschen haben diesen Appell gelesen, mehr als einen Text über Donald Trumps Besuch beim Papst, der am selben Tag erschien.

Ich würde mich auch schlecht und wertlos fühlen, wenn ich dauernd darüber sinnieren müsste, ob mein Bauch zu dick ist oder meine Haare zu dünn sind. Zum Glück bleibt den meisten Männern diese sinnlose Qual erspart. Das heißt nicht, dass Männer nicht ebenfalls unzufrieden mit ihrem Körper sind. Wäre es ihnen egal, wie sie aussehen, könnte die Hälfte der Sportstudios dichtmachen. Aber meiner Erfahrung nach konzentrieren sie sich irgendwann auf andere Dinge, zum Beispiel auf ihre Karriere. Vielleicht sind sie deshalb öfter in Führungspositionen vertreten.

Ich stoße in letzter Zeit ständig auf Texte, in denen steht, was für eine tolle Sache der Feminismus sei und wie großartig es die Autoren finden, dass sich jetzt sogar Weltstars wie Beyoncé dazu bekennen. Mir fällt dabei auf, wie unpolitisch der neue Feminismus ist.

Alles dreht sich darum, wie man aussieht oder mit wem man Sex hat, genauso wie in den Frauenzeitschriften, nur andersherum. Während die Zeitschriften den Frauen sagen, wie sie am besten ihren Körper in Schuss halten und einen Mann befriedigen, erklären ihnen die Feministinnen, dass sie sich ruhig gehen lassen dürfen und beim Sex jede Kombination okay ist, solange sie einvernehmlich erfolgt. Weil der moderne Feminismus eine Heidenangst davor hat, verkniffen zu wirken, sind selbstverständlich auch Minirock und hochhackige Schuhe erlaubt, sogar bei Brustvergrößerungen drückt man ein Auge zu. Entscheidend ist, dass das, was man als Frau tut, ein Bekenntnis zur Wahlfreiheit ist und nicht ein Rollenklischee erfüllt. Alles kann, nichts muss, wie es auf den Flirtseiten heißt.

Rechnen Sie es meinem Alter zu, aber ich dachte immer, es gehe bei der Frauenbewegung darum, die Machtbalance in der Gesellschaft zu verschieben. Der Feminismus, mit dem ich aufgewachsen bin, wollte die Welt verändern, deshalb ging er den Männern auch so gegen den Strich. Der moderne Feminismus kämpft für das Recht, dass jeder nach seiner Fasson dick werden und das Geschlecht wechseln kann. Das ist auch eine Befreiung, aber eine so individuelle, dass sie niemandem mehr wehtut.

"Body-positive" heißt das neue Mantra. Das klingt gleich viel freundlicher als die garstigen Parolen der Siebzigerjahre-Feministinnen, die noch die "Hälfte des Himmels" reklamierten. Anstelle des aggressiven Sounds der Anfangszeit durchzieht das Ganze heute ein Ermutigungston, wie man ihn aus der Yogaklasse kennt, wo noch den ungelenkigsten Teilnehmern "Du schaffst es, du bist toll" zugerufen wird. Wenn irgendwo mal eine Frau groß herauskommt, sind alle vor Glück ganz aus dem Häuschen, dass sie es geschafft hat. Ob die betreffende Frau eine Zicke ist oder die Ausbeutung vorantreibt, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass sie eine Frau ist, das allein zählt.

Weil auch den modernen Feministinnen aufgefallen ist, dass die Beschäftigung mit dem eigenen Körperbild auf Dauer vielleicht ein bisschen dünn wirkt, wird das Ganze zum Programm aufgeblasen. Die These geht so: Indem das Patriarchat den Frauen sage, wie sie auszusehen hätten, erlange es Kontrolle über ihre Gedanken und Wünsche. Wer die Definitionsmacht, was als schön zu gelten habe, zurückerobere, der breche die Macht der Männer über die Seelen und Köpfe der Frauen.

Dummerweise sind auch die Leute, die den Frauen das falsche Körpergefühl einreden, in der Mehrzahl Frauen. Die meisten Frauenzeitschriften haben eine Chefredakteurin, keinen Chefredakteur, wie sich anhand des Impressums leicht nachprüfen lässt. Wahrscheinlich zeigt das nur, wie perfide das Patriarchat vorgeht, indem es vor allem Frauen dazu benutzt, frauenfeindliche Interessen durchzusetzen.

Mich erinnert der Versuch, alle Körper für gleich schön zu erklären, an die sozialistischen Experimente, in denen der Wunsch, wie die Welt zu sein hat, ebenfalls stärker war als die Einsicht, dass der menschlichen Selbstvervollkommnung gewisse Grenzen gesetzt sind. Es scheint so zu sein, dass Männer Frauen attraktiver finden, wenn sie über ebenmäßige Gesichtszüge, gesunde Haare und eine wohlgeratene Figur verfügen, das geht Frauen übrigens nicht anders. Da kann man noch so oft behaupten, dass Schönheit nichts mit Jugend und Körperproportionen zu tun habe.

Viele Medien interessierten sich in den vergangenen Wochen für die Tatsache, dass die Frau des französischen Präsidenten 24 Jahre älter ist als ihr Mann. Das hat eine Diskussion unter Feministinnen ausgelöst, ob es nicht ziemlich rückschrittlich sei, immer wieder auf diesen Punkt hinzuweisen. Es wurde die Forderung erhoben, man müsse über den Altersunterschied hinwegsehen, weil Alter und Aussehen keine Rolle spielen sollten.

Das ist eine noble Forderung. Ich fände es auch schön, wenn mein Alter keine Rolle spielen würde. Aber ich fürchte, ich werde das auf Erden nicht mehr erleben. Wäre es bei den Macrons umgekehrt gewesen, als sie sich kennenlernten: er der Lehrer und sie die 15-jährige Schülerin - wir würden darüber diskutieren, ob hier nicht möglicherweise ein Missbrauchsfall vorlag. Das nur nebenbei.Die politischste Forderung in den vergangenen Jahren war die Quote, deshalb hat sie auch den meisten Widerstand ausgelöst. Ich bin aus Prinzip dagegen, dass sich der Staat in alles einmischt. Aber ich habe die Logik dahinter verstanden. Menschen sehnen sich nach Bestätigung, das gilt auch für die Besetzung von Führungspositionen. Am liebsten hätte jeder Chef, dass der Nachfolger ein wenig so ist wie er selbst. Wer diesen Reproduktionsmechanismus durchbrechen will, muss die Vorgaben ändern. Wenn ich gezwungen bin, für den Vorstand eine Frau zu finden, bemühe ich mich eben so lange, bis ich eine geeignete Kandidatin gefunden habe, so einfach.

In den Texten zum modernen Feminismus spielt die Quote interessanterweise nur eine Nebenrolle, wahrscheinlich finden das viele zu unsexy. Oder es erinnert sie zu sehr an den Schwarzer-Feminismus, der lieber praktische Ziele verfolgte, als sich auf akademische Spitzfindigkeiten einzulassen. Ich bin fest davon überzeugt, dass Alice Schwarzer deshalb so erfolgreich war, weil sie darauf geachtet hat, dass möglichst viele Frauen ihre Anliegen verstanden und teilten. Der moderne Feminismus geht den umgekehrten Weg. Adressatin ist nicht mehr die Hausfrau oder die Angestellte, sondern die Studentin im Genderseminar oder die hippe Bloggerin, die ihre sexuelle Identität wechselt wie andere Leute die Schuhe.

Im Grunde macht der Feminismus die gleiche Entwicklung durch wie die SPD. Je mehr die akademische Klientel mit ihren Themen und ihrem Jargon die Bewegung dominiert, desto schwerer fällt es den Führungsleuten, den Anschluss zur breiten Masse zu halten. Wie weit man sich von der Normalität entfernt hat, fällt zunächst nicht so auf, weil die meisten Frauen, die über die Sache berichten, ebenfalls dem akademischen Milieu entstammen. Aber spätestens wenn es wie bei einer Wahl darauf ankommt, dass sich mehr Leute hinter einem versammeln als die eigenen Bekannten, wird deutlich, wie gering der Rückhalt ist. Was soll eine Verkäuferin bei Lidl auch mit dem Gerede über "Cis-Männer" anfangen?

Ich bin am Pfingstmontag wieder Vater geworden. Nach drei Söhnen halte ich zum ersten Mal eine Tochter im Arm. Vielleicht ändert das ja meinen Blick auf Frauen, aber ich glaube das eigentlich nicht. Ich habe ziemlich klare Vorstellungen, was ich mir für meine Tochter erhoffe. Wunsch Nummer eins ist, dass sie ihr Leben so selbstbestimmt und frei lebt, wie das heute in einer westlichen Gesellschaft möglich ist. Wenn sie mit dummerhaften Kommentaren konfrontiert wird, hat sie hoffentlich die entsprechende Antwort parat. Das Einzige, was ich ihr wirklich einschärfen werde, ist, dass sie sich nie von einem Mann finanziell abhängig machen soll.

Das ist die Falle, in die sich viele Frauen freiwillig manövrieren, dagegen helfen keine Gesetze und keine Elternzeitregelungen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele gut ausgebildete Frauen sich aus ihrem Job verabschieden, wenn das erste Kind ins Haus steht. Wer drei Jahre seine Karriere unterbrochen hat, muss sich nicht wundern, wenn andere im Unternehmen vorbeiziehen.

Ich habe nichts gegen den neuen Feminismus, wirklich nicht. Meinetwegen können sie sich dort den ganzen Tag gegenseitig zurufen, wie schön sie sind und dass Frauen auch in Leggings toll aussehen (was leider Unsinn ist). Ich glaube halt nur nicht, dass sich durch diese Form der Wirklichkeitsbeschwörung etwas ändert. Das Einzige, was etwas hilft, ist politisches Handeln. Politik beginnt dort, wo man einer Gruppe von Menschen etwas nimmt, um es einer anderen zu geben. Da sich diejenigen, die dann weniger haben, also weniger Geld, weniger Macht oder weniger Einfluss, das nicht ohne Weiteres gefallen lassen, wird es schnell laut, wenn man Ernst macht. Das ist das Gegenteil von harmlos.



insgesamt 5 Beiträge
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Ein_denkender_Querulant 15.07.2017
1. Immerhin
Immerhin gibt es noch einen kleinen Rest Feminismus und Idealistinnen, die sich um mehr Freiräume für Frauen kümmern. Und aus der anderen Seite? Nichts als jammernde Lappen, die mit Wehmut in die Vergangenheit schauen, als sie nach Lust und Laune Frauen unterdrücken konnten und nicht im geringsten in der Lage sind, für sich selber und ihre Art zu leben zu kämpfen. Stattdessen normieren sich Männer untereinander wie bisher, grenzen Homosexuelle aus, kümmern sich nicht um "artgerechte Haltung" von kleinen Jungs in Kindergärten un Schulen, und schieben ihr Elend auf die angeblich gleiche gestellten Frauen. Und Fleischhauer ist einer dieser Lappen.
neue_mitte 15.07.2017
2.
Frauen machen anderen Frauen das Leben schwer. Und Frauen versauen anderen Frauen die Figur und damit uns Männern den schönen Anblick. Ich möchte keine Frauen sehen, die 15 oder auch 35 sein könnten. Ja kein Gramm an Fett zu viel. Das wird mit harter Disziplin durchgezogen. Aber eben nicht für Männer. Sondern für andere Frauen. Ein Mann möchte in der Mehrheit eine weibliche Frau sehen. Mit weiblichen Rundungen und entsprechend "Material" an den richtigen Stellen. Das gilt in Frauenkreisen aber offenbar als: FETT. Da Frauen im Gegesatz zu allen Behauptungen, dass Männer aka das Patriarchat sie dazu zwingen würde, sich bloß untereinander fertig machen, haben wir Männer keine Chance auf Besserung der Lage. Es ist bloß bequemer für die Frauen, das Patriarchat vorzuschieben, als sich einzugestehen, dass sie es selber sind UND es gut finden!
incognito@spon 15.07.2017
3. Lieber Dove-Feminismus als Doof-Feminismus
Warum muß man als Frau Feminist*In sein? Weil es cool ist? Weil man als Arbeiter SPD sein "muß" oder als Christ CDU? Nein Frau sein ist etwas vielfältiges und facettenreiches. Und das ist gut so. Es ist nicht schlecht, wenn die frischgebackene Diplomandin erst einmal die Karriere hinten anstellt, weil sie schwanger geworden ist. Und schon gar nicht, wenn sie das Baby hütet und in dieser Zeit der Mann das Geld mit nach Hause bringt. Das kann auch umgekehrt stattfinden, je nach dem Bedürfnis des Paares und der Familie. Weil politisch nicht indoktrinierte Familien schlau genug sind, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hände zu nehmen. Eine Frau sollte nicht von einem Mann abhängig sein? Nein, sie sollte sich nicht von einem Mann abhängig machen lassen, also in Bars gehen, um sich für Drinks einladen zu lassen, sich als Studentin einen "Sponsor" suchen, der ihr gegen hin und wieder ein Schäferstündchen das Iphone oder die Kors-Tasche spendiert. Also wenn sie freiwillig ihre Würde verliert, um ihr Aussehen an den meistbietenden zu verkaufen. Der Feminismus der letzten dreißig Jahre hat die Balance zwischen Frauen und Männern zerstört. Durch eine militante Ideologie, alles "patriarchalische" zu zerstören, als wäre es das "Weltjudentum", ist eine der größten natürlichen Qualitäten von Frauen in die Binsen gegangen: Nämlich der ruhende Pol der Familie zu sein, diese zu stärken auf sanfte Weise Einfluß zu nehmen. Männer zu beflügeln und gleichzeitig sie zu mäßigen. Genauso wie es im Wechselspiel die Männer taten, nun angesichts enthemmter Frauen komplett verwirrt sind. Wenn vom "Feminismus" nur noch die Aussage der Dove-Werbung übriggeblieben ist, daß jede Frau auf ihre Art sexy ist, dann ist es ein gutes Zeichen.
antandre 15.07.2017
4.
In den Achtzigern waren zwar Haare an den Beinen noch nicht so verpönt wie heute, und unterm Arm ging auch, allerdings hatten die Leinwandgöttinnen schon damals perfekt rasierte Beine und auch keine Achselhaare, also das Schönheitsideal war so schon immer. Ich denke, die Situation jetzt kommt davon, dass jetzt für jede Frau von nebenan die Möglichkeit zu bestehen scheint, Internetschönheitsgöttin zu werden, denn sie braucht keinen Filmproduzenten, keine Traumrolle, keine Medien und keine PR mehr dazu, sie muss sich nur selbst inszenieren können nach dem Schönheitsideal (Erinnerung: schon immer ohne Haare an Beinen und unterm Arm. Selbst in Gemälden früherer Meister). Das hebt allgemein den Anspruch an die Frau in der Gesellschaft und an sich selbst als Frau, denn diese Unbekannte, die zum Internetstar wird, könnte man ja selbst sein. Weiterhin kreisen ja viele nur um sich selbst, von daher ist die Beschäftigung mit irgendwelchen anderen Themen für sie uninteressant. Es geht nur darum, sich selbst zu optimieren, um mithalten zu können, weil... Tja. Warum? Na einerseits denke ich, da man einen Partner haben will und es mitnichten Oberflächlichkeit ist, wenn ein Mann auch ne Frau will, die er schön findet, und andererseits, weil Menschen mit kleinem Selbstwertgefühl immer Bewunderer brauchen und Angst haben, aus der Masse ausgestoßen zu werden. Nicht zuletzt ist es auch einfach die Beeinflussung durch die Konzerne. Bedarfe wecken, Unsicherheit streuen, Scheinersatz anbieten für Lebensgefühl, Zufriedenheit, Spaß - das hat sich schon immer gut auf die Umsätze ausgewirkt. Ich finde es albern zu denken, man MÜSSTE sich damit auseinandersetzen, wie man aussieht. Man WILL sich damit auseinandersetzen und man bewertet selber auch andere nach dem Aussehen, und das vielleicht nicht mal nur nach dem natürlichen Empfinden, dass Symmetrie eben schön und besser als Nicht-Symmetrie gefunden wird usw., sondern sogar auch nach den Vorurteilen (z.B. "Dicke sind faul und undiszipliniert"). Dass dieser Hype da ist, kann man doch auch ignorieren und sich andere Gruppen suchen, in denen man akzeptiert werden will, z.B. weil man ein Hobby hat, ein Instrument spielt, Spaß an Computerprogrammierung hat. Man sucht sich ja, wem man gefallen will. Keiner kann doch andere dazu zwingen, akzeptiert zu werden mit Haaren an den Beinen, sondern sich nur sagen "dann akzeptiert mich eben nicht, ich interessiere mich sowieso nicht wirklich dafür und es nervt mich". Und die Rechnung ist auch nicht "wenn ich mich dauernd mit meinem Bauchumfang oder meiner Brustgröße befassen müsste, würde ich mich auch schlecht und wertlos fühlen", sondern "ich fühle mich wertlos, deswegen mach ich den ganzen Hype mit und deswegen will ich von euch Bewunderung" und "euch" sind die, die man selber bewundert, also die, die nur um Bauchumfang und ihren eigenen Nabel kreisen und vor allem: die man sich selbst ausgesucht hat als die Gruppe, die einen akzeptieren soll. Dass Männer davon verschont bleiben, seh ich nicht so. Für die gibt es auch immer strengere Standards, die zupfen sich ja sogar schon die Augenbrauen, was ich persönlich sehr gruselig finde.
suane 15.07.2017
5. Krabbenkorb
blitch-blaming oder body-shaming sind Dinge, die nicht mehrheitlich von Männern, sondern Frauen praktiziert wird. Frauen gestehen sich selbst nicht ihre Freiheit zu oder gestehen sie anderen Frauen nicht zu. Zudem trauen sie sich weit weniger Verantwortung als Männer zu und sind Meister drin andere Frauen am Aufstieg zu hindern. Stichwort Krabbenkorb (bitte googeln). Darum sollte sich der moderne Feminsmus bitte kümmern. MfG jemand der oft in fast ausschließlich weiblichen Arbeitsgruppen verkehrt.
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