Im neuen SPIEGEL Volkskrankheit Kopfschmerzen; Glück ist machbar; Jens Weidmann

Volkskrankheit Kopfschmerz
Tarabea Wallishauser

Volkskrankheit Kopfschmerz

Von SPIEGEL-Redakteur


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Heft 4/2014
Die unterschätzte Volkskrankheit

will ich am Samstagnachmittag schon den SPIEGEL lesen? Diese Frage stelle ich mir seit mehr als drei Jahrzehnten. Denn wir SPIEGEL-Leute in Hamburg bekommen erste Exemplare der Ausgabe bereits einen halben Tag, nachdem wir die Redaktion in der Nacht zuvor verlassen haben, durch einen Kurier ins Haus geliefert. Für das neue Heft kann ich die Frage mit einem klaren Ja beantworten.

  • An dieser Stelle stellt Ihnen die SPIEGEL-Redaktion ihre Lieblingsgeschichten aus der neuen Ausgabe vor.
    In dieser Woche: Dieter Bednarz, 59, seit 1981 beim SPIEGEL. Er arbeitet im Ressort Ausland.
Auch wenn ich kein Freund von Stoppelbärten auf Titelbildern bin, werde ich beim Thema "Kopfschmerzen" hellwach. Unter meinen Bekannten leiden zwei von dreien darunter, und auch ich zerbreche mir oft genug den Kopf über alles Mögliche und greife dann zu Tabletten. Daher bin ich für jede Therapieanregung dankbar, die meine Kollegin Veronika Hackenbroch in ihren zahlreichen Interviews mit Schmerztherapeuten erfahren und sehr praxisnah aufgeschrieben hat.

Als hoffnungsloser Pessimist stürze ich mich danach auf das Interview zum Thema "Glück ist machbar". Das nämlich glaube ich nicht. Meine Kollegen Laura Höflinger und Manfred Dworschak haben die renommierte Psychologin Elaine Fox von der Universität Oxford getroffen und mit ihr ein sehr munteres und kluges Gespräch geführt. Fox vertritt die These, dass Pessimismus eine schlechte Angewohnheit sei, die man sich auch wieder abtrainieren könne. Die Tipps dazu finde ich so simpel, dass ich fast geneigt bin, der Professorin zu glauben - wäre ich nicht so ein Pessimist.

Und welche Gemütslage dominiert bei einem Mann wie Bundesbankpräsident Jens Weidmann? Mein Kollege Ullrich Fichtner hat den Top-Manager mehrere Tage lang begleitet und sich diesem verschlossenen Banker tatsächlich angenähert. Dank seines Porträts weiß ich nun, dass auch Weidmann ein Pessimist ist, denn in der Welt des Managers "sind die Gläser immer halbleer", wie Fichtner gleich im ersten Satz schreibt. Der Text führt tief in die Welt der Großbanker, in der über unser aller Schicksal entschieden wird. Dem Pessimisten Weidmann wünsche ich trotz aller 18-Stunden-Tage, dass er Gelegenheit findet, das Fox-Gespräch zu lesen. Ich jedenfalls nehme mir vor, die Übungen der britischen Psychologin zu befolgen, auch wenn ich nicht glaube, dass sie helfen. Auch nicht gegen Kopfschmerzen. Ich bin ja Pessimist. Noch.

Hier kommen Sie zur Digitalausgabe des neuen SPIEGEL.

Viel Spaß bei der SPIEGEL-Lektüre wünscht Ihnen

Dieter Bednarz



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